Wirtschaftsthemen

Notizen über Wirtschaft und Finanzsystem

Archive for September, 2005

Zahlungen per Kreditkarte können storniert werden!

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Wer Rechnungen mit Kredikarte begleicht, sollte einen klaren Kopf haben. Einmal geleistete Zahlungen können nicht storniert werden.

Sorry liebe Kollegen von Netzeitung.de aber die Aussage ist falsch.

Als längähriger Kredit Risk Manager einer Grossbank zeige ich hier drei Wege, wie Zahlungen per Kreditkarte storniert werden, selbst wenn das Konto der Hausbank schon belastet ist:

Erstens kann die Bank, die das Konto führt, von dem die Kreditkartenzahlungen abgebucht werden, auf Kundenwunsch und entsprechnder Formalität über die Kartengesellschaft eine Buchung stornieren. Hier erklärt der Kunde schriftlich und verbindlich, dass die entsprechende Buchung unrechtmässig erfolgte. Der Betrag wird dann dem Konto der Kreditkarte gutgeschrieben und mit der nächsten Abrechnung vergütet. Analog der Lastschriftrückgabe gibt es auch hier eine Frist von 6 Wochen. Diese Möglichkeit gilt unabhängig davon, ob das Grundgeschäft rechtmässig oder unrechtmässig zustande kam. Es ist nicht Sache der Bank zu entscheiden, ob eine Zahlung schuldbefreiend zu erfolgen hat oder nicht bzw. ob eine Leistung im vertraglichen Sinne erbracht wurde. Dies ist einzig und allein die Angelegenheit zwischen den Partnern des Grundgeschäftes.

Zweitens wird eine gute Kartengesellschaft (z.B. Mastercard) sich bei ungewohnt starken Umsetzen mit dem Karteninhaber in Verbindung setzen, die Korrektheit der Buchungen abstimmen und gegebenenfalls Berichtigungen vornehmen. Das geht sogar telefonisch.

Drittens wird die Bank bei Liquiditätsproblemen des Kunden nicht nur die Kreditkarte sperren, sondern ebenfalls in Eigenverantwortung die per Kreditkarte getätigten Buchungen stornieren.

Written by Frank Kerkau

September 29th, 2005 at 3:11 pm

Posted in Verbraucher

Walter Bau-Manager handelten äusserst umsichtig – Staatsanwaltschaft irrt!

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Die Staatsanwaltschaft hat den Baukonzern Bilfinger Berger im Visier. Ehemalige Mitarbeiter von Walter Bau sollen Bauaufträge zum neuen Arbeitgeber mitgenommen haben.” , wie Netzeitung.de heute berichtet.

In diesem Falle haben die Walter Bau-Manager äusserst umsichtig im Sinne ihrer Kunden gehandelt. Das wichtigste beim Bau sind solvente bauausführende Unternehmen. Wird ein Glied in der Kette “Bauherr – Generalunternehmer – Subunternehmer” insolvent können in den meisten Fällen alle gemeinsam Insolvenz beantragen. Die Staatsanwaltschaft sollte die Weitsicht der Walter Bau-Manager honorieren.

Written by Frank Kerkau

September 29th, 2005 at 2:10 pm

Posted in Management

Fraunhofer-Institut watscht Öko-Deutschland ab

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Wie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in einer Studie herausfand, wurden in Deutschland im Jahre 2004 rund 18 Milliarden Kilowattstunden allein durch elektrische Geräte im Standby-Modus, also völlig nutzlos verbraucht. Dies entspreche einer gesamten Jahresproduktion deutscher Windkraftanlagen, stellt das Institut fest. Die Studie differenziert bei den Elektro-Geräten zwischen sechs Betriebszuständen mit dem jeweils entsprechenden Stromverbrauch:

1. 100 % Verbrauch – Gerät ist eingeschaltet und wird genutzt
2. 100 % Verbrauch – Gerät ist eingeschaltet und wird nicht genutzt
3. 60 % Verbrauch – Gerät befindet sich im Standby-Modus
4. 30 % Verbrauch – Gerät befindet sich im Sleep-Modus
5. annähernd 30 % Verbrauch – Gerät befindet sich im Schein-Aus-Betrieb
6. 0 % Verbrauch – Gerät ist ausgeschaltet, sprich vom Netz getrennt.

Daraus folgt ein Vorschlag des Fraunhofer-Institutes wonach künftig die Hersteller vor allem Kleingeräte, wie zum Beispiel Fernsher, Computer oder Drucker so kennzeichnen sollen, dass für den Kunden neben dem Stromverbrauch durch die Benutzung auch der jeweilige Stromverbrauch in den entsprechenden Energiespar-Modi ersichtlich ist. Durch Einsatz modernster Technologien könnte der Jahresverbrauch an Energie in Deutschland um 9 Milliarden Kilowattstunden gesenkt werden.

Nach Einschätzungen der Projektpartner an der TU Dresden wäre solch eine Kennzeichnungspflicht rechtlich auch im nationalen Alleingang möglich.

Auch freiwillige Selbstverpflichtungen der Hersteller wären denkbar. So könnte auf Schein-Aus-Modi und irreführende Kennzeichnungen wie „Energiestar“ oder EU-Öko-Label völlig verzichtet werden.

Ergänzend dazu empfehle ich den Herstellern, ihre elektrischen Produkte wieder mit einem Schalter zu versehen, der nicht nur von „Standby“ auf „Betriebsbereitschaft“ schaltet, sondern auch tatsächlich dem Kunden die Möglichkeit bietet, sein elektrisches Gerät mittels “Knopfdruck” vom Netz zu trennen. Meines Erachtens gehört diese Funktion zur Grundausstattung.

Als schlechtes Beispiel wäre hier der DVD-Player DTH 210 der Firma Thomson zu nennen, der sich lediglich zwischen „ON“ und „Standby“ schalten lässt.

Mein Tipp vorweg, Stecker ziehen und nicht den bunten Aufklebern der Hersteller vertrauen.

Written by Frank Kerkau

September 28th, 2005 at 7:51 pm

Posted in Panorama

Malaysia erwägt Atomprogramm

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Wie das “Malaysian Institute for Nuclear Technology Research” (MINT) am Samstag mitteilte, plant Malaysia die Entwicklung von Kernkraftwerken zur Ablösung der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen. Das Institut geht davon aus, dass sich die fossilen Brennstoffe des Landes in den kommenden 18 Jahren erschöpfen werden. Bis ein Kernkraftwerk die Leistung von 1.000 Megawatt erreicht, werden 15 Jahre vergehen, so Razali Hamzah, Leiter Institutes.

Derzeit betreibt Malaysia eine völlig veraltete nukleare Forschungsanlage mit einer US-Technologie aus den 70er Jahren. Die neueste Technologie könnte Malaysia von Japan, Süd-Korea oder Frankreich beziehen, erklärt Razali Hamzah.

Gemäß lokalen Medienberichten vetritt die ständige UN-Botschafterin Malaysias in Wien, Rajmah Hussain die grundsätzliche Position, dass die Mitglieder der “Non-Aligned Movement” (NAM) trotz ihrer vollen Unterstützung der Bemühungen um Nichtverbreitung von atomaren Massenvernichtungswaffen das Recht haben, Nukleartechnologie zum Zwecke der friedlichen Nutzung zu entwickeln und zu erwerben. Die malaysische Regierung hat jedoch bislang keine Entscheidung getroffen.

Malaysia hat derzeit den Vorsitz der “Non-Aligned Movement”.

Quelle:

People’s Daily Online

Written by Frank Kerkau

September 27th, 2005 at 10:18 pm

Posted in Panorama

Vulkane zum anfassen

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Auf individuellen Touren bietet der Reiseveranstalter Vulkankultour den Besuch und die Beobachtung aktiver Vulkane wie Stromboli und Vesuv sowie der wundervollen Natur rund um die Krater. Reiseziele sind u.a. Island, Sizilien, Golf von Neapel oder die Liparischen Inseln.

Written by Frank Kerkau

September 27th, 2005 at 7:04 pm

Posted in Panorama

VW-Coup – nur Porsche profitiert!

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Wir heute die Rheinzeitung berichtet, befindet sich die Porsche Aktie im freien Fall und sogar das Papier von VW profitiert nicht von der Schreckensmeldung, dass Porsche Europas grössten Automobilbauer “übernehmen will”.

Als vernüftig denkender Mensch fragt man sich, ob die Porsche-Führung ersthaft glaubt, mit einer grösseren Beteiligung an VW könne man einer Übernahme von Volkswagen durch internationale Investoren trotzen. Zudem diese Beteiligung jedoch nicht so hoch sein wird, dass Porsche sie veröffentlichen muss, geschweige denn in die Unternehmensgeschicke von VW eingreifen kann. Des Weiteren kann ich mir nicht vorstellen, dass Porschelenker Wiedeking unter die Samariter gegangen ist und aus karitativen Gründen den angeschlagenen Volkswagenkonzern stützt. Betrachtet man diesen Deal jedoch etwas näher und unter dem Blickwinkel einer drohenden Aufhebung des VW-Gesetzes, dann stellt sich die Beteiligung als eine simple Spekulation heraus. Denn sobald sich internationale Investoren für Volkswagen interessieren, wird die Aktie in die Höhe schiessen. Dann profitert auch Porsche davon. Weiterhin sieht es bei VW bei weitem nicht so rosig aus, als dass man unbedingt investieren müsste. Ein Skandal jagt den anderen und der Pheaton verkauft sich auch nicht so wie gewünscht. Aber auch hier gilt “buy on bad news” und “sell on good news”, sobald das VW-Gesetz fällt, wird die Aktie interessant. Der Privatanleger sollte dann schon bei VW bzw. Porsche investiert sein.

Written by Frank Kerkau

September 26th, 2005 at 11:31 pm

Posted in Industrie

Palm steigt mit Microsoft ins Bett

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Schlechte News für Palm OS – Nutzer. Wie Pressetext Austria heute zu berichten weiss, übernimmt Palm für seine Handhelds künftig Windows Mobile 5.0 und lässt sein Betriebsystem Palm OS im Stich.
Damit ist Microsoft ein weiterer Erfolg in der Etablierung seiner Windows-Betriebsysteme gelungen.

Jetzt haben wir die blauen Sceens auch auf unserem Palm, na schön. Was sagen eigentlich die Kartellbehörden dazu? Nachdem nunmehr das “Aus” für Palm OS gekommen ist, hat ja Windows Mobile 5.0 das Monopol, oder?

Written by Frank Kerkau

September 26th, 2005 at 10:57 pm

Posted in IT

Nukleartests helfen bei Identifizierung von Opfern

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LIVERMORE, Calif. – Die bei den Nukleartests in den 50iger und 60iger Jahren erzeugten Kohlenstoff-Isotope C14 bieten die Möglichkeit, das Alter von Menschen zu bestimmen. Basis der Untersuchungen ist die Halbwertszeit, dass heisst die Zeit in der die Hälfte der Isotope eines Elementes zerfällt.

Ein Verfahren, welches durch Wissenschaftler des “Lawrence Livermore National Laboratory” und Schwedens “Karolinska Institut” entwicklet wurde, bestimmt den Gehalt an C14-Isotopen im Zahnschmelz. Durch den Vergleich mit den unterschiedlichen Anteilen dieser Isotope in der Erdatmosphäre zu verschiedenen Zeiten, können die Wissenschaftler herausfinden, wann ein Zahn sich gebildet hat. Mit dieser Methode kann das Alter von Zähnen mit einer Genauigkeit von 1,6 Jahren errechnet werden.

Wieviel Kohlenstoff-Isotope sich bei einer Zahnbildung auch immer im Zahnschmelz einlagern, der Zahnschmelz ist ein guter Indikator für die verstrichene Zeit seit der Zahnbildung, sagte Bruce Buchholz vom Zentrum für “Beschleuniger-Masse-Spektrometrie” des Laboratoriums.

Wir waren überrascht, wie gut diese Methode funktioniert, erzählte Buchholz weiter. Und wenn man die Ergebnisse von in verschiedenen Zeiten gewachsenen Zähnen vergleicht, kann man die Zeitspannen sogar noch genauer bestimmen.

Die Wissenschaftler meinen, dass diese Methode helfen kann, die Opfer von Hurrikan “Katrina” oder anderer grosser Katastrophen zu identifizieren.

Dieses Verfahren funktioniert jedoch nicht bei Personen, die vor 1943 geboren wurden, deren Zähne sich also vor Beginn der Nukleartests in 1955 gebildet haben.

Der Artikel ist letzte Woche erschienen in:
Nature

Written by Frank Kerkau

September 25th, 2005 at 3:54 am

Posted in Panorama

Google Gründer Sergej Brin und Larry Page…

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platzieren sich als die Jüngsten mit einem Vermögen von je $11 Mrd. auf einen gemeinsamen 16. Rang der „Forbes400“ und befinden sich somit unter den „Top Twenty“ der reichsten Amerikaner. Die Finanzzeitschrift Forbes-Magazin veröffentlicht jedes Jahr ihre Rangliste der „Top 400“ der „US-Wohlhabensten“. Die Zeitschrift dokumentiert Veränderungen und Neuzugänge. Angeführt von William Henry Gates (alias: Bill Gates) mit zur Zeit $ 51 Milliarden befinden sich darunter bekannte Persönlichkeiten, wie Warren Buffet, Michael Dell, oder Sr. David Rockefeller. Der 24. Jahresbericht bescheinigt den 400 reichsten Amerikanern ein seit dem letzten Jahr um $125 Milliarden auf $ 1,13 Billionen gestiegenes Gesamtvermögen. Aufgrund der Entwicklung der Immobilienpreise in Verbindung mit dem steigenden Ölpreis gab es gegenüber dem Vorjahr 33 Neuzugänge und 9 “Come Backs”.

„Top Ten“ 2005:

  1. William H. Gates
  2. Warren E. Buffett
  3. Paul G. Allen
  4. Michael Dell
  5. Lawrence Ellison
  6. Christy Walton
  7. Jim C. Walton
  8. S. Robson Walton
  9. Alice L. Walton
  10. Helen R. Walton

Written by Frank Kerkau

September 23rd, 2005 at 10:25 pm

Posted in IT

Rita auf CAT 4 zurückgestuft – keine Entwarnung

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Tausende Menschen flüchten vor Rita.

23 Prozent der US-Ölproduktion sind bedroht.

BASF bringt seine 1.500 Mitarbeiter aus der texanischen Golfküstenregion in Sicherheit.

Schwarzer Humor: Ein Amerikaner wert sich verbal gegen Plünderer. An seiner Hauswand sind mit grossen Buchstaben die Worte gemalt:”Wir schlafen hier drin mit einem grossem Hund, einer hässlichen Frau und zwei Pistolen.”

Rita hat ihren Kurs geändert und bewegt sich jetzt Richtung Nordosten. Sie nimmt zur Zeit fast den gesamten Golf von Mexiko ein. Im Bereich ihres Auges dreht der Wind mit ca. 220 km/h.

Written by Frank Kerkau

September 23rd, 2005 at 9:18 am

Posted in Panorama