Wirtschaftsthemen

Notizen über Wirtschaft und Finanzsystem

Archive for December, 2008

Top 5 Tagesgeldkonten im Dezember 2008

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Wer heute 10.000 Euro in die Hand nimmt und diesen Betrag für 90 Tage als Tagesgeld anlegen wöllte, könnte bei

  1. Advanzia Bank 6,00 %
  2. Credit Europe Bank 5,75 %
  3. Akbank 5,50 %
  4. DAB Bank 5,50 %
  5. GE Money Bank 5,50 %

Zinsen p.a. erhalten. Aber Vorsicht, unter den Tagesgeldkonten befinden sich auch Aktionsangebote zu bestimmten Bedingungen.

(Tarifcheck24)

Written by Frank Kerkau

December 7th, 2008 at 7:32 pm

Posted in Geldanlage

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Was Ihr schon immer über Google wissen wolltet, aber Euch nie zu fragen trautet

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Werbemarkt oder Werbung als Geschäftsmodell?

Warum Google so erfolgreich ist und womit die Suchmaschine ihr Geld verdient, erklärt die faszinierende Präsentation des Management-Consulting-Unternehmens faberNovel:

All about Google
View SlideShare presentation or Upload your own. (tags: google strategy)

Auch wenn Googles Aktie sich nicht ganz den Wirren der Finanz- und Wirtschaftskrise entziehen kann und sich seit ihren Höchstständen Ende 2007 im Abwärtstrend befindet, könnte ihr Kurs nach einer Bodenbildung irgendwann auch wieder steigen. Reif für die Watchlist ist Google allemal.

Written by Frank Kerkau

December 7th, 2008 at 6:48 pm

Posted in Dienstleister

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Digitale Bilderrahmen – Vorsicht Billig-Anbieter!

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Sparen am Digitalen Bilderrahmen führt oft zu Frust und Enttäuschung. Zudem macht nutzloses Zubehör das Fotoerlebnis unnütz teuer. Worauf man beim Kauf achten sollte:

Format
Viele Digitale Bilderrahmen bieten das 16:9 Format. Wenn man seine Fotos z.B. im 4:3 Format schoss, muss mit einem Bildbearbeitungsprogramm korrigiert werden, sonst gibt’s Verzerrungen oder schwarze Ränder.
Anzeige: Sony DPF-V 900

Grösse
Ab einer Bildschirmdiagonale von 9 Zoll hat man auch aus etwas grösser Entfernung Freude an seinen Fotos.


Auflösung
Die meisten Billig-Angebote kommen mit sehr geringer Auflösung (z.B. 480x 234 Pixel). Die Bilder wirken, aus der Nähe betrachtet, pixelig (vgl. Foto). Displays in High-Resolution-Qualität (800 x 480 oder höher) bieten mehr Pixel. HD-Qualität ist zu wenig. Die Fotos sollten zudem nicht auf oder gar unter die Auflösung des LCD-Bildschirms verkleinert werden.

Foto: John Nyberg / SXC

Das Gerät kann man sich im Geschäft vorführen lassen, um selbst die Wiedergabequalität einzuschätzen.

Ausstattung
Viele der Bilderrahmen haben zusätzliche Ausstattungen (all-in-one), wie Lautsprecher, MP3, VMA, Video, Fernbedienung oder gar Foto-Drucker, was den Preis in die Höhe treibt. Ob man das wirklich alles braucht? Videos sind in einem 37-Zoll-Fernseher besser aufgehoben und Musik klingt über vernünftige Boxen oder Kopfhörer schöner. Aber gut, man kann es sich überlegen. Viel Speicherplatz ist jedoch ein “must-have”.

Bastel-Tipp
Ein Electronic-Freak entdeckte sein altes Notebook wieder und rüstete es für nur 15 US-Dollar zu einem Digitalen Bilderrahmen um. Eine solche Lösung schlägt in Auflösung und Speicherkapazität natürlich jeden Mitbewerber.

Hat jemand schon eigene Erfahrungen?

Written by Frank Kerkau

December 6th, 2008 at 3:51 am

Posted in Verbraucher

1und1 im Fax-Test

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Erst verkauft 1&1 Internet AG ihren Kunden DSL-Zugänge per Maus-Klick. Wünscht der Kunde dann aber irgendein Tarif oder Vertrag zu kündigen, geht dies nur auf die altmodische Weise per Fax oder per Brief. Da ich vermutlich weltweit der einzige ohne Faxgerät bin, entscheide ich mich für die Form eines eingeschriebenen Briefes. Aber wer jetzt an durchklicken, ausdrucken, unterschreiben, eintüten und wegschicken denkt, irrt gewaltig. Der Kündigungsvordruck ist durch 1&1 so clever gestaltet, dass zwingend ein separates standardbrieffreundliches Schreiben verfasst werden muss, damit deren Anschrift im Brieffensterchen auch zu sehen ist. Aber so providerfreundlich bin ich nun auch noch. Irgendwie muss ich ja das Problem mit deren Geschäftsverbindung letztlich lösen. Dass meine Kündigung bei 1&1 unter dem Weihnachtsbaum landet, ist dabei nur ein kleiner Trost. Was tut man nicht alles als freundlicher Kunde.

Written by Frank Kerkau

December 6th, 2008 at 12:09 am

Posted in Verbraucher

Allianz – Invest4Life

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Mit dem Anlageprodukt – oder besser – mit dem Auszahlungsplan “Invest4Life” zielt die Allianz auf die Entsparphase der “Generation 55plus”. Wer einen Einmalbetrag investiert, bekommt eine lebenslange fondsbasierte Rentenversicherung und erhält zudem die Chance, das seine Rentenzahlungen bei positiver Entwicklung der Kapitalmärkte steigen, er bei negativer Entwicklung jedoch keine Rentenkürzungen hinnehmen muss. Klingt schon mal gut.

Wie funktioniert “Invest4Life”?

Dazu ein kleiner Rückblick in die Geschichte fondsbasierter Auszahlungspläne:

Am Anfang konnte der Kunde bei Fondsgesellschaften zwischen zwei Auszahlungsvarianten wählen. Entweder er liess sich sein angelegtes Vermögen über eine gewisse Laufzeit samt den Erträgen vollständig auszahlen. Am Ende wäre das Kapital verbraucht. Oder er begnügte sich mit den Erträgen und liess sein Kapital unangetastet.

Später kamen in den USA die Versicherungen auf den Dreh, solche Auszahlungspläne mit verschiedensten Versicherungsprodukten – vor allem jedoch mit Lebensversicherungen – zu kombinieren, womit die sogenannten “Variable Annuities” geboren waren. Zum Auszahlungsplan kam also eine Todesfallsumme hinzu.

Der Kunde hat bei allem den Vorteil, dass er zu jeder Zeit über sein Geld verfügen kann. Bislang hatten jedoch die auf Investmentfonds basierenden Auszahlungspläne das Manko, dass das Vermögen je nach Entwicklung der Märkte schwankte und somit auch die Rentenzahlungen.

Hier setzt nun die Allianz mit “Invest4Life” an und sagt, lieber Kunde, mit den modernen Finanzinstrumenten sichern wir Dein Vermögen gegen Kursrückgänge ab und garantieren eine lebenslange Rente, die bei positiver Entwicklung sogar steigen kann.

Um diese Sicherheit zu gewähren, macht die Allianz zwei Dinge. Zum einen sind die Rentenzahlungen am Anfang niedriger als die einer herkömmlichen Rentenversicherung. Zum anderen werden die Fondsmanager Kurs- und Währungsrisiken versuchen abzusichern (zu hedgen), was sehr viel finanztechnisches Know-how und Marktkenntnis voraussetzt.

“Invest4Life” im Überblick

Daten

  • kombinierte fondsbasierte Rentenversicherung mit Todesfallleistung
  • einmalige Einzahlung
  • Fondsanlage mit der Chance, am Wachstum der Weltwirtschaft zu profitieren
  • lebenslange Rente, deren Niveau garantiert ist
  • Anhebung und erneute Festschreibung des Rentenniveaus bei steigendem Fondsvermögen
  • kein Rentenrückgang bei negativer Entwicklung der Fonds
  • freie Wahl des Rentenbeginns
  • ständige Verfügbarkeit des Vermögens, auch während der Rentenphase
  • steueraufschiebende Wirkung durch ledigliche Versteuerung des Ertragsanteils
  • erbschaftssteuerpflichtige Todesfallsumme

Entscheidet sich der Kunde für Invest4Life, kann er entweder bei der wachstumsorientierten Anlagevariante “Allianz Strategy 75″ drei Viertel seines Vermögens in globale Aktien und ein Viertel in Euro-Renten investieren oder bei der Variante “Allianz Strategy 50″ sein Vermögen je zur Hälfte in Aktien und Renten verteilen.

Kritik

Verbraucherschützer und Experten kritisieren generell solche Angebote vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise. Sie vermuten, dass die Garantien aufgeweicht und intransparent werden könnten. Auch seien der waghalsige Einsatz oder gar Missbrauch von Finanzderivaten ein Beschleuniger der Finanzkrise. Stichhaltige Gegenargumente haben sie jedoch nicht.

Fazit

Fondsbasierte Auszahlungspläne haben sich seit langem bewährt und darauf basierte Rentenversicherungen in Form der “Variable Annuities” sind in den USA der Renner. Das Hedging nutzen weltweit alle grösseren Unternehmen, um sich gegen Schwankungen von Währungen und Rohstoffpreisen abzusichern. Das sind also alles keine Gegenargumente. Zudem traue ich der Allianz das Know-how zu, solch ein Produkt zu managen. Invest4Life wird sicher nicht ganz billg zu haben sein. Die Vorteile gegenüber einer klassischen Rentenversicherung sollte der Kunde daher mit den Kosten genau abwägen.

(Allianz / mm)

Grafik: ilker / SXC

Written by Frank Kerkau

December 5th, 2008 at 12:12 am

EZB: Dramatische Leitzinssenkung auf 2,50 Prozent

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute den Leitzins um historische 75 Basispunkte auf 2,50 Prozent gesenkt. Gleichzeitig nahmen die Währungshüter die Spitzenrefinanzierungsfazilität ebenfalls um 75 Basispunkte auf 3,00 Prozenz zurück. Der Zinsatz für Einlagegeschäfte wurde auf 2,00 Prozent gesenkt.

(EZB)

Written by Frank Kerkau

December 4th, 2008 at 9:46 pm

Posted in Märkte

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Visueller Guide durch die Finanzkrise

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Wie begann die Finanzkrise? Welche Einflüsse waren entscheidend? Wer ist schuld? Mint und Wallstats haben sich zusammengesetzt und den “visual guide to the financial crisis” entworfen.

Eine kurze Zusammenfassung in Deutsch:
Die Grafik startet im Jahre 2003 direkt nach dem Zusammenbruch der “New Economy” als das Kapital neue Investments suchte und der “Wahn zum Wohneigentum” durch historisch niedrige Zinsen und dem Irrglauben an Immobilien als sichere Geldanlage genährt wurde. Weiter geht’s danach mit einer immer grösser werdenden Bubble in Folge des starken Preisanstiegs bei Immobilien, dem ständigen Nachschub an billigen Krediten und der zuhehmenden Überdehnung durch Auslagerung von faulen Krediten in “Collateralized Debt Obligations” (CDOs), was den Banken eine enorme unkontrollierte ausserbilanzielle Belastung ihres Eigenkapitals ermöglichte. Danach war es nur noch eine Frage der Zeit bis der Markt mit millionenschweren Holzhäusern übersättigt war und durch sinkende Nachfrage die Immobilienpreise in den Sturzflug übergingen. Dies hatte letztlich zur Folge, dass immer weniger Werte den ausgereichten Krediten und den inzwischen weltweit verteilten Wertpapieren (CDOs) gegenüber standen und immer mehr Banken in Schieflage gerieten mit ersten negativen Auswirkungen auf deren Kreditvergabepolitik untereinander und auf die Weltwirtschaft.

Written by Frank Kerkau

December 4th, 2008 at 8:45 pm

Posted in Märkte

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Wenn Ihr Deutsch im Grundgesetz verankert …

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… dann tut mir bitte einen Gefallen und vermerkt in einer – von mir aus Fussnote -, dass “das siebente Jahr” zählbar, jedoch “wie viel Sand er siebte” unzählbar ist.

Written by Frank Kerkau

December 4th, 2008 at 3:33 am

Posted in Deutschland

Strafhöhe bei Steuerhinterziehung

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Ab einer Steuerhinterziehung in Höhe von 50.000 Euro droht in der Regel nur noch eine Haftstrafe. Der Bundesgerichthof führte zu seinem Urteil (1 StR 416/08) vom 02. Dezember 2008 grundsätzlich aus:

Der Steuerschaden bestimme “massgeblich” die Höhe der Strafe. Bei Hinterziehungen in “grossem Ausmass” sei durch den Gesetzgeber in der Regel nur noch eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und 10 Jahren angedroht. Der 1. Strafsenat verglich Steuerhinterziehung dabei mit Betrug und führte aus, dass ein “grosses Ausmass” bereits dann vorliegt, wenn der Steuerschaden über 50.000 Euro beträgt. Dies bedeute, dass bei einem sechsstelligen Hinterziehungsbetrag eine Geldstrafe nur bei Vorliegen von “gewichtigen Milderungsgründen” schuldangemessen sein würde. Auch ein Strafbefehlsverfahren käme dabei nicht zur Anwendung, da hierbei lediglich eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr – ausgesetzt auf Bewährung – verhängt werden könne.

Im betreffenden Falle hatte ein Bauunternehmer seine Arbeitnehmer “schwarz” beschäftigt und weder Lohnsteuern noch Sozialabgeben abgeführt, wodurch sich Steuerschaden und Schaden an Sozialversicherungsbeiträgen auf jeweils fast 1 Million Euro beliefen. Das Landgericht Landshut hatte den Bauunternehmer zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten verurteilt. Das BGH wies die Revision mit obiger Grundsatzentscheidung ab.

(BGH)

Written by Frank Kerkau

December 4th, 2008 at 12:51 am

Posted in Steuern

Warum Zocker Merckle kein Mitleid verdient

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Wenn Sie als mittelständischer Unternehmer einen Firmenkredit bei Ihrer Bank beantragen, dann müssen Sie natürlich mit Ihrem Privatvermögen für Ihre Firma einstehen und sich am Risiko beteiligen. Das ist sowohl moralisch als auch finanztechnisch das Mindeste, was man als Gläubiger erwartet. Das hat auch den mahnenden Effekt, dass der Unternehmer besonnen agiert. Er sitzt ja ebenfalls mit im Boot.

Anders Adolf Merckle. Der Unternehmer hat sich verzockt, was jedem mal passieren kann. Davon allein gerät jedoch noch keine Firmengruppe in Schieflage. Wie im Lobgesang von “Welt Online” auf arme deutsche Unternehmer-Familien heute nachzulesen ist, hat Merckle aus seinen Firmen ständig Kapital herausgezogen, um noch ein und noch ein und noch ein Unternehmen hinzu zu kaufen. Und dann kommen auch endlich die beiden erwarteten Sätze, welche dem Welt-Artikel ein jähe Wendung geben und den Leser aus dem siebenten Unternehmer-Himmel auf den harten Boden der Tatsachen zurückholen:

“In guten Zeiten ist das kein Problem. In Zeiten aber der weltweiten Börsenturbulenzen und sinkender Aktienkurse geriert die Melange aus Übernahmekosten, Kapitalerhöhungen, Kreditzusagen und Aktienspekulationen zu einer Zeitbombe.”

Merckle hat entgegen jeder unternehmerischer Vorsicht und Verantwortung gehandelt. Er hat weiter gezockt, als schon Sicherheit geboten war und alle Alarmglocken Sturm läuteten. Um dem Ganzen noch eine gewisse Dramatik zu verschaffen, meldet Reuters:

“Der in Finanznöte geratene schwäbische Unternehmer Adolf Merckle hat im Ringen um Kredite Bankenkreisen zufolge in letzter Minute Zugeständnisse gemacht.”

es geht dabei um Sicherheiten aus Merckles Privatvermögen.

Wenn eine Familie so reich ist, dass ihre Firmen zu arm zum Überleben sind, ist dann wirklich Mitleid angebracht?

Written by Frank Kerkau

December 3rd, 2008 at 11:20 pm

Posted in Management

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