Wirtschaftsthemen

Notizen über Wirtschaft und Finanzsystem

Archive for August, 2009

Why Large Banks?

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In the Financial Times on July 30, 2009: Josef Ackermann – CEO of Deutsche Bank argues for protection of larger banks. The background: Deutsche Bank is partially an investment bank with small retail banking, big operating loss in the last quarter and Ackermann’s target is still 25 percent return on equity, impossible with classic banking. What does it mean for markets?

In the United States we see nearly each week a bankruptcy of a smaller bank. It seems, Ackermann is right. But was Lehman Brothers a small bank? Little or big has nothing to do whether we loose a bank or not. The key is its equity to prevent declining business.

Do we really need large banks?
Most people need an account, investment products, credit card, some credits for car and travel or mortgages. That’s it! Do we need in our daily life large investment banks with 25 percent return on equity?

How is it with companies?
Sure large banks are able to manage a lot of money, but a network of banks too. If a company is looking for a big deal, then it doesn’t matter whether the money comes from one big bank or five smaller banks. The single different will be, large banks get all profit on its own.

Bigger banks and high risk for economy and customers
How we learnt from Lehman are big banks a very high risk for markets. Many other financial institutes and companies are economically dependent on it. Additional, if large banks operating in retail business many people will lose their money too if such institute goes down the tube.

Finally, I can’t see the economical sense for big banks.

Photo: swisscan

Written by Frank Kerkau

August 28th, 2009 at 5:05 pm

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Union startet Rote-Socken-Kampgne 2.0

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1806149558_a7e9b2ad5f_bklCDU und CSU setzen auf Panik vor den Linken, wer auch immer das in deren Augen so sein mag!

Sie verlieren und sie wissen das. Im Saarland und in Thüringen steht die CDU massiv unter Druck. Im Saarland wird aller Voraussicht Rot-Rot übernehmen und in Thüringen steht die Alleinherrschaft auf dem Spiel. Die fetten Jahre sind vorbei und so schüren Unionsfraktions-Chef Volker Kauder (CDU) und Peter Ramsauer (CSU) schon mal gesamtdeutsche Ängste im Vorfeld der Bundestagswahl (FTD). Denn was im Saarland möglich wäre, könnte auch im Bundestag zur Option werden.

Womit wir bei der Gretchenfrage nach dem Ei und der Henne sind:”Ist jetzt im Saarland mit Rot-Rot zu rechnen, weil der Steinmeier grünes Licht gibt oder weil die CDU dort zu schwach ist?” Seien wir doch ehrlich, 10 Jahre Peter Müller (CDU) sind genug, gerade jetzt, nachdem es Zensursula mit ihrer Sulzbacher Rede so schön vergeigt hat. Und ja, absolute Regierungsmehrheiten halte ich auch in Thüringen für undemokratisch.

Foto: Paul Keleher / Flickr / cc

Written by Frank Kerkau

August 25th, 2009 at 8:06 am

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Demagogie am Biertisch – Zensursula als Retterin missbrauchter Kinder

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Nichts für schwache Nerven – Demagogie im CDU-Wahlkampf auf den Rücken minderjähriger Opfer:

via netzpolitik.org Dort gibt’s auch das Transcript zum Video.

Das Entsetzen über diese unerhörte Rede der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) vom 17. August 2009 im Salzbrunnenhaus, Sulzbach und ihre Attacken gegen Linke (wen immer sie damit meinte), Piratenpartei und Chaos Computer Club (CCC) zieht Kreise, zunächst in Blogs (Schockwellenreiter, Stefan Niggermeier), jetzt auch in den Printmedien (Sueddeutsche, Spiegel).

Written by Frank Kerkau

August 24th, 2009 at 7:50 pm

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Zensur: CDU wirft Spiegel TV aus Kita

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Ertg_11082124cSpiegel unerwünscht! Spiegel TV Magazin dokumentiert, wie Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Berichterstattung demokratischer Medien unterbindet – trotz Einladung per Pressmitteilung (Video).

Drehort: Ostfriesland, Kindertagesstätte. Ein Kamera-Team des Spiegel TV Magazins ist vor Ort, um über den Besuch der Familienministerin in einer Kita zu berichten. Doch hierarchisch korrekt wird der Dreh verhindert. Erst Security, dann MdB Gitta Connemann (CDU) und nach einer politisch nicht ganz korrekten Aufzeichnung durch ein Fenster zieht sich von der Leyen schliesslich aus der Debatte um Pressefreiheit ohne offizielle Stellungnahme zurück und delegiert den Rauswurf nun wieder juristisch korrekt an das Hausrecht.

Ich wette, Springer wäre das so nicht passiert (siehe Bild).

Written by Frank Kerkau

August 23rd, 2009 at 10:45 pm

Bankenrettung: Jahrhundertsegen für Kredithaie und Privatiers

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big_deal_hreHandelsblatt freut sich: “Bund verdient mit Bankenrettung 300 Millionen” und vergisst die Staatsverschuldung von 1,7 Billionen Euro.

Der Bund setzt für die Bankenrettung nicht sein eigenes sondern nur geliehenes Geld ein. Der “Verdienst” (Zinsen und Gebühren) wird an die Gläubiger (Banken, reiche Privatpersonen) durchgereicht. Damit entpuppt sich der Banken-Rettungsschirm als Jahrhundertsegen für Kredithaie und Privatiers – ohne jedes Risiko und notfalls zu Lasten der Steuerzahler.

Zinsen und Gebühren wandern zwar zum Bund aber gleich weiter in die Taschen der Gläubiger des Staates. Stell Dir vor, Du nimmst einen Kredit auf und nutzt Deine Bonität und die Deiner Familie, um das Haus Deines insolventen Nachbarn zu retten. Was – ausser dem Risiko – hast Du davon? Nur die Bank gewinnt! Wer seinen Haushalt durch Avalprovisionen aufzubessern sucht, statt Kredite zurückzuzahlen, macht ein schlechtes Geschäft, denn in der Regel betragen Kreditzinsen ein Vielfaches von Bürgschaftsgebühren. Bund und SoFFin gehen für uns ins volle Obligo. Zum Glück haben wir Dank Ackermann, Merkel und Steinbrück alle Zeit der Welt, solange uns nur nicht die Steuerzahler ausgehen und noch pfändbare Sozialleistungen vorhanden sind.

Written by Frank Kerkau

August 23rd, 2009 at 8:06 am

Associated Press plant Online-Überwachung geklauter Inhalte

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APnewsregistry_klDie weltweit grösste Nachrichtenagentur Associated Press (AP) plant, ihre Online-Nachrichten komplett auf das hNews-Format umzustellen und mit einem Geheimcode, einem sogenannten “tracking beacon”, zu versehen, um so die Nutzung in Echtzeit zu überwachen.

hNews ist ein durch AP speziell entwickeltes Daten-Format für Nachrichten, das erlaubt, Meldungen mit Schlagwörtern und Beschreibungen oder auch zusätzlichen Codes zu versehen. Ziel des “tracking beacons” ist die automatische Filterung von unlizensiertem Content. Bei jedem Aufruf (Klick) wird dabei ein Signal an die AP-Datenbank (AP news registry) gesendet und der Anbieter mit dort registrierten Kunden abgeglichen. Ist die Webseite nicht erfasst und veröffentlicht unerlaubt AP-Inhalte, könnte die Agentur den Betreiber identifizieren und gegen ihn nach dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) vorgehen. Betroffen wären alle Texte (auch Teaser, Zitate), Fotos und Videos, die entweder manuell oder automatisch per Quelltext auf Internetseiten eingebunden oder per News-Feeds zu lesen sind. Registriert werden unter anderem der Inhalt, IP-Adresse des Lesers, Adresse des Webservers und die Zeit der Nutzung. Dabei stellt sich die Frage, wessen Einnahmen AP schützen will, die der Journalisten als Urheber oder ihre eigenen, wie Daggle vermutet.

Der Start der Registratur ist für den 15. November 2009 geplant. Das Gesamtprojekt soll Anfang 2010 online gehen.

Keine Überwachung der Leser?
Wie AP gegenüber Zachary M. Seward (niemanlab.org) mitteilte, seien nicht die Leser der illegal übernommenen Inhalte das Ziel sondern die Anbieter. Jedoch, schreibt Seward weiter, könnte künftig alles möglich sein. Wir erinnern uns an die Verfolgung der Konsumenten von Raubkopien über ihre IP-Adressen durch die Musik- und Film-Industrie. Sollte die Entwicklung bei der Überwachung von journalistischen Inhalten in eine ähnliche Richtung gehen, will AP auf Transparenz setzen. Ob dadurch die Leser geschützt werden, die ja gar nicht wissen können, ob ein Text, Bild oder Video ohne Lizenz veröffentlicht wurde, bleibt offen.

Leuchtfeuer entfernen?
Seward geht davon aus, dass der AP-Code auf Javascript basiert. Durch “copy und paste” (Strg+C, Strg+V) könnte er bei Texten ausgehebelt werden. Bilder würden durch einen simple Kopie per Screenshot davon gereinigt. Jedoch verbietet das DMCA solche Handlungen ebenfalls. Des Weiteren plant AP für solche Fälle eine redundante passive Kontrolle durch Crawling von Webseiten, ähnlich dem einer Suchmaschine.

Auch deutsche Medien planen Überwachung
So will die Deutsche Presseagentur (dpa) mit Hilfe von Attributor, einem Unternehmen aus Kalifornien, nach “digitalen Raubdrucken” suchen, meldet taz. Sobald eine Webseite durch geklaute Inhalte, Werbeeinnahmen erzielt, soll nach dem Prinzip der Plattform FairShare der Werbedienstleister einen Teil der erzielten Erlöse an die Rechteinhaber abführen. Um das Abschalten von unerlaubter Verbreitung geht es dabei weniger. Vielmehr suchen Medien und Journalisten nach Möglichkeiten ihre Werke zu monetarisieren und dabei die Reichweite der illegalen Nachdrucker für sich zu nutzen, bislang zum beiderseitigen Vorteil. Denn eine Studie von Attributor vom November 2008 hatte ergeben, dass geklaute Texte ein um 140 Prozent grösseres Publikum erreichen als ihre Originale.

Künftig könnten Journalisten und Blogger der ungefragten Nutzung ihrer Inhalte entspannt entgegen sehen. Die Betreiber solcher Seiten würden aber weniger verdienen als die Rechteinhaber. Das halte ich für gerecht.

Grafik: AP Pressemitteilung

Written by Frank Kerkau

August 20th, 2009 at 8:00 am

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Springer im wirtschaftspolitischen Kontext

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springer_kontakteDie Axel Springer AG behauptet von sich, sie sei ein unabhängiges Medienunternehmen. Wir zweifeln und schauen uns Aktionärsstruktur, Vorstand und Aufsichtsrat an:

Die Aktionäre

  • Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. (51.55%)
    • Dr. h. c. Friede Springer (90%)
    • Axel Sven Springer
    • Ariane Springer
  • Dr. h. c. Friede Springer (7.0%)
  • Deutsche Bank AG (8.35%)
  • Dr. Michael Lewis (3.63%)
  • H&F Corporate Investors IV (Bermuda) Ltd. (1.6%)
  • Dr. Mathias Döpfner (1.45%)
  • Vorstand (0.19%)
  • Dr. Giuseppe Vita (0.03%)
  • Oliver Heine (0.01%)
  • Axel Springer AG (9,99%)
  • Streubesitz (16.2%)

Der Vorstand

  • Dr. Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender / Aufsichtsratsmitglied bei Time Warner, Ripplewood – RHJI, dpa)
  • Rudolf Knepper (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender)
  • Lothar Lanz
  • Dr. Andreas Wiele

Der Aufsichtsrat

  • Dr. Giuseppe Vita (Aufsichtsratsvorsitzender / Aufsichtsratsvorsitzender der Deutz AG, Vorsitzender der Verwaltungsräte der Allianz S.p.A., Mailand und der Banca Leonardo, Mailand; Mitglied der Verwaltungsräte von Barilla SpA, Parma und Humanitas SpA, Mailand)
  • Dr. h. c. Friede Springer (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende / Patin der Kinder Döpfners, Mitglied der CDU, Mitglied der 13. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten, mit Angela Merkel befreundet)
  • Dr. Gerhard Cromme (Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens, Aufsichtsratsmitglied bei ThyssenKrupp, Allianz SE, Lufthansa, E.ON, PNB Paribas, Suez S.A.)
  • Dr. Micheal Lewis (britischer Geschäftsmann, mit Dr. Friede Springer befreundet)
  • Klaus Krone (Berliner Unternehmer, Vorstandsvorsitzender des Telekommunikationsunternehmens Krone AG)
  • Prof. Dr. Wolf Lepenies (Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Fritz Thyssen Stiftung, Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften)
  • Dr. Michael Otto (Vorstandsvorsitzender der Otto-Gruppe – Otto-Versandhaus, Aufsichtsratsmitglied in der Gerling-Konzern Versicherungs-Beteiligungs-AG, Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG)
  • Brian M. Powers (CEO von Hellman & Friedman – H&F, Aufsichtsratsmitglied bei Getty Images, Inc.)
  • Oliver Heine (Hamburger Rechtsanwalt)

Ich vermute mal, dass bei Springer keine Interessenkonflikte vorliegen. Gemäss Media-Analyse erzielt die Axel Springer AG eine Reichweite von rund 58 Millionen Lesern, davon erreicht allein die BILD Deutschland täglich rund 12 Millionen Leser.

Grafik: wirtschaftsthemen.net

Written by Frank Kerkau

August 19th, 2009 at 8:00 am

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Bankguthaben: Wir sichern unser Geld!

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3226484450_7b8692c909_oklGiroguthaben, Festgeld, Tagesgeld, Termingeld oder Sparbuch – sie alle gehören zu den sogenannten Bankeinlagen, für die eine Bank mit ihrer Bonität gerade steht. Der Kunde konnte in der Vergangenheit darauf vertrauen, dass sein Geld bei einer Bank sicher und gut aufgehoben war. Seit der Finanzkrise ist das anders. Am besten ist, wir helfen uns selbst.

Die Finanzkrise hat die Bankenlandschaft in zwei Lager gespalten – das der gewissenlosen Global Player (Grossbanken) und das Lager der solide wirtschaftenden Institute (Sparkassen, Volksbanken).

Dabei sind viele Grossbanken nicht etwa allein durch Krise, Verflechtung, miserables Risikomanagement oder mangelnde Bankenaufsicht in Schieflage geraten bzw. Pleite gegangen, sondern nicht zuletzt auch durch ihre äusserst geringe Eigenkapitaldecke, die mit jedem neuen operativen Verlust in Verbindung mit horrenden Bonuszahlungen und Dividenden-Ausschüttungen weiter schrumpft. Die meisten angeschlagenen Banken werden so nur noch durch Kapitalflüsse von Staat und Zentralbanken künstlich am Leben gehalten. Einen echten Substanzwert als Sicherheit für Sparer gibt es nicht. Den Schutz der Guthaben soll zwar die Einlagensicherung übernehmen, jedoch liegt dem wiederum das haftende Eigenkapital zugrunde. Gemäss Bankenverband sollten bis zu 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals pro Anleger als Sicherheit dienen. Sollte das wirtschaftliche Eigenkapital jedoch ins Negative kippen, ist diese Sicherung keinen Pfifferling wert. Die Sicherungsgrenze für Privatanleger, Personengesellschaften und kleine Kapitalgesellschaften liegt bei 50.000 Euro. Guthaben darüber hinaus sind nicht gesichert.

Dagegen hilft auch nicht die mündliche medienwirksame Zusicherung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), denn eine Rechtsgrundlage hat die derzeitige Bundesregierung bis dato nicht geschaffen. Am 27. September sind Wahlen. Dass die nachfolgende Regierung zu Merkels Aussage steht, kann man nur hoffen. Sicher ist auch das nicht.

MaRisk für Sparer und Anleger
Wie sollten sich Sparer und Anleger nun verhalten? Wer Guthaben über 50.000 Euro bei einer Grossbank hält, kommt künftig nicht umhin, wie ein Investor zu agieren. Er muss Geschäftsberichte und Bank-Bilanzen lesen und sein Vermögen zwecks Risiko-Streuung verteilen (Diversifikation). Er muss sich sogenannte Banken-Limits setzen, wie es Geldinstitute untereinander auch tun. Wobei das Guthaben pro Konzernverbund einen Betrag von 50.000 Euro nicht überschreiten sollte. Zudem stellen Banken mit globaler Abhängigkeit von internationalen Finanzmärkten und ausgeprägter Vorliebe für Investmentbanking für uns ein erhöhtes Risiko dar.

Beispiel
Wir wollen 150.000 Euro als Festgeld anlegen.

Falsch!
50.000 Euro bei Deutsche Bank, 50.000 Euro bei Postbank und 50.000 Euro bei Deutsche Bank 24. Sie gehören alle zu einem Konzernverbund und sind wirtschaftlich voneinander abhängig.

Richtig!
50.000 Euro bei Deutsche Bank, 50.000 Euro bei Hypovereinsbank, 50.000 Euro bei Commerzbank. Hier handelt es sich um drei verschiedene wirtschaftlich voneinander unabhängige Unternehmen.

Sparkassen und Volksbanken als solide Anlage-Alternative
Sparkassen waren nicht am grossen Finanz-Casino beteiligt. Ihre Einlagensicherung umfasst drei Stufen:

  1. Regionale Stützungsfonds der Sparkassen
  2. Sicherungsreserve der Landesbanken
  3. Überregionaler Ausgleich.

Diese drei Stufen sichern – anders als die Einlagensicherung der Grossbanken – 100 Prozent unseres Guthabens.

Volksbanken hielten sich ebenfalls aus dem Wall Street-Casino raus und bieten wie die Sparkassen 100-prozentigen Schutz für unser Geld ohne betragliche Begrenzung.

Ausländische Banken
Wer sein Geld einer ausländischen Bank anvertrauen möchte, sollte sich zuvor genau ihre Zahlen, ihre Sicherungssysteme und die des entsprechenden Staates anschauen. Kaupthing-Kunden hatten Glück. Das muss aber nicht immer so sein. Auch hier gilt das Prinzip der Risiko-Streuung.

Foto: voobie / Flickr / cc

Written by Frank Kerkau

August 18th, 2009 at 8:00 am

Realsatire um Tweet#1

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Auch wenn es sich nur um 140 Zeichen für eine Meldung über den Micro-Blogging-Dienst Twitter handelt, ist Social Media für Unternehmen wohl doch nicht ganz so einfach, wie es sich Twitter-Erfinder Jack Dorsey vorgestellt hatte. Trendopfer hat den langen Weg zu Tweet#1 dokumentiert.

Written by Frank Kerkau

August 17th, 2009 at 8:15 pm

Posted in Strategie

Tipp: smava.de – Echte Schnäppchen für Investoren!

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Zwei Beispiele belegen: Kapitalanleger können auf smava.de richtig absahnen – fast ohne Risiko und mit kleinsten Geldbeträgen!

smava.de ist eine Online-Plattform auf der Kredite fair und von Mensch zu Mensch vermittelt werden. Die Kredite sollen oftmals billiger als bei einer Bank sein, so wirbt das Portal für sich. Die Resonanz in Blogs und Medien war bislang fast durchweg positiv. Denn smava.de bezieht die Bonitätseinstufung der Kreditnehmer von Schufa und der biw Bank. Die Zinssätze der Kredite richten sich nach Bonitätsklassen und dem KDF-Indikator. Je besser eine Bonität, umso günstiger der Zinssatz. Für Anleger gilt entsprechend, je geringer das Ausfallrisiko, desto geringer die Rendite. Das ist jedoch nicht immer so, wie zwei Beispiele belegen.

sm_inv_6kBeispiel 1
Kreditnehmer “X” benötigt eine Finanzierung von 6.000 Euro. Die Laufzeit soll 60 Monate betragen. Von der Schufa bekommt Kreditnehmer “X” die zweitbeste Bonität “B”. Sein KDF-Indikator “1″ bedeutet, dass dieser Kreditnehmer nur bis 20 Prozent seines nach Lebenshaltung und sonstigen Ausgaben frei verfügbaren Einkommens für den Kredit aufwendet. Der Kreditwunsch wurde von Anlegern bei smava.de finanziert – mit einem Nominalzinssatz von 9,0 Prozent und einer zu erwartenden Rendite von 7,8 Prozent bei einem Einsatz von nur 500,00 Euro. Solche Konditionen bekommen weder Anleger noch Kreditnehmer bei keiner Bank.

sm_inv_3kBeispiel 2
Kreditnehmer “Y” benötigt einen Kredit über 3.000 Euro. Die Laufzeit beträgt 36 Monate. Auch Kreditnehmer “Y” bekommt durch die Schufa die zweitbeste Bonitätseinstufung “B” und sein KDF-Indikator liegt ebenfalls bei “1″. Trotz Bomben-Bonität wurde der Kreditwunsch mit einem dispoverdächtigen Nominalzinssatz von 9,7 Prozent finanziert. Die Rendite beträgt bei einem Einsatz von 2.000 Euro satte 8,4 Prozent.

Tipp für smava-Anleger
Wer auf smava.de auf Schnäppchenjagd geht, sollte sich nach Bonitäten der Klassen “A” bis “C” (Ausfallrisiko bis 3,6 Prozent) mit einem KDF-Indikator bis maximal “2″ (Kapitaldienst: 20 bis 40 Prozent des freien Netto-Einkommens) bei Zinssätzen von 7 Prozent oder höher umschauen. Durch die geringen Risiko-Aufschläge bei solch zahlungskräftigen Kreditkunden kann eine gute Rendite bei geringem Anlagerisiko erwirtschaftet werden. Im Gegenzug sind diese Aufschläge bei schlechteren Bonitäten sehr hoch und können die Rendite erheblich reduzieren. Trotz Zinssätze bis 18 Prozent gilt zu beachten, dass zwar ein Anlegerpool bei drohenden Ausfällen einspringt, jedoch die Tilgung sinkt und Zinszahlungen völlig entfallen können. Zudem helfen nur Anleger im eigenen Pool, also alle, die meinetwegen Schufa-Bonitäten “F” finanzierten, helfen sich bei Zahlungsrückständen und Ausfällen. Finanzierer besserer oder schlechterer Schufa-Bonitäten helfen nicht, sondern bleiben ebenfalls unter sich.

Written by Frank Kerkau

August 17th, 2009 at 8:00 am