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Benzin-Gipfel: So soll der E10-Flop zum Kassenschlager werden

Bundesregierung, Automobilhersteller, Mineralölwirtschaft und Branchenverbände haben sich geeinigt. Eine Image-Kampagne muss das E10-Super-Experiment jetzt retten.

Nach der massiven Kritik in den letzten Tagen am Biosprit E10 hatte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) für gestern zum Benzin-Gpfel geladen. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sowie Vertreter aus Automobilindustrie, Mineralölwirtschaft und Branchenverbänden folgten. Eine Stunde länger als die geplanten 90 Minuten dauerte das Treffen. Dann der Durchbruch: Eine grüne Pro-E10-Kampagne soll Vertrauen bei den Verbrauchern schaffen. Ein Verzicht auf den Biosprit gibt es nicht, weil die Tanklager der Raffinerien beinahe überlaufen. Der Absatz von PCK Schwedt liegt derzeit wohl gerade mal bei einem Viertel der produzierten Menge.

Um das Geschäft anzukurbeln, wird unter anderem der ADAC seine ablehnende Haltung zur verkorksten Markteinführung aufgeben und künftig gemeinsam mit dem AvD für den Agro-Sprit werben.

Für mehr Rechtssicherheit sollen an den Tankstellen E10-Verträglichkeitslisten (DAT-Listen) mit Hersteller-Garantie sorgen, in denen der Autofahrer nachschauen kann, ob sein Modell Super E10 verträgt. Der Tankwart wird die Autofahrer auf die DAT-Liste hinweisen.

Die Autohersteller wollen für die Angaben in der DAT-Liste haften.

Alle Händler und Werkstätten erhalten die rechtsverbindliche E10-Liste. Sie werden zur aktiven Informationspolitik gegenüber Kunden verpflichtet.

Des Weiteren will die Autobranche im Internet ein Portal mit Links zu den Webseiten der Hersteller einrichten, auf denen Autofahrer mit ihrer Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) die E10-Verträglichkeit ihres Autos prüfen können.

Bundesregierung und Landwirte verstärken ihre Aufklärung über die Klima- und Umweltschutzeigenschaften von Biokraftstoffen.

Einen Abnahmezwang für den Agro-Sprit E10 wird es laut Umweltminister Röttgen nicht geben.

BMWi



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