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Biosprit: Autofahrer haften für Motorschäden durch E10

Autofahrer haften grundsätzlich für Schäden an Motor und Kraftstoffanlage durch Super E10, warnt der ADAC. Auch wenn der Hersteller ein Fahrzeug für die Nutzung des Biokraftstoffs freigibt, liegt das Problem der Beweislast beim Autofahrer.

Wer sein Auto mit dem umstrittenen Biokraftstoff E10 betreibt, haftet auch für dadurch entstandene Schäden. So erklärt es Maximilian Maurer vom ADAC gegenüber dem Berliner “Tagesspiegel” vom morgigen Dienstag. Darf ein Fahrzeug laut Hersteller mit E10 betrieben werden, haftet er natürlich. Aber der Autofahrer muss dann anhand von Belegen beweisen, dass er immer richtig getankt hat und dass die Schäden an Motor und Kraftstoffanlage auch tatsächlich durch den Kraftstoff entstanden sind. Dazu seien möglicherweise teure Gutachten nötig. Auf den Rat von Tankwart oder Werkstatt sollten sich Autofahrer nicht verlassen, warnt Maurer. Sie würden im Schadensfalle zwar haften, aber wer gibt vor Gericht schon zu eine Falschberatung zu?



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  • bmw-fahrer Februar 8, 2012, 00:14

    Motorschaden durch E10 Kraftstoff
    So, jetzt ist es amtlich. Mein BMW 325i Touring (Bj. 09/2005, mittlerweile 102000 km Laufleistung) hat einen Motorschaden, der meiner Meinung nach auf den Betrieb mit E10 zurückzuführen ist.
    Bis Mitte 2011 brauchte mein BMW 1 Ltr. Motoröl auf ca. 8000-10000 km. Dann habe ich Mitte letzten Jahres komplett auf E10 umgestellt und innerhalb von 2 Monaten und ca. 4000 gefahren Kilometern stieg der Ölverbrauch plötzlich auf 1 ltr. Öl auf ca. 1500 km an.
    BMW sagt dazu: “… Ihre Einschätzung, dass der Schaden durch den Betrieb mit E10 Kraftstoff entstanden ist, teilen wir jedoch nicht….” (Auszug eines Antwortschreibens auf eine von mir verfasste Beschwerde).
    Laut meiner BMW-Werkstatt ist nun ein Schaden von ca. 7000 Euro entstanden.
    Wenn man nun noch bedenkt, dass selbst wenn kein Motorschaden entsteht der Kraftstoffverbrauch um ca. 10% steigt (bei mir zumindest), die Einsparung des CO2-Ausstoßes dabei aber nur um ungefähr 10-15% gesenkt wird, frage ich mich, was das Ganze denn überhaupt soll. Letzten Endes wird die CO2-Einsparung durch den höheren Verbrauch und dadurch wieder höheren CO2-Ausstoß nahezu vollständig relativiert.
    Für mich ist das eine komplette Verarschung seitens der deutschen Regierung und der Automobilindustrie.

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