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Biosprit: Warum verträgt mein Auto E5, aber kein E10?

Experten warnen generell vor Super E10, weil der 10-prozentige Anteil an Ethanol zu Schäden an Motor und Kraftstoffanlage führen kann. Aber trifft das nicht auch auf den Biokraftstoff Super E5 zu?

super e10 by Gerd Altmann pixelio.de

Bislang hieß es, dass rund vier Millionen vor allem ältere Autos den neuen Biosprit Super E10 nicht vertragen. Aber inzwischen hat nun auch der Leiter der Mechanikentwicklung von BMW gegen über der Welt am Sonntag seine generellen Bedenken zum Einsatz von E10 in Autos geäussert. Demnach kann Wasser aus den Verbrennungsgasen kondensieren und das Motorenöl verdünnen, was kürzere Intervalle der Ölwechsel notwendig machen würde. Davon wären dann alle Autos betroffen. Gesicherte Erkenntisse soll es bislang nicht geben.

Ist der Biosprit Super E5 auch gefährlich?

Wenn Hersteller erklären, dass ihre Autos die Kraftstoffsorten E5 oder E10 vertragen, bedeutet das noch lange nicht, dass der Benzin-Ethanol-Mix für diese Autos auch gut ist. Man kann zwar mit diesen Kraftstoffsorten fahren, aber zum erhöhten Verschleiß kommt es trotzdem. Wie hoch der in Wirklichkeit ist, kann bisher niemand sagen, weil es noch keine belastbaren Langzeituntersuchungen gibt. Bei geringerem Ethanol-Anteil werden Schäden eben erst nach längerer Nutzung sichtbar.

Zudem soll nach einem Bericht des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) der ADAC in einer Blitz-Untersuchung im Februar dieses Jahres festgestellt haben, dass die Mineralölkonzerne in den E5-Kraftstoff weiter weniger als fünf Prozent oder gar kein Ethanol beimischen. Auch E10 enthält nach neuesten Erkenntnissen zwar mehr als fünf Prozent Bioethanol, jedoch weniger als 10 Prozent.

Wenn aber schon auf die Anteile von Ethanol im Kraftstoff kein Verlass ist, wer will dann zuverlässig sagen, ob ein Auto den Biokraftstoff wirklich verträgt oder nicht?

Foto: © Gerd Altmann / PIXELIO



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