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Reisen: So umfahren Sie den Stau

Urlaubszeit, Reisezeit, Stauzeit? Mit diesen cleveren Tricks meiden Sie das gefürchtete Verkehrchaos auf Deutschlands Autobahnen trotz Ferienzeit.

Autobahn Stau

Im Jahr 2010 gab es laut ADAC 185.000 Staus in Deutschland. Die Staulänge betrug insgesamt 400.000 Kilometer. Ein Anstieg von 50.000 Kilometern oder 32 Prozent gegenüber dem Jahr 2009.

Mit der richtigen Taktik können Verkehrsteilnehmer Staus umfahren:

Auf alternative Verkehrsmittel ausweichen: Wer im Urlaub auf sein Auto verzichten kann, sollte das auch tun. Lassen Sie mal die anderen für sich arbeiten. Die Reise per Bahn, Schiff oder Flugzeug ist wesentlich entspannter als eine lange Autofahrt und billiger allemal. Am Urlaubsort kann man dann immer noch einen Mietwagen nehmen.

Wer nicht auf das eigene Fahrzeug verzichten mag, sollte folgende Tipps beachten:

Autozug: Mit dem Autozug der Deutschen Bahn können Sie ihr liebstes Spielzeug ganz entspannt auf Reisen mitnehmen. Motorräder bekommen sogar Rabatt. Ob innerhalb Deutschlands, nach Italien, Österreich oder Frankreich – über Nacht erreichen Sie im Schlaf ihr Reiseziel, umfahren bequem alle Verkehrshindernisse und haben am Urlaubsort ihr Auto trotzdem dabei.

Gute Reiseplanung: Es lohnt sich auf jeden Fall, die gefährdeten Stau-Abschnitte zu kennen und eine alternative Route zu wählen. Hier hilft zum Beispiel der neue Stauservice auf Google Maps.

Autobahnen bevorzugen: Auf einer Autobahn können wesentlich mehr Fahrzeuge fahren als auf einer Landstraße. Hier kommt man grundsätzlich schneller voran und das Staurisiko ist geringer.

Stauzeiten meiden: Wer seine Reise in der Nacht antritt, hat gute Chancen vor einem Stau herzufahren. Zudem sind die Temperaturen angenehmer, was die Konzentration erhöht und die Unfallgefahr senkt.

Ferienkalender beachten: Wer seine Reise einige Tage vor oder nach Beginn von Ferien in einem Bundesland antritt, muss sich um den großen Ferien-Stau wenig Gedanken machen.

Navigationsysteme: Laut Automobilclub von Deutschland (AvD) regieren die meisten Navis übereifrig und warnen, wo es nichts zu warnen gibt.

Staumeldungen: Während der Fahrt sollten die Verkehrsmeldungen der regionalen Radio-Sender verfolgt werden. Die frühzeitige Warnung hilft, alternative Routen zu nutzen. Die meisten Verkehrsschilder warnen nur vor besonders gefährdeten Abschitten. Stauwarnungen von Behörden kommen oft zu spät. Wertvoll sind die Stau- und Geschwindigkeits-Hinweise auf automatischen Schilderbrücken, weil sie schnell auf die aktuelle Verkehrssituation reagieren.

Mach mal Pause: Nichts ist anstrengender als “stop and go” in der Hitze. Dann lieber die nächste Abfahrt wählen und gemütlich zu Mittag essen. Das nimmt die Emotionen raus und entspannt.

Fahrspur halten: Auch durch häufigen Wechsel der Fahrspur kommt man nicht schneller voran. Man zwingt die anderen zum bremsen und erhöht damit Stau- und Unfallrisiko.

Zügig mitfahren: Die Geschwindigkeit sollte dem allgemeinen Verkehrsfluss angepasst sein. Raser oder Bummler stiften Unruhe und sind häufig Ursache von Unfällen und Staus.

Trotz Unfall nicht gaffen: Ist eine Unfallstelle bereits gesichert, dann sollte zügig weitergefahren werden. Gaffer und Zaungäste behindern Verkehr und Rettungsmaßnahmen.

Foto: Rainer Ebert / CC



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