Finanzen

Goldpreis: Trend 2013 mit Kursziel 1000 US-Dollar







by Frank Kerkau on April 21, 2013

Gold, Goldpreis, Goldbarren

Gold wird weiter im Wert fallen. Der Abwärtstrend bleibt intakt. Das Edelmetall wird zum Spekulationsobjekt von Investoren.

Bereits Anfang April hatte Gold begonnen, an Wert zu verlieren. Am 13.04. warnte Analystin Marion Schlegel in “Der Aktionär” vor einem weiteren Kursrückgang. Dass der dann bis 15.04. so schnell und so heftig erfolgte, hat viele Marktbeobachter überrascht. Dabei war doch längst klar, dass Gold massiv überhitzt ist. Immerhin war das Edelmetall bereits 2005 – lange vor der Finanzkrise – von 416,70 US-Dollar losmarschiert, um seinen Wert fast zu verfünffachen. Dieser kometenhafte Kursanstieg war durch keine fundamentalen Daten gerechtfertigt und die Blase musste irgendwann platzen.

Jetzt hat der Goldpreis so ziemlich alle Widerstände und Unterstützungen nach unten durchbrochen und an der 200 Tage-Linie gestoppt. Am Freitag betrug der Kurs 1.405,80 US-Dollar. Sollte der 200-Tage-Durchschnitt nachhaltig nach unten gekreuzt werden, scheint ein Test das nächsten Widerstandsbereichs bei 1.179 US-Dollar möglich. Danach wäre der Weg frei bis zu einer massiven Widerstandszone bei 900 US-Dollar. Dass Gold mit dem Mini-Crash die Ausbildung eines klassischen Doppeltops abgeschlossen hat, spricht ebenfalls für einen weiteren Preisverfall.

Fundamental hat sich bei Gold nichts geändert. Darin sind sich die Analysten einig. Die Finanz- und Schuldenkrise ist noch lange nicht überstanden. Unsicherheiten bleiben im Markt. Daher hätte es gar nicht nicht zu solch massiven Verkäufen kommen dürfen, wie wir sie letzte Woche gesehen haben. Experten rätseln nun, wie es zu dem historischen Kursrutsch kommen konnte und ob Gold überhaupt noch ein berechenbares Investment sei. Schuld am Mini-Crash seien große Investoren und Banken gewesen, die erst den Preis des Edelmetalls nach oben schwatzten, um dann auf fallende Kurse zu wetten und mit Verkäufen ihrem Glück etwas nachhalfen. Die damit ausgelösten automatischen Verkaufsorders verursachten dann den Crash, so die These von Rohstoff-Experte Jan Kneist von Metals & Mining Consult. Immerhin würde der Goldpreis mittlerweile zu einem Drittel durch Investoren beeinflusst. Zudem sei die Nachfrage nach physischem Gold durch die Industrie zurückgegangen, erklärt Nadine Oberhuber in der FAZ.

Foto: digitalmoneyworld / CC

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