Wirtschaftsthemen

Notizen über Wirtschaft und Finanzsystem

Archive for the ‘Verbraucher’ Category

Volkssparpaket: Wir senken unsere Ausgaben

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piggy bank sparschwein muenzenDie Merkel-Regierung beschloss heute ihr bizarres Haushaltsbegleitgesetz. Wir müssen unseren Gürtel enger schnallen, um Pleite-Banken und gierige Manager durchzufüttern. Wirtschaftsthemen erklärt, wo wir Bürger sparen können:

Alles muss raus! Was die Regierung kann, kann Deutschland schon lange. Wir kürzen unsere privaten Ausgaben und beginnen dort, wo wir am wenigstens für unser Geld erhalten, bei Versicherungen, Zigaretten, Alkohol und Benzin.

Versicherungen
Eine Versicherung ist ein Geschäft mit der Angst. Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sind dennoch Pflicht, weil sie unsere Existenz absichern. Hausrat, Privathaftpflicht oder Kasko sind dagegen nur etwas für besonders ängstliche, die glauben, sich ihre Konsumgüter im Schadenfall nicht selbst wieder erarbeiten zu können. Wann war das letzte Mal Ihr Haus eingestürzt, wann hatten Sie sich zuletzt auf die Designerbrille Ihres Chefs gesetzt und haben Hausrat oder Auto noch den Wert, zu dem sie versichert sind?

Tabak
Wussten Sie, dass der Grossteil des Zigarettenpreises beim Fiskus landet? 14,5 Milliarden Euro nahmen Bund und Länder im Jahr 2007 durch Deutschlands Tabakkonsum ein. Müssen wir unser Leben riskieren, damit der Staat Pleite-Banken wieder aufpäppeln kann?

Alkohol
Durch unseren Alkoholkonsum nimmt der Bund jährlich rund zwei Milliarden Euro ein. Dabei schmeckt das Zeug nicht einmal, macht aber abhängig und schädigt unsere Gesundheit. Wenn wir unseren Alkoholverbrauch nur halbieren würden, hätte Deutschland eine Milliarde an Steuern gespart.

Energeisteuer (Minaralölsteuer)
Der Steueranteil pro Liter Benzin hat sich zwischen 1951 und 2003 auf 0,65 Euro verneunfacht. Im selben Zeitraum hat sich der Steueranteil pro Liter Diesel auf 0,47 Euro verzehnfacht. Der PKW-Bestand Deutschlands explodierte zwischen 1950 und 2010 um das 70-fache auf 42 Millionen Fahrzeuge, während die Bevölkerung im selben Zeitraum um fast 20 Prozent zulegte. Wer träumt nicht von so einem Geschäftsmodel, das dem Staat jährlich über 40 Milliarden Euro an Energiesteuern in die Kassen spült? Die Kosten für Umwelt und verbrachte Zeit im Stau kommen noch oben drauf. Schon wer im Sommer als Schönwetterradler unterwegs ist, spart nicht nur erheblich Steuern sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten seines Autos, er tut auch noch etwas Gutes für seine Gesundheit.

Bonus-Sparen bei Medikamenten
Stimmen Sie mir zu, wer weniger raucht, trinkt und mehr mit Fahrrad statt Auto unterwegs ist, lebt gesünder und benötigt weniger Medikamente? Dann verrate ich Ihnen noch, dass vom Arzneimittelpreis 25 Prozent also ein Viertel an den Fiskus gehen, 15 Prozent kassieren die Apotheken und vier Prozent der Grosshandel. Das Pharmaunternehmen erhält lediglich 56 Prozent von dem, was der Patient über seine Beiträge an die Krankenkasse bezahlen muss. Ist dieses Preis-Leistungsverhältnis noch gerecht? Gesündere Lebenweise zahlt sich also doppelt aus.

Wer weitere Ideen zum Bürger-Sparen hat, immer her damit.

Zahlen: DESTATIS, vfa
Foto: swimparallel / CC

Written by Frank Kerkau

September 1st, 2010 at 5:07 pm

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Preisverfall: Smartphones werden billiger

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Die Preise von Smartphones purzeln in den Keller.

Written by Frank Kerkau

August 27th, 2010 at 3:30 pm

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Bargeld kostenlos am Geldautomaten abheben

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geldautomat bankomatPrivatbanken wollen für Nicht-Kunden die Gebühren ihrer Geldautomaten auf 1,95 Euro senken, meldet der Bundesverband deutscher Banken (BdB). Wirtschaftsthemen erklärt, wie Sie kostenlos an Ihr Bargeld kommen.

Cash Group
Privatbanken, wie Deutsche Bank oder Hypovereinsbank, haben sich zur Cash Group zusammengeschlossen. Ihre Kunden können mit Bankkarte oder der ec-/Meastro-Karte kostenlos an 9.000 Geldautomaten mit dem Cash-Group-Symbol Bargeld abheben. Zusätzlich bieten die Kassen von 1.300 Shell-Tankstellen mit Postbank-Kennzeichen den Kunden der Privatbanken kostenlosen Bargeldbezug.

CashPool
Zum Verbund CashPool gehören kleinere Bankhäuser. Ihre Kunden erhalten an 2.500 Bankautomaten kostenlos Bargeld.

Sparkasse
Sparkassen-Kunden heben aktuell an 25.700 Geldautomaten ihr Bargeld ab ohne zusätzliche Gebühren. 90 Prozent aller Kunden nutzen gar keine Geldautomaten anderer Kreditinstitute, teilt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit.

Volks- und Raiffeisenbanken
Die Volks- und Raiffeisenbanken bieten ihren Kunden bundesweit an 18.000 Geldautomaten kostenlosen Bezug von Bargeld.

Online-Banking
Auch Nutzer von Direktbanken mit Online-Banking ziehen billig ihr Bargeld vom Automaten. So bietet beispielsweise die Direktbank Deutsche Kreditbank AG (DKB) ihren Kunden die Möglichkeit, mit der DKB-VISA-Card weltweit kostenlos Geldautomaten zu nutzen.

Kunden sollten sich daher vor der Kontoeröffnung informieren, welche Möglichkeiten ihre Bank bietet, um am Wohnort oder unterwegs kostenlos Bargeld vom Geldautomaten zu erhalten.

Foto: © FK

Written by Frank Kerkau

August 27th, 2010 at 3:57 am

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Geldanlage – Kostenfrage an die Verbraucherschützer

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question mark fragezeichenLiebe Verbraucherschützer und Finanztester,

der Preis eines Bausparvertrages beträgt 1 Prozent der Bausparsumme. Ein Rentenfonds kostet maximal 5 Prozent des Anlagebetrages und eine Kapitallebensversicherung bis zu 10 Prozent der Versicherungssumme. Das sind alles Geldanlagen, die ohne Verlustrisiko sichere Rendite über der Inflationsrate erwirtschaften.

Wieso sind diese Preise in Euren Augen ein Verbrechen, während der Kunde bei wirklich verlustreichen Geschäften, wie dem Kauf eines Fernsehers, eines Autos oder einer Uhr mit 50 Prozent Marge zur Kasse gebeten wird oder 100 Euro für ein paar Schuhe ausgibt, die in der Herstellung nur wenige Cent kosten? Diese Frage beantwortet mir mal und erzählt mir nicht, dass im Einzelhandel die Beratung besser wäre!

Wenn solide Finanzprodukte nix mehr kosten dürfen und Honorarberatung besser sei, dann will ich künftig auch alle anderen Waren zum Einkaufspreis.

Foto: Margaret Anne Clarke / CC

Written by Frank Kerkau

August 4th, 2010 at 10:54 pm

Beschwerde bei Zugverspätung? So erhalten Sie Ihr Geld

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bahnhof s-bahnAufgrund der Masse an Kunden-Beschwerden durch Zugverspätungen gehen nach eigenen Angaben der Bahn gerne den Beschwerdebriefen beigefügte Tickets verloren, so dass Schadensersatzforderungen ins Leere laufen (sueddeutsche). Damit Sie als Kunde ihren Anspruch nicht verlieren, sollten Sie bei der Forderung auf Fahrpreiserstattung nach Verspätungen einige Regeln beachten.

Seit 2009 muss die Bahn bei Zugverspätungen von mehr als 60 Minuten betroffenen Fahrgästen den halben Fahrpreis erstatten. Der Bahnkunde hat hier einen Rechtsanspruch.

Kunden, die aufgrund einer Verspätung die teilweise Erstattung des Fahrpreises einfordern möchten, sollten sich beim Zugbegleiter den Sachverhalt auf der Rückseite des Tickets schriftlich bestätigen lassen.

Wichtig! Machen Sie sich von ihren Tickets und weiteren Reiseunterlagen eine Kopie, damit Sie auch nach deren Versand an die Bahn noch etwas in der Hand haben.

Die Beschwerde erfolgt per Fahrgastrechte-Formular, das ebenfalls beim Zugbegleiter, am DB Service Point oder im DB Reisezentrum erhältlich ist.

Die Unterlagen mit der Forderung auf Erstattung müssen innerhalb eines Monats an das Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt am Main übersandt oder in einem DB Reisezentrum oder an einem DB Service Point abgegeben werden.

Wer keine Bestätigung der Verspätung durch die Bahn hat, sein Ticket in Kopie einreicht oder Preise von Sondertickets (z.B. Autozug) erstattet haben möchte, sollte seine Unterlagen direkt an das Servicecenter Fahrgastrechte, Frankfurt am Main senden.

Der Beschwerdebrief mit den Original-Nachweisen (Bahnticket, Übergangsfahrkarten, Hotelrechnung usw.) sollte per Einschrieben an übersandt werden. Bei persönlicher Abgabe lassen Sie sich auf einer Kopie des Formulars den Posteingang bestätigen (Posteingangstempel).

Wer mit der Entscheidung der Bahn bezüglich seiner Erstattung nicht einverstanden ist, sollte sich an das Servicecenter Fahrgastrechte, Frankfurt am Main wenden. Kommt es zu keiner Einigung hilft die entsprechende Schlichtungsstelle.

Weitere Informationen hält die Bahn unter Fahrgastrechte – Entschädigung – Fahrgastrechte-Formular bereit.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? War die Bahn bei Ihrer Entschädigung kulant?

Foto: kaffeeeinstein / CC

Written by Frank Kerkau

July 25th, 2010 at 3:12 pm

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Baufinanzierung – Warum der Kunde die Wertermittlung bezahlen muss

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villa mit poolUnd warum das Wertgutachten eine Dienstleistung ist, die NICHT im Interesse der Bank liegt.

Kunden freuen sich über niedrige Zinsen ihrer Baufinanzierung. Sie sparen durch ihre Immobilie als Kreditsicherheit im Vergleich zu einem Konsumentenkredit über die gesamte Kreditlaufzeit hunderttausende von Euro an Zinsen. Im Gegenzug geizen sie bei einigen hundert Euro für eine Wertermittlungsgebühr. Was Gerichte und Verbraucherschützer bei ihrer Parteiergreifung zu Gunsten der zahlungsunwilligen Häuslebauer übersehen, Banken sind laut Pfandbriefgesetz verpflichtet, einen Beleihungswert durch einen vom Vertrieb unabhängigen Gutachter ermitteln zu lassen. Das geschieht nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil es laut § 12 des besagten Gesetzes ohne Wertgutachten, welches die Deckungsstockfähigkeit einer Immobilie bescheinigt, keine zinsgünstige Baufinanzierung gibt.

Nochmal:
Keine Wertermittlung = kein Deckungsstock = keine zinsgünstige Baufinanzierung!

Will der Kunde bei seiner Immobilienfinanzierung Zinsen sparen, hat er zwei Möglichkeiten. Entweder er beauftragt selbst einen Gutachter, der den Beleihungswert nach § 16 Pfandbriefgesetz ermittelt und bezahlt diesen oder die Bauingenieure der Bank erstellen gesetzeskonform das Gutachten und werden dafür durch den Kunden bezahlt, wie sich das für eine Dienstleistung gehört.

Die Marge für eine Baufinanzierung liegt in Deutschland unter 1 Prozent pro Jahr. Bearbeitungs- und Wertermittlungsgebühr sind längst Geschichte. Kein Wunder, dass Banken der Zockerei verfallen, wenn im klassischen Bankgeschäft per Gerichtsurteil nix mehr zu verdienen ist.

Was Verbraucherschützer und Justiz hier betreiben, ist eine Unterwanderung des Schutzes und der Sicherheit des Hypothekenpfandbriefs sowie die Sorgfaltspflicht der Banken gegenüber Kapitalanlegern, die in solche Pfandbriefe investieren.

Hintergrund
Finanztest hatte gemeldet, dass das Oberlandesgericht Celle auf Antrag der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die BHW Bausparkasse zu einer Strafe in Höhe von 100.000 Euro rechtskräftig verurteilte (Az. 13 W 49/10), weil die BHW von ihren Kunden Wertermittlungsgebühren verlangte.

Foto: hmerinomx / CC

Written by Frank Kerkau

July 21st, 2010 at 3:45 pm

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Kostenloses Giro-Konto – DKB-Cash gewinnt auch Online-Umfrage

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DKB-Cash ist das kostenlose Giro-Konto der Deutschen Kreditbank (DKB). Gemäss einer Online-Umfrage auf kostenloses-giro-konto.com würde sich ein Drittel der bislang 1.740 Teilnehmer für das DKB-Internet-Konto entscheiden. Zum Vergleich stehen insgesamt fünf Angebote.

Ein attraktives Rundumpaket
Zu ihrem kostenlosen Online-Konto bietet die DKB eine VISA-Kreditkarte mit Partnerkarte zum Nulltarif bei aktuell 1,65 Prozent Guthabenverzinsung. Die Karte ist eine Kombination aus Debit- und Kreditkarte und kann per Überweisung oder Dauerauftrag von einem beliebigen Konto aufgeladen werden. Ihr Verfügungsrahmen setzt sich aus Guthaben und Kreditrahmen zusammen. Zudem gewährt die DKB auf dem Giro-Konto aktuell variable 0,5 Prozent Zinsen. Ebenfalls zum Nulltarif gibt’s die ec-Karte (Maestro) plus Partnerkarte. Seine Kontoauszüge verwaltet der Kunde online. Porto entfällt. Kopien wichtiger Dokumente, wie Personalausweis oder Versicherungspolicen, können im Online-Tresor der Bank verwahrt werden. Die Dispo- und Überziehungszinsen liegen im Moment mit moderaten 7,9 und 12 Prozent weit unter dem Branchen-Durchschnitt.

Testsieger
Im diesjährigen Test von Focus-Money belegte das DKB-Internet-Konto den ersten Platz unter 59 Angeboten von Online- und Filialbanken.

Gemäss Angaben der Bank wird DKB-Cash derzeit von 1,9 Millionen Kunden genutzt.

Screenshot: © DKB

Written by Frank Kerkau

June 26th, 2010 at 8:52 pm

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Kreditkarte oder Prepaid Kreditkarte?

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3027534098_f568868b9e_bklSind Nutzer von prepaid cards die schlechteren Menschen?

Kreditkarten scheinen in Deutschland die Visitenkarte für Kunden mit guter Bonität zu sein. Die Bank gewährt einen Verfügungsrahmen und die Beanspruchung muss der Karteninhaber zwischen vier Wochen und mehreren Monaten wieder ausgleichen. Wobei teilweise erhebliche Zinsen und Kosten anfallen können. Da bei solchen Karten die Gefahr der Überschuldung und des Missbrauchs besteht, bleiben sie Personen mit negativer Schufa oder Arbeitslosen in der Regel verwehrt.

Prepaid cards (auch: Guthabenkarte) sind für fast alle Zahlungsnetze, wie MasterCard oder VISA, erhältlich und geniessen fast dieselbe Akzeptanz wie Kreditkarten, werden jedoch auf Guthabenbasis geführt. Das heisst, erst Aufladen und dann bezahlen. Zinsen entfallen. Immer mehr Banken geben solche “Prepaid-Kreditkarten” auch an Kunden mit negativer Schufa oder geringem Einkommen aus. Die Gefahr der Überschuldung und des Missbrauchs ist fast ausgeschlossen. Wobei die Betonung auf “fast” liegt. Es ist trotzdem möglich, sein Konto zu überziehen, nur nicht in den Grössenordnungen, wie mit einer Kreditkarte und es erfordert einige kriminelle Energie. Aufgrund der steigenden Beliebtheit, sinken Preise und Gebühren. Während für eine prepaid card vor einem Jahr schon mal 119 Euro an Jahresgebühr anfielen, bekommt man sie heute schon für 20 Euro per anno.

Manche Autovermieter, wie Europcar oder Sixt, akzeptieren keine prepaid cards. Einen stichhaltigen Grund, weshalb Guthaben weniger Wert ist als ein Kreditrahmen, gibt es nicht. Beide Firmen wollten gegenüber Wirtschaftsthemen dazu kein Statement abgeben.

Mit der fehlenden Akzeptanz bei Autovermietungen und ihrer Ausgabe ohne Bonitätsprüfung und Schufa-Abfrage ist das Negativ-Image der prepaid card in Deutschland als “Kreditkarte für schlechte Bonitäten und Hartz-IV-Empfänger” perfekt. Ob das Guthaben auf der Karte dabei 100 Euro oder 10.000 Euro beträgt, spielt für manche keine Rolle mehr.

Jedoch ist die Art der Karte keineswegs ein Indiz für die Bonität des Inhabers. Ich habe Kreditkarten-Kunden erlebt, die nicht einmal die Bonität eines Hartz-IV-Empfängers hatten. Im Gegenzug ist die prepaid card noch lange kein Bewilligungsbescheid der Bundesagentur für Arbeit. Hätten die Produktentwickler gewollt, dass Plastikgeld über die Bonität seines Inhabers Auskunft gibt, wäre es sicher ein Steuerbescheid geworden.

Aufgrund ihres Schutzes vor Missbrauch und Überschuldung bei transparenten und überschaubaren Kosten gehört die prepaid card zu den seriösen elektronischen Zahlungsmitteln für Verbraucher.

Nebenbei: Ein kleines Stück Plastik, von dem weder Schufa noch Finanzminister etwas wissen, hat doch auch was für sich. Oder?

Foto: Andres Rueda / Flickr / cc

Written by Frank Kerkau

August 4th, 2009 at 7:00 am

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12 Tipps zum Schutz gegen Rufnummernmissbrauch

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265900_R_by_groby_pixelio.deklNachdem die Geschichte um Rufnummernmissbrauch auf grosses Interesse stiess, habe ich nochmals recherchiert und möchte Euch meine Erkenntnisse nicht vorenthalten.

So könnt Ihr Euch vor finanziellen Schäden oder Belästigung durch Telefonanrufe mit verlockenden Gewinnversprechungen, Telefonwerbung, teure Rufnummern ohne Preisangabe oder ähnlichem schützen:

Schaden vermeiden!

  • Am besten ist es, sofort wieder aufzulegen.
  • Auf keinen Fall solltet Ihr einer Weiterleitung folgen oder eine beworbene 0900-Rufnummer zurückrufen.
  • Ihr solltet Euch die beworbene Rufnummer, die Rufnummer des Anrufenden, die Uhrzeit und den Inhalt des Telefonats notieren und
  • diese Daten der Bundesnetzagentur mit deren Formular übermitteln und gegebenenfalls um ein Rechnungs- und Inkassoverbot bitten.
  • Die Bundesnetzagentur bietet zudem ein Verzeichnis aller aktiven 0900-Rufnummern, um die zustellfähige Adresse des Inhabers zu ermitteln.
  • Private Rufnummern sollten möglichst nur wenigen Personen (Freunde, Verwandte) bekannt sein.
  • Ein Eintrag in Telefonverzeichnisse fördert Missbrauch.
  • Für Betreiber von Webseiten eignen sich günstige Servicerufnummern (einfach mal danach googeln).

In die Falle getappt? Dann Geld zurückholen!

  • Ist Euch finanzieller Schaden entstanden, könnt Ihr die Lastschrift in einem Zeitraum von sechs Wochen nach Abbuchung zurückgegeben werden, solltet jedoch vorher oder zumindest zeitgleich Euren Telefonanbieter darüber informieren. (Um Kosten für Lastschriftrückgaben zu sparen, ist es besser, sich vorher mit seinem Telefonanbieter über eine Kostenerstattung zu einigen.)
  • Da Lastschriftrückgaben nicht geteilt werden können, müssen ordentlich angefallene Telefongebühren nach Abzug des Schadens nochmals bezahlt werden. Die Kosten von 0900-Telefonaten erscheinen separat auf der Telefonrechnung.

Zivilrecht

  • Im Zweifel und bei der Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche beraten Verbraucherzentralen oder Rechtsanwälte.
  • Daher sollten möglichst viele Beweise und Daten gesichert werden (Gesprächsnotiz, Mitschnitt vom Anrufbeantworter, Abfrage Verzeichnis der Bundesnetzagentur etc.).

Hat jemand Erfahrung mit finanziellen Schäden oder wann und wie die Bundesnetzagentur tätig wird?

Foto: © groby / PIXELIO

Written by Frank Kerkau

July 25th, 2009 at 2:24 pm

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Künftig weniger Zinsen auf Bausparguthaben oder höhere Zinsen für Bauspardarlehen?

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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fordert, die Bauspakassen sollen Vermittlungsprovisionen für Bausparverträge aus der Zinsmarge bezahlen, statt Abschlussgebühren für Bausparverträge zu erheben. Ein Vertragsabschluss sei keine Dienstleistung. Die Bausparkassen verweisen auf ihre durch die BaFin genehmigten Bausparbedingungen und bislang haben sie die Justiz auf ihrer Seite (Landgericht Heilbronn, AZ.: 6 O 341/08). Kämen die Verbraucherschützer mit ihrer Forderung durch, dann müssten künftig die Bausparkassen, um ihr Neugeschäft zu erhalten, die Zinsmarge um die Abschlussgebühr erhöhen. Letztlich würde der Bausparkunde trotzdem die Kosten tragen, sie aber nicht mehr nachvollziehen können. Ist das weise?

Written by Frank Kerkau

March 13th, 2009 at 10:01 am

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