Glossar

Glossar – A







by Frank Kerkau on September 13, 2006

35/35-Regel, 60/60-Regel, 110/110-Regel
Marktkapitalisierung/Börsenumsatz-Regel für ein Unternehmen um in einen Index aufgenommen zu werden. Wobei gilt, dass das Unternehmen in jeweils beiden Kategorien zu den grössten Unternehmen des Marktes gehören muss, zum Beispiel:

  • 35/35 -> DAX
  • 60/60 -> NEMAX-50
  • 110/110 -> M-DAX

Ad-Hoc-Publikation
Den Kurs beeinflussende Unternehmensmeldungen, von denen sofort möglichst alle Marktteilnehmern zur selben Zeit Kenntnis erlangen sollen.

ADR – American Depository Receipt
Hinterlegungsschein, der das Eigentum an einer Aktie, Aktienbruchteilen oder mehreren Aktien verbrieft.

Agio
Preisaufschlag auf den Nennwert eines Wertpapiers;
Nennwert + Agio = Ausgabepreis

Akkumulieren
Einschätzung der Marktentwicklung einer Aktie durch Analysten von Banken oder Brokerhäusern. Akkumulieren bedeutet, dass sich das Papier wie der Gesamtmarkt/Index entwickeln wird, daher auch Marktperformer genannt.

Aktie
Urkunde über den Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft, meist verbunden mit Mitgliedschaftsrechten am Unternehmen. Der Nennwert deutscher Aktien beträgt meist 1 Euro. Die Emission kann als Namens- Inhaber-, Stamm- oder Vorzugsaktie erfolgen.

Aktienanalyse
Die Fundamentalanalyse beschäftigt sich mit den harten Unternehmensdaten sowie Marktaussichten und ergibt eine solide faire Wertaussage für die Aktie.
Die technische Analyse (Chartanalyse) beschäftigt sich mit der Börsenpsychologie. Sie schliesst aus vergangenen Kursentwicklungen auf künftige. Ich sage immer, fundamental wissen was ein Papier wert ist, um grundsätzlich über ein Investment zu entscheiden und die Charttechnik nutzen, um günstig einzukaufen.

Aktienfonds
Investmentfonds, dessen Portfolio sich mindestens überwiegend aus Aktien zusammensetzt.

Aktiengesellschaft
Handelsgesellschaft (juristische Person), deren Anteilseigner (Aktionäre) mit ihren Einlagen auf das Grundkapital beteiligt sind und auch nur in dessen Höhe haften. Die Mindesteinlage zur Gründung einer AG beträgt TEUR 50. Die Organe einer AG sind Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Eine Aktiengesellschaft muss nicht an einer Börse notiert sein, um ihre Papiere zu emittieren und zu handeln.

Aktienindex
Begrenzte Liste von börsennotierten Unternehmen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und deren Aktienkurse gewichtet nach Unternehmensgrösse den Punktestand bestimmt. Der Aktienindex spiegelt die durchschnittliche und gewichtete Kursentwicklung aller in ihm gelisteten Unternehmen wieder und gilt als Benchmark.
Bekannte Aktienindizes wären DAX, DOW Jones Industrial, Nikkei.

Aktienpaket
Summe aller Aktien einer Aktiengesellschaft, die im Eigentum einer einzelnen natürlichen oder juristischen Person sind.

Aktiensplitt
Wertneutrale Massnahme einer Aktiengesellschaft, um ihre Aktien optisch billiger zu machen bzw. Kleinanlegern den Handel zu erleichtern. Damit erhöht sich die Börsen-Liquidität der Aktie.

Am Geld
„at the money“ – Der Ausübungspreis eines Optionsscheines entspricht dem Kurs des Basiswertes.

American Style
Ein Optionsschein oder eine Option kann während seiner gesamten Laufzeit zu jedem Zeitpunkt ausgeübt werden.

Amtliche Notierung
Kursnotierung von Wertpapieren, deren Kurse durch den amtlichen Makler (Kursmakler) an der Börse festgelegt und im Amtlichen Kursblatt der Börse, im Wirtschaftsteil der Tagespresse sowie in anderen Medien publiziert sind. Die Zulassung der Papiere eines Unternehmens zum amtlichen Handel wird an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie Veröffentlichung eines Prospekts, Jahresabschluss und Ad-Hoc-Mitteilungen.

Anlageausschuss
An einen bestimmten Fonds gebundenes Steuerungsgremium einer Kapitalanlagegesellschaft, das die längerfristige Anlagepolitik festlegt und die Interessen der Anleger wahrnimmt. Mitglieder des Anlageausschusses können auch Branchen-insider sein, wie Mediziner bei Bio-Tech-Fonds.

Anlagegrenzen
Gemäss dem Kapitalanlagegesellschaftengesetz darf der Anteil an Wertpapieren eines einzelnen Emittenten am investierten Fondsvermögen maximal bis zu fünf ausnahmsweise bis zu 10 Prozent betragen.

Anlagepolitik
Alle Strategien des Portfolio-Managements und deren Umsetzung zur Steuerung und Mehrung des Fondsvermögens, Minimierung der Risiken zum Schutz und Wahrung der Interessen der Anleger.

Anleihen
Festverzinsliche Wertpapiere – Die Emittenten können private Unternehmen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts sein.

Anteilumlauf
Summe aller aktuell emittierten, also im Umlauf befindlichen Fondsanteile.

Arbitrage
Ausnutzung von Kursunterschieden eines Wertpapiers an verschiedenen Börsenplätzen zum selben Zeitpunkt. An einer Börse billig kaufen und an der anderen teuer verkaufen.

Ask / Briefkurs / B
Kurs zu welchem ein Papier an der Börse angeboten wurde, jedoch keinen Käufer fand.

Asset Class
Vermögenskategorie – z.B. Aktien, Anleihen oder Immobilien

ATX
wichigster österreichischer Aktienindex mit 23 Werten

Aufstockungsaktien
auch als Gratisaktien bekannt

Auftragstimmrecht
Ausübung des Stimmrechts durch die Depotbank auf der Hauptversammluung nach Weisung des beauftragenden Aktionärs

Aus dem Geld
„out of the money“ – Der Ausübungspreis eines Optionsscheines liegt über (Call) bzw. unter (Put) dem Kurs des Basiswertes

Ausgabekurs
Kurs zu welchem ein Wertpapier erstmals durch den Anleger gezeichnet werden kann.
Das kann in Deutschland entweder der Nennwert oder höher sein.

Auslandsanleihen
Festverzinsliche Wertpapiere, dessen Emittent nicht in Deutschland sitzt.

Ausplatzierung von Krediten
(siehe Syndizierung)

Ausserbörslicher Handel
Zwei Parteien handeln ein Papier ohne Zutun eines Börsenmaklers.

Ausübungsfrist
Zeitspanne in der eine Option oder ein Optionsschein in ihren Basiswert umgewandelt werden kann. American Style = während der gesamten Laufzeit; European Style = am Verfallstag; Bedingungen des Emittenten beachten!

Ausübungspreis
auch als Basiskurs, Basispreis, Bezugspreis, Exercise oder Strike Price bezeichnet; Preis zu welchem der Basiswert eines Optionsscheines oder einer Option bezogen (Call) oder geliefert (Put) werden kann.

Ausübungstag
Tag an dem der Inhaber sein Recht wahrnimmt den Basiswert eines Optionsscheins oder einer Option zu beziehen (Call) oder zu liefern (Put).

Automatische Ausübung
Lassen es die Bedingungen des Emittenten zu, wird dieser ohne Zutun des Inhabers den inneren Wert eines Optionsscheins am Verfallstag dem Inhaber gutschreiben.

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Glossar – B

September 13, 2006

BaisseLängere Zeit anhaltende Kursrückgänge des Gesamtmarktes an der Börse verbunden mit einem Abwärtstrend und negativer Stimmung, wobei sich einzelne Werte positiv entwickeln können. BärAnleger mit negativer Markterwartung Bandbreiten-OptionsscheinOptionsschein, bei welchem der Inhaber für jeden Tag, an dem sich der Basiswert innerhalb einer bestimmten Kurs-Range notiert, einen festgelegten Betrag erhält. BarausgleichFindet bei einer Options- oder Optionsscheinausübung […]

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Glossar – C

September 13, 2006

CAC 40Französischer Börsen-Index der nach Marktkapitalisierung 40 wichtigsten franz. Unternehmen. Deren Summe an Marktkapitalisierung macht 50 Prozent aller an der Pariser Börse gelisteten Unternehmen aus. CallKaufoption mit dem verbrieften Recht, während ihrer Laufzeit ein bestimmtes Basisinstrument zu einem festgelegten Preis zu erwerben. CandlestickDarstellungsform einer Kursveränderung in der technischen Chartanalyse. Der Körper der Kerze zeigt die […]

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Glossar – D

September 13, 2006

Debitkarte Bargeldloses Zahlungsmittel auf Guthabenbasis für jedermann. Die Ausgabe erfolgt durch die kontoführende Bank ohne Schufa- und ohne Bonitätsprüfung. Also erst Geld auf Konto einzahlen, dann darüber verfügen. Typischer Vertreter ist die Maestro-Karte, vormals EC-Karte. Derivat (Finanzen) Eine Derivat ist ein innovatives Finanzinstrument, dessen Preis direkt oder indirekt vom Preis eines Basiswertes (Underlying) abhängt und […]

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Glossar – E

September 13, 2006

DVFA-Ergebnis Variante zur Ermittlung des Jahresfehlbetrages oder -überschusses eines Unternehmens, die von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung entwickelt wurde. EASDAQ European Association of SecuritiesDealers Automated Quotations; elektronische Börse Europas für Wachstumswerte. EBIT Earnings before Interest and Taxes heisst Ergebnis vor Zinsen und Steuern und ist eine Position in der Gewinn und Verlustrechnung. Für […]

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Glossar – F

September 13, 2006

FreistellungsverpflichtungserklärungEine Freistellungsverpflichtungserklärung ist eine verbindliche Zusage der bauträgerfinanzierenden Bank gegenüber der Bank des Käufers, die als Sicherheit für die Bauträgerzwischenfinanzierung dienende Grundschuld nach vollständiger Kaufpreiszahlung und Rückgabe der Käuferbürgschaft zu löschen.

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Glossar – G

September 13, 2006

GrundschuldzinsenGrundschuldzinsen werden nur relevant, wenn die Bank die mit einer Grundschuld belastete Sicherheit verwertet. Diese Zinsen sollen auflaufende Forderungen und Verwertungskosten besichern, wenn die Summe der Haupt- und Nebenforderungen den Grundschuldbetrag überschreitet, das heisst die Grundschuld als Sicherheit nicht mehr ausreichen würde. Grundschuldzinsen verjähren nach drei Jahren und es gibt keine Zinseszinsen.

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Glossar – H

September 13, 2006

HauptversammlungOrgan einer Aktiengesellschaft (AG). Die Hauptversammlung findet in der Regel einmal pro Jahr statt. Alle Aktionäre der AG sind teilnahmeberechtigt. HandelsregisterÖffentliches Register von Vollkaufleuten und Handelsgesellschaften, das bei einem Amtsgericht (Registergericht) geführt wird. Jedem Bürger ist die Einsicht auch ohne berechtigtes Interesse gestattet. HausseLänger anhaltender Kursanstieg (Aufwärtstrend) an der Börse HebelVerhältnis zwischen dem Kurs eines […]

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Glossar – I

September 13, 2006

IBEXSpanischer Aktien-Index, der die wichtigsten spanischen Unternehmen mit der grössten Marktkapitalisierung beinhaltet. IBISDas Integrierte-Börsen-Handels- und Informations-System (IBIS) wurde 1998 durch das elektronische Handelssystem Xetra abgelöst. Zu IBIS-Zeiten war der elektronische Handel an Börsentagen von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr möglich. Umsatzstarke Papiere wurden über Computerterminals gehandelt. Der Mindestumsatz betrug 500 Stück. IFADer Independent Financial Advisor […]

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Glossar – J

September 13, 2006

Jensen’s AlphaKennziffer der Portfoliobewertung. Bei positivem Jensen’s Alpha entwickelt sich ein Portfolio besser als eine zu Grunde gelegte Benchmark, bei negativem entsprechend schlechter. Jensen’s Alpha spiegelt ebenfalls die Qualität des Fondmanagements und die Auswahl der Wertpapiere wider. Junge AktienBei einer Kapitalerhöhung neu emittierte Aktien, die für das laufende Geschäftsjahr gar nicht oder nur teilweise dividendenberechtigt […]

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Glossar – K

September 13, 2006

KapitaldienstAls Kapitaldienst bezeichnen Banken die Aufwendungen zur Bezahlung und Rückführung eines Kredites / Darlehens, also Zinsen und Tilgung. KreditkarteBargeldloses Zahlungsmittel mit Kreditrahmen. Die Ausgabe erfolgt durch ein Kreditinstitut nach positiver Schufa- und Bonitätsprüfung. Also erst Geld ausgeben und danach bis zur Belastung des Kontos überlegen, woher den Betrag nehmen. 😉 Typische Vertreter sind American Express […]

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Glossar – L

September 13, 2006

LänderanleiheDurch Bundesländer emittiertes festverzinsliches Wertpapier. LangläuferFestverzinsliches Wertpapier mit einer Laufzeit von 10 Jahren oder länger. LaufzeitZeitraum, in dem ein Wertpapier gültig und handelbar ist oder auch zwischen Kreditzusage und vollständiger Kreditrückzahlung. Bei festverzinslichen Wertpapieren entspricht die Laufzeit dem Zeitraum bis zu deren Rückzahlung / Rücknahme. Die Laufzeit von Optionen / Optionsscheinen ist die Zeitspanne in […]

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Glossar – M

September 13, 2006

MaklerGewerblich tätiger Vermittler, der auf fremde Rechnung Geschäfte anschliesst. Makler vermitteln beispielsweise Immobilien, Investmentfonds, Kredite, Wertpapiere, Versicherungen oder Bausparverträge. MantelWertpapierurkunde, die in der Regel durch einen Bogen mit Coupons ergänzt wird. MarginLeistung einer Sicherheit bei an der Börse gehandelten Futures oder Optionen. Margin CallNachschuss um einen Buchverlust auszugleichen, der durch ungünstige Kursentwicklung bei einem Future- […]

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Glossar – N

September 13, 2006

NASDAQDie National Association of Securities Dealers Automated Quotations ist das amerikanische Handelssystem für Technologie-Aktien. NASDAQ 100Kursindex, der die Wertentwicklung der die 100 grössten nach ihrer Marktkapitalisierung gewichteten Technologie-Stammaktien der USA widerspiegelt. NamensaktienAktien, die auf den Namen des jeweiligen Inhabers lauten, der zudem in das Aktienbuch de Gesellschaft eingetragen wird. Die physische Übertragung von Namensaktien erfolgt […]

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Glossar – O

September 13, 2006

ObligationFestverzinsliches Wertpapier. OmegaTheoretischer Hebel eines Optionsscheines. Offshore FundInvestmentfonds, deren Fondsgesellschaft in Ländern ohne spezielle Investmentgesetzgebung sitzt. Damit sollen Steuern oder Aufsichtsbestimmungen umgangen werden. Open OderEin erteilter Auftrag, der noch nicht ausgeführt wurde. OptionVertragliche Vereinbarung über das Recht des Käufers zum Bezug eines Basiswertes zu einem festgelegten Preis während einer bestimmten Zeitspanne vom Verkäufer (Stillhalter). Der […]

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