Wirtschaftsthemen

Notizen über Wirtschaft und Finanzsystem

Archive for the ‘Forschung’ Category

Top 5 + 1 Wirtschaftssimulationen

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Sie glauben also tatsächlich, dass PC-Spiele nutzlos sind? Diese Simulationen bieten nicht nur eine Menge Spass, sie lehren zudem viel über wirtschaftliche und finanzielle Zusammenhänge:

  • In Capitalism II (Suchtgefahr!) müssen Sie Ihr eigenes Handelsimperium aufbauen und dabei entweder als Unternehmer oder Kapitalgeber agieren.
  • Eurogame führt Sie durch verscheidene Unternehmen und Investments.
  • Bei Stock Market Game lernen Sie, wie Sie an Aktienmärkten erfolgreich investieren.
  • In Wall Street Raider managen Sie Startups, Unternehmensübernahmen und Börsengänge.
  • Iowa Electronic Markets (IEM) wird durch die University of Iowa betreut und ist ein virueller Online-Future-Markt dessen Kontrakt-Abrechnungen auf realen weltweiten Ereignissen beruhen, wie zum Beispiel politische Entwicklungen oder Unternehmensgewinne pro Aktie.
  • Beat the Market Online simuliert Zusammenhänge zwischen Markt und Unternehmen unter Berücksichtigung realer Wirtschaftsdaten. Im Single-Player-Modus können Manager gegen computergesteuerte Firmen antreten, während sie sich im Multi-Player-Modus gegen Unternehmen anderer Spieler durchsetzen müssen.

Written by Frank Kerkau

December 2nd, 2008 at 8:08 pm

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Torpedos und U-Boote mit Überschallgeschwindigkeit unter Wasser

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Die Schallgeschwindigkeit im Wasser beträgt 1.500 Meter pro Sekunde. Wenn eine Unterwasserkanone ein Geschoss über diese Geschwindigkeit hinaus beschleunigt, bildet sich durch “Superkavitation” an der Spitze des Projektils Wasserdampf, der es umhüllt. Das Geschoss fliegt dann sozusagen in einer Wolke ohne mit dem ihn umgebenen Wasser in Berührung zu kommen. Der Widerstand ist daher gering und ermöglicht diese rasante Geschwindigkeit. Diese Anti-Torpedo Torpedos sollen, wie der Name schon sagt, zur Verteidigung gegen Torpedoangriffe eingesetzt werden. Neu ist es nicht. Auch deutsche Wissenschaftler forschen seit Jahren in dieser Richtung. Sogar Überschall-Unterseeboote sollen durch Superkavitation möglich sein, was bedeuten würde, in einer Stunde den Atlantik zu durchqueren.

Das Prinzip:
“Wenn Wasser einen Torpedo umströmt, bildet sich hinter dessen Nase ein Unterdruck. Bei einem Torpedo kann dieser Unterdruck dazu führen, dass das Wasser in den Sog hinein buchstäblich verdunstet – es bilden sich kleine Bläschen aus Wasserdampf. Die Bläschen implodieren rasch wieder, und der “Knall” erzeugt eine Druckwelle, die die Strömung verwirbelt. Je höher dessen Geschwindigkeit, desto mehr Gasbläschen entstehen durch die Kaviation. Die den Torpedo umhüllende Wasserschicht beginnt regelrecht zu kochen.”

mehr dazu bei American Digest, U.S. Navy und mare

via Pajamas Media

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Written by Frank Kerkau

February 25th, 2006 at 12:23 pm

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Sonnensystem, Meteoriten, Isotope und ein Massenspektrometer

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Vor 14,7 Millionen Jahren hagelte es im heutigen Tschechien grünes Glas. Kurz zuvor war in Süddeutschland ein riesiger Meteorit eingeschlagen. Dabei hatte er einen Krater von 23 Kilometern Durchmesser gerissen: Das Nördlinger Ries. Das Projektil verdampfte, mit ihm einige Kubikkilometer Erdgestein. Innerhalb weniger Minuten bildete sich eine Wolke von über 100 Kilometern Höhe. Daraus kondensierten die Glaskörper, die wenig später südlich des heutigen Prag herunterregneten. Ein bis zehn Zentimeter groß sind diese Moldavite. Sie ähneln zerbrochenen Bierflaschen und haben mit dem Gestein, das man heute hunderte Kilometer weiter westlich im Nördlinger Ries findet, augenscheinlich nicht viel gemein. “Mit Isotopenmessungen konnte man aber nachweisen, dass die Moldavite tatsächlich aus dem Meteoritenaufprall stammen”, erklärt Mineraloge Professor Dr. Carsten Münker, Universität Bonn.

Altersrekord liegt bei 4,570 Milliarden Jahren

Münkers Arbeitsgruppe hat zusammen mit seinem Kölner Kollegen Professor Dr. Herbert Palme gerade ein neues Messgerät bewilligt bekommen, das diesen Nachweis noch präziser führen könnte: Ein extrem empfindliches Massenspektrometer, mit dem sich die Häufigkeit verschiedener Isotope in Gesteinen und Mineralen messen lässt. “Isotope sind Teilchen ein und desselben chemischen Elements, die jedoch unterschiedliche Massen besitzen, also unterschiedlich ‘schwer’ sind”, erklärt Münker. “Mit dem neuen Gerät können wir den Anteil eines Isotops in einem Festkörper bis auf 0,001 Prozent genau bestimmen.” Mit dem 1,2 Millionen Euro teuren Gerät wollen sich die Mineralogen nun nach den ältesten Gesteinen und Mineralen im Sonnensystem fahnden. Bisheriger Rekordhalter sind nach neuen Ergebnissen der Köln-Bonner Mineralogen die so genannten Eisen-Meteorite: Sie sind bis zu 4,570 Milliarden Jahre alt und damit etwa 3 Millionen Jahre vor dem bislang ältesten datierten Material im Sonnensystem entstanden.

Isotope dienen den Mineralogen als Uhr: Viele von ihnen sind nicht stabil, sondern zerfallen im Laufe der Zeit. Von einem Gramm Uran bleibt so nach 4,5 Milliarden Jahren nur noch etwas mehr als die Hälfte übrig, die andere Hälfte hat sich in dieser Zeit in Blei verwandelt. Aus dem Verhältnis von Uran zu Blei in sehr alten Erdgesteinen kann man daher das Mindestalter unseres Heimatplaneten abschätzen – allerdings nur ziemlich grob, da die Erde durch Plattenbewegungen stets ihre Oberfläche verjüngt. “Es gibt aber auch Elemente, die eine so geringe Halbwertszeit hatten, dass sie schon wenige hundert Millionen Jahre nach Entstehung der Erde komplett zerfallen waren”, erläutert Münker. “Sie erlauben eine viel genauere Altersmessung – vorausgesetzt, man hat ein entsprechend empfindliches Massenspektrometer.”

Ausgestorben ist beispielsweise das Isotop Hafnium-182. Es wandelt sich mit einer Halbwertszeit von 9 Millionen Jahren in Wolfram-182 um – Wolfram ist das Metall, aus dem unter anderem der Draht von Glühbirnen besteht. Als sich die Erde kurz nach ihrer Entstehung abkühlte, sank das meiste Wolfram in den metallischen Erdkern ab. Da in der inzwischen erstarrten äußeren Hülle der Erde damals noch ein wenig Hafnium-182 vorhanden war, bildete sich dort aber noch Wolfram-182 nach. Aus der Wolfram-182-Menge im Erdgestein lässt sich daher errechnen, wann sich der metallische Kern der Erde bildete – ein viel verlässlicheres Maß für das Alter unseres Planeten (ungefähr 4,53 Milliarden Jahre). “Dazu benötigen wir aber als Referenz Material aus dem All, also beispielsweise von niedergegangenen Meteoriten”, erklärt Münker. “Nur so können wir feststellen, wie hoch die Wolfram-182-Menge auf der Erde heute wäre, wenn ein Großteil davon nicht unwiederbringlich im Erdkern verschwunden wäre.”

20.000 Meteorite pro Jahr

Eine Spezialität der Bonn-Kölner Mineralogie ist daher die Untersuchung von außerirdischen Proben. Mangel herrscht daran glücklicherweise nicht: Rund 20.000 Meteorite mit einer Masse von mehr als 100 Gramm fallen pro Jahr auf die Erdoberfläche. Besonders leicht fündig wird man an den Polen oder in großen Sandwüsten wie der Sahara: Einerseits verwittert das Material dort nicht so schnell, andererseits hebt es sich aufgrund seiner dunklen Farbe gut vom Untergrund ab. “Wir untersuchen aber beispielsweise auch Mondgestein, das durch die Apollo-Missionen zur Erde gebracht wurde”, erklärt Münker. Etwa 360 Kilogramm hatten die Raumfahrer damals eingesammelt. Das Material ist extrem wertvoll; daher darf man für Untersuchungen nur kleinste Mengen verbrauchen. Kein Problem für das neue Gerät, betont Professor Münker: “Das Spektrometer ist so empfindlich, dass wir damit schon an geringsten Probenmengen Isotopenmessungen durchführen können.”

Foto: Prof. Dr. Carsten Münker, Universität Bonn

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Written by Frank Kerkau

February 7th, 2006 at 9:47 am

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2003 UB313 ist grösser als Pluto

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Wie AP berichtet, haben Wissenschaftler der Universität Bonn ermittelt, dass der am 31. Oktober 2003 entdeckte sogenannte Zehnte Planet – 2003 UB313 – grösser als Pluto ist. Der auf Basis der Wärmeausstrahlung geschätzte Durchmesser des “Zehnten” beträgt 3.452 km, während der von Pluto nur 2.647 km misst.

2003 UB313 ist der am weitesten entfernte bekannte Himmelskörper in unserem Sonnesystem.

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Written by Frank Kerkau

February 2nd, 2006 at 4:36 am

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Koffein steigert weiblichen Geschlechtstrieb

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Zwei amerikanische Psychologinnen wollen herausgefunden haben, dass Koffein den weiblichen Geschlechtstrieb steigert. Unter der Einwirkung von Koffein stehende weibliche Ratten hatten nach dem Verkehr schneller wieder den Kontakt zu Männchen gesucht. Ob dies beim Menschen ähnlich sei, könne jedoch nicht bestätigt werden. Wenn überhaupt, dann würde das eher auf Personen zutreffen, die unregelmässig oder gar nicht Kaffee trinken.

via Scienceticker

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Written by Frank Kerkau

January 11th, 2006 at 3:38 am

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Wir sind von Geburt an süss

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Zucker ist besser als sein Ruf

Offensichtlich gibt es keinen “guten” oder “schlechten” Zucker. Das fand kürzlich die Zeitschrift natur+kosmos heraus. Durch die Evolution geprägt (Süsses ist geniessbar), sei es demnach unserem Organismus egal in welcher Form wir Zucker aufnehmen. Ob als Saccharose, Dextrose, Laevulose, Maltose, Laktose oder Fruktose, Zucker bleibt Zucker, auch in so genannten “Zuckerfreien Produkten”. Der gesündere Rohrzucker sei ebenfalls ein Märchen. Des Weiteren gibt es bislang keine stichhaltigen Beweise, dass übermässiger Genuss von Zucker Diabetes verursacht. Das Problem für unsere Zähne ist jedoch, wenn der Zucker durch klebrige Speisen – zum Beispiel Honig – längere Zeit an ihnen haftet.

Written by Frank Kerkau

December 29th, 2005 at 4:09 pm

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Bilder: Makro-Aufnahmen von Schneeflocken und Eiskristallen

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Alles ist weiss, endlich Winter, aber wie sieht eigentlich eine Schneeflocke aus? Für alle Neugierigen gibt’s hier sehr schöne Bilder von Schneeflocken und Eiskristallen in erstaunlicher Vergrösserung.

(via Patrick)

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Written by Frank Kerkau

December 29th, 2005 at 2:51 pm

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Der neue Stern von Europa – Hochpräzises europäisches Satelliten-Navigationssystem "Galileo" startet durch

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Erster Galileo-Satellit “GIOVE-A” erfolgreich abgehoben

Köln/Baikonur – Am heutigen 28. Dezember 2005 startete um 6:19 Uhr MEZ der erste Galileo-Testsatellit GIOVE A erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur. Eine Soyuz-Rakete trug den 530 Kilogramm schweren Satelliten auf seine rund 23.000 Kilometer hohe Umlaufbahn. Ab Mitte Januar 2006 soll der Satellit Navigationssignale zur Erde senden.

Mit GIOVE-A, dem ersten von zwei Testsatelliten, startet die Weltraumerprobung des hochpräzisen europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo, das im Gegensatz zum amerikanischen GPS-System zivil ausgerichtet ist und dessen Signale jederzeit verfügbar sein werden. Die Europäische Union (EU) und die Europäische Weltraum¬organisation (ESA) sowie das private Betreiberkonsortium investieren in den nächsten Jahren etwa 3,6 Milliarden Euro in den Aufbau des Navigationssystems, das bis 2011 auf 30 Satelliten anwachsen wird. Prof. Dr. Sigmar Wittig, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Vorsitzender des ESA-Rates, zeigte sich über den reibungslosen Ablauf sehr erfreut: “Der erfolgreiche Start des ersten Galileo-Testsatelliten ist ein wichtiger Schritt für das neue Europa ohne Grenzen: GIOVE bringt das europäische Navigationssystem auf Kurs, eines der größten Vorhaben in der europäischen Raumfahrt. Mit Galileo wird Europa ein ziviles und damit jederzeit verfügbares System für punktgenaue Positions- und hochgenaue Zeitbestimmung erhalten, das großen Nutzen für die Menschen auf der Erde bringt: Von gezielter Verkehrsleitung über Katastrophenmanagement hin zu präziser Düngung in der Landwirtschaft oder vielfältigen Anwendungen in der Freizeit ist Galileo ein absoluter Allrounder. Das Galileo-System wird allen nutzen und viele Arbeitsplätze in neuen High-Tech-Branchen schaffen, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen”, erklärte Wittig.

Quelle: DLR Pressemitteilung

Written by Frank Kerkau

December 28th, 2005 at 4:54 pm

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Rätsel der Planetenentstehung möglicherweise gelöst

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Orion Nebula, NGC 1976, M42
Astronomen an der Sternwarte der Universität Bonn haben zusammen mit Wiener Kollegen eine Alternative zu bisherigen Modellen der Sternentstehung gefunden. Diese erklärt zum ersten Mal die Entstehung der äußeren Planeten des Sonnensystems in realistischen Zeitskalen.

Nach bisheriger Auffassung entstand unser Sonnensystem vor etwa 4,6 Milliarden Jahren zusammen mit Hunderten weiterer Sterne aus einer riesigen Gas- und Staubwolke, ähnlich dem heutigen Orionnebel, dem “Schwert” des Himmelsjägers. Die Wolke zerfiel in zahlreiche “Knoten”, die wiederum unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammenfielen, bis der steigende Druck in ihrem Inneren das nukleare Feuer der Sterne entfachte.

Um viele dieser Sterne, darunter auch unsere Sonne, bildete sich eine Scheibe aus Gas und Staub. Staubteilchen blieben aneinander kleben und formten größere Körner, bis ihre Schwerkraft groß genug wurde, um das umgebende Material wie ein Staubsauger aufzusammeln. Doch ein solcher Prozess dauert für die äußeren Planeten Uranus, Neptun und Pluto zu lange. Nach den derzeitigen Modellen würden etwa hundert Millionen Jahre vergehen, bis sich solche Planeten bilden. Noch mehr Zeit wäre nötig, damit sich “Transplutos”, planetenähnliche Objekte am Rande unseres Sonnensystems wie Sedna und 2003 UB313 (Xena), bilden könnten.

“Soviel Zeit hatten die äußeren Planeten aber gar nicht”, meinen Diplom-Physiker Ingo Thies und Professor Dr. Pavel Kroupa vom Argelander-Institut für Astronomie (AIfA, Abteilung Sternwarte) der Universität Bonn sowie Dr. Christian Theis von der Universität Wien. Denn Beobachtungen junger Sterne zeigen, dass sich die so genannte “protoplanetare” Staubscheibe schon nach wenigen Millionen Jahren komplett auflöst – astronomisch gesehen ein Wimpernschlag. Das Material wird entweder von der starken Ionenstrahlung der jungen Sonne hinaus getragen, von der Ultraviolettstrahlung heißer junger Riesensterne verdampft oder von den Schockwellen explodierender Sterne fortgerissen. “Uranus und Pluto dürften nach solchen Modellen gar nicht existieren”, so die Forscher.

Geburtshelfer im Kreißsaal der Planeten

Mit einem neuen Ansatz glauben die Bonner Wissenschaftler nun der Lösung dieses Rätsels einen großen Schritt näher gekommen zu sein. Die Planeten hatten möglicherweise einen Geburtshelfer: Ein Nachbarstern kam der jungen Sonne mit ihrer Staubscheibe so nahe, dass seine Anziehungskraft den Staubgürtel regelrecht durcheinander wirbelte. Verklumpungen entstanden, die unter ihrer eigenen Schwere zusammenfielen und dabei riesige Wirbel bildeten. In diesen Wirbeln sammelte sich der Staub, etwa wie sich Teekrümel in der Mitte der Tasse sammeln, wenn man den Tee umrührt. Dadurch konnten sich die Staubkrümel viel schneller zu Protoplaneten zusammenballen als in einer ungestörten Scheibe.

Die Entstehungszeit wäre damit kurz genug gewesen, dass sich selbst die äußersten Planeten vor der Zerstörung ihres solaren Kreißsaals hätten bilden können. Computersimulationen, die jetzt in Bonn an einem Hochleistungsrechner durchgeführt wurden, zeigen, dass solche Gravitationsinstabilitäten nicht nur möglich sind, sondern dass die aus ihnen entstehenden Klumpen sogar die richtigen Umlaufbahnen haben. “Ein Neptun oder ein Pluto ist ebenso möglich wie eine Sedna oder ein 2003 UB313″, sagt Thies, wobei er auf zwei der größten bisher gefundenen Objekte jenseits des Neptun verweist.

In den nächsten Jahren wollen die Bonner Astronomen diesen neuen Weg der Planetenbildung mit verfeinerten Methoden und verbesserten Rechnern noch genauer unter die Lupe nehmen.

Foto: NASA / Hubble, Orion Nebel, NGC 1976, M42

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Written by Frank Kerkau

December 27th, 2005 at 7:17 pm

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Gehören Eier in die Mikrowelle?

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Einladung zur 5. Langen Nacht der Physik

Kann man Licht hören? Was haben Blitze und Plasmen mit dem Lotuseffekt zu tun? Gehören Eier in die Mikrowelle? Antworten auf diese und andere spannende Fragen geben Greifswalder Wissenschaftler am Donnerstag, dem 12. Januar 2006, ab 18.00 Uhr, im Großen Hörsaal des Instituts für Physik (Domstraße 10 a). Im Rahmen der traditionellen Hochschulinformationstage der Universität Greifswald findet dort bereits zum 5. Mal die “Lange Nacht der Physik” statt (siehe Programm). Dazu sind alle Freunde der Physik recht herzlich eingeladen.

idw

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Written by Frank Kerkau

December 26th, 2005 at 9:52 pm

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