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Hedgefonds gegen Griechenland: Klage auf 2000 Prozent Rendite als Menschenrecht?







by Frank Kerkau on Januar 20, 2012

Über 2000 Prozent Rendite: US-Hedgefonds wollen gegen Griechenland klagen. Auch könne nicht Merkel bestimmen, wer Verluste erleiden solle.

Mit bis zu 2111 Prozent rentieren griechische Staatsanleihen. Wer da einsteigt, wird entweder reich oder arm. Eine hochriskante Zockerei, es sei denn, die Gläubiger sind skrupellos genug, um vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen.

Laut einem Bericht der “New York Times” (NYT) berufen sich mächtige Hedgefonds aus den USA auf europäisches Recht, wonach Eigentum ein Menschenrecht sei. Sollte es bei Griechenland zu einem Schuldenschnitt kommen, wäre das ein Eingriff in das Eigentumsrecht. Im Falle von Verlusten wollen die Fonds dann in Straßburg klagen.

Gegenüber der Zeitung bekräftigt einer der Spekulanten:

“Es könne nicht Angela Merkel sein, die entscheidet, wer Verluste erleidet. Was Europa vergisst, ist, dass dort Verträge respektiert werden müssen.”

Dann rettet Eure Ramsch-Anleihen doch alleine!

Schließlich haftet Deutschland offiziell bereits mit rekordverdächtigen 253 Milliarden Euro für den Rettungsschirm EFSF. Durch das Tabuwort “gesamtschuldnerisch” dürften die wahren Risiken für Deutschland aber weitaus höher sein. Zumal der Zirkel der “AAA”-Länder in der Euro-Zone immer mehr schrumpft und der bislang undurchsichtige Euro-Hebel auch noch zu berücksichtigen ist. Letztlich wäre von einem Prozess gegen Griechenland Deutschland als Netto-Zahler und Garant ebenso betroffen.

Hedgefonds sollen bereits ähnliche Prozesse gewonnen haben

Das alles dürfte die Hedgefonds kaum beeindrucken. Immerhin hätten sie bereits in Lateinamerika in ähnlichen Fällen Erfolg gehabt, wie die NYT behauptet. Aber zuerst müssten alle juristischen Möglichkeiten in Griechenland ausgeschöpft werden, bevor sie nach Straßburg gehen könnten. Das würde Jahre dauern, was große Fonds aber nicht abschrecken sollte.

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