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Notizen über Wirtschaft und Finanzsystem

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McKinsey-Studie: Droht Deutschland Vollbeschäftigung und Arbeitskräftemangel?

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SchweißenWie Welt Online berichtet, werden gemäss einer geheimen Studie der Unternehmensberatung McKinsey dem deutschen Arbeitsmarkt ab dem Jahre 2015 die Arbeitkräfte ausgehen. Schuld sei der demographische Wandel. Vor diesem Hintergrund empfielt McKinsey den Firmen, lieber jetzt auf Gewinne zu verzichten und stattdessen ihre Mitarbeiter im Hause zu halten. Wird Deutschland in den kommenden Jahren also unter Vollbeschäftigung und Arbeitskräftemangel leiden?

Sicher nicht, denn mit Arbeitskräfte sind eher Fachkräfte gemeint, wie Welt Online ein paar Zeilen später durch ein McKinsey-Zitat zugeben muss. Fachkräftemangel bedeutet noch lange keine Vollbeschäftigung, schon gar nicht in Deutschland. Auch würden durch demographische Verknappung der Arbeitskräfte keine sozialen Probleme gelöst, denn wer als Arbeitsloser oder Hartz-IV-Empfänger ins Rentenalter kommt, wird dadurch nicht automatisch wohlhabend.

Fachkräftemangel ist für Deutschland kein neues Problem. Er zieht sich durch die Nachkriegsgeschichte, wie roter Faden. Zu kaum einem Zeitpunkt konnte die deutsche Wirtschaft ausreichend mit qualifizierten Arbeitskräften versorgt werden, so dass immer wieder Fachkräfte aus dem Ausland hereingeholt werden mussten. Diesen Weg wird die Wirtschaft aufgrund unseres international nicht konkurrenzfähigen Bildungssystems sowie der Barrieren im Zugang zu Bildung für Ältere auch weiterhin beschreiten müssen.

Als Lösung wäre es mal schön, wenn die Wirtschaft in ihren langfristigen Prognosen, den künftigen Bedarf an Fach- und Führungskräften, zumindest nach Branchen aufgeschlüsselt, beziffern würde, so dass unsere Bildungsangebote danach ausgerichtet werden können. Aber nein, ihr Aufschrei kommt immer erst von jetzt auf gleich und Arbeitssuchende haben so nie eine Chance auf marktgerechte Weiterbildung oder Umschulung.

Es ist ja wirklich nett von McKinsey, wenn sie in einer sicher teuren Studie wieder einmal auf ein altbekanntes Problem hinweisen. Nur, es wird sich dadurch nichts ändern, solange Wirtschafts- und Bildungspolitik in verschieden Ministerien angesiedelt sind und Bildung sowieso Sache der Länder ist. Wie soll da eine vernünftige Kommunikation zustande kommen?

Foto: © Siegbert Pinger / PIXELIO

Written by Frank Kerkau

March 20th, 2010 at 4:27 pm

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Gehaltsverhandlung – Die Top 5 + 1 Gelegenheiten!

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Stellen Sie sich vor, Sie sind Chef. Montagmorgen, Fünf vor Acht platzt ein Mitarbeiter, der vielleicht nicht gerade zu Ihren Lieblingen gehört, in Ihr Büro, unterbricht Sie während eines wichtigen Telefonats und fordert mehr Gehalt. Damit hat der Kollege alles falsch gemacht, was man so bei Gehaltsverhandlungen falsch machen kann, selbst wenn er sich strikt an die BILD-Regeln für Gehaltsforderungen gehalten hätte.

Wirtschaftsthemen zeigt Ihnen die Top 5 + 1 Gelegenheiten, eine Gehaltserhöhung durchzusetzen:

Jährliche Beurteilung
Viele Unternehmen führen jährliche Leistungsbeurteilungen durch. Gehen Sie gut vorbereitet in solch ein Gespräch und weisen Sie herausragende Erfolge vor, dann haben Sie alle Argumente der Welt für eine bessere Bezahlung.

Jahresauswertung und positive Geschäftsentwicklung der Firma
Da alle Mitarbeiter zum Erfolg der Firma beigetragen, macht es Sinn, den Betriebsrat einzuschalten. Auch wenn eine positive Geschäftsentwicklung nicht nachhaltig sein sollte, kann zumindest ein ordentlicher Bonus herausspringen.

Neue Arbeitsaufgabe mit höheren Anforderungen
Gehälter sind weniger an Personen sondern eher an Tätigkeiten und Positionen gebunden. Kommen höhere Anforderungen auf Sie zu, dann können Sie ruhig Ihren Chef nach einer Anpassung der Tarif-Gruppe fragen. Er wird eine Umgruppierung kaum ablehnen können.

Neuer Arbeitsort bzw. Entsendung
Ziehen Sie für Ihre Firma durch die Welt, bedeutet dies einen höheren Einsatz. Auch kommen zusätzliche Kosten auf Sie zu und nicht zuletzt sind die Lebenshaltungskosten an verschiedenen Arbeitsorten sehr unterschiedlich. Zumindest für die Zeit der Entsendung sollte ein höheres Gehalt plus Spesen natürlich drin sein.

Wechsel des Arbeitgebers
Job-Hopping, um ans richtige Gehalt zu kommen, wird nicht gern gesehen. Dennoch müssen Sie mit Ihrem neuen Arbeitgeber auch die Bezahlung verhandeln. Wenn der Chef Sie haben will, spielt Geld eher eine untergeordnete Rolle – solange Sie nicht zu gierig sind.

Ende der Probezeit
Während der Probezeit haben Sie sich eingearbeitet. Sofern nicht schon im Vorfeld vereinbart, könnte nun eine Gehaltsanpassung erfolgen.

Grundsätzlich gilt für Gehaltsverhandlungen
Sie müssen Ihren Marktwert kennen. Auf lohnspiegel.de zum Beispiel können Sie herausfinden, wie viel Ihre Kollegen pro Jahr verdienen. Ihr Arbeitgeber muss natürlich wirtschaftlich in der Lage sein, Ihr Wunschgehalt nachhaltig bezahlen zu können.

Written by Frank Kerkau

March 13th, 2010 at 8:12 pm

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Hilfe arbeitslos! Was jetzt?

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344846_R_by_Paul-Georg-Meister_pixelio.deklEine Kündigung – und sei sie noch so betriebsbedingt – gehört nicht unbedingt zu den Highlights im Leben. Arbeitslose müssen sich mit ihrer neuen finanzielle Situation und ihrer gesamten Zukunft auseinandersetzen. Ich versuche, einige Punkte aufzugreifen und ein paar Tipps zu geben, die helfen und den ersten Schrecken nehmen sollen:

Finanzen
Mit genügend Geld lässt sich der Tagesablauf entspannter gestalten als mit der Angst, Rechnungen nicht bezahlen zu können. Wenn Du schon morgens auf dem Golfplatz stehst, machst Du Dir dann Gedanken, ob Du im kommenden Monat noch Deine Miete bezahlen kannst? Dabei geht es nicht um Millionen, sondern um die Sicherung des Lebensunterhalts. Hier helfen Abfindung, Arbeitslosengeld, Ersparnisse und konsequente Haushaltsführung. Darum prüfe alle Kosten und Einnahmen, wirf jeglichen Ballast über Bord und denke immer daran, Verkäufer und Händler sind nur freundlich zu Geld, nicht zu Dir! Es gibt keinen Grund, Ausgaben zu tätigen, weil Du das schon immer so gemacht hast oder weil die Verkäuferin besonders hübsch ist. Emotionen sind jetzt schlechte Ratgeber, Pragmatismus ist besser.

Zukunft
Sind die Finanzen stabilisiert, steht die Frage nach der Zukunft. Dabei ist weder Panik noch übertriebener Aktionismus angebracht. Sicher könntest Du sofort unzählige Bewerbungen schreiben und wenn Du Glück hast, findest Du schnell einen neuen Job. Das wird jedoch gerade in Krisenzeiten nicht der Fall sein. Daher solltest Du Dich zuvor fragen: Was willst Du selbst, was kannst Du und welche Möglichkeiten hast Du? Du musst herausfinden, ob Dein Können und Deine Vorstellungen am Markt überhaupt noch gefragt sind. Muss es unbedingt der deutsche Arbeitsmarkt sein oder gibt es im Ausland vielleicht bessere Chancen?

Eigene Marktfähigkeit testen
Dein Betreuer im Arbeitsamt kann Dir dazu Auskunft geben. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Telefonat mit einem Unternehmen Deiner Branche, ohne dass Du Dich gleich bewirbst. Auch sogenannte Headhunter geben Hilfestellung. Stellenausschreibungen zeigen, was Unternehmen wollen. Kannst Du die Anforderungen noch erfüllen oder ist es Zeit für eine Weiterbildung?

Bewerbung
Bei der Stellensuche kommt es darauf an, dass der Bewerber möglichst viele Anforderungen seines künftigen Arbeitgebers erfüllt. Das Bewerber-Profil muss nicht zu 100 Prozent passen. Viele Unternehmen beschreiben in ihren Stellenangeboten, wen sie gerne hätten, sie schreiben nicht, wen sie wirklich brauchen. Am Ende entscheidet der Markt, ob er die Wünsche der Unternehmen erfüllen kann. Hast Du interessante Angebote gefunden, dann solltest Du Dich genau so bewerben, wie es die Firma verlangt. Für diesen Prozess musst Du Zeit einplanen. Firmen haben die unangenehme Eigenschaft, entweder gar nicht oder nicht sofort zu antworten. Daher solltest Du Dich auf mehrere Stellen gleichzeitig bewerben, jedes Unternehmen aber immer direkt ansprechen. Nebenbei, es soll Leute geben, die platzen Montag in der Frühe mit der Frage in einen Handwerksbetrieb: “Morgen Chef, ich kann dieses und jenes, haste einen Job für mich?” und haben Erfolg. Persönlicher kann man sich kaum bewerben.

Selbständigkeit
Manchmal führen Mitarbeiter nach Insolvenz die Geschäfte ihrer Firma weiter und oftmals sogar erfolgreicher, als das alte Management. Gehörst Du dazu? Wenn Du in die Selbständigkeit starten willst, hilft der Staat, jedoch nur finanziell. Die Geschäftsidee musst Du selbst mitbringen. Die sollte nicht nur im Kopf existieren, sondern in einem Konzept (neudeutsch: business plan) auf Papier gebannt sein. Solch ein Konzept beinhaltet neben einer soliden Finanzplanung auch eine Marktbetrachtung, eine Selbsteinschätzung und die Begründung, warum Kunden gerade zu Dir und nicht zu Mitbewerben kommen sollen. Dieses Konzept ist Deine Visitenkarte und Dein Schlüssel, der Dir die Türen zu Behörden und Geldgebern öffnet. Also feile an ihm, bis er passt!

Kontakte
Egal wofür Du Dich entscheidest, Selbständig oder Anstellung, Du brauchst Kontakte, die Dir weiterhelfen. Sprich mit Familie, Freunden, Verwandten und Bekannten. Hast Du im Rahmen von Umschulung und Weiterbildung die Möglichkeit eines Praktikums, kannst Du Dich dabei empfehlen und vielleicht sucht gerade diese Firma neue Mitarbeiter. Finden in Deiner Nähe Events statt, wo sich Arbeitgeber, Jobsuchende und Geschäftsleute treffen? Das solltest Du nutzen. Auch Headhunter, private Arbeitsvermittler und Berufs- oder Branchenverbände können vielleicht weiterhelfen. Leih- und Zeitarbeitsfirmen solltest Du nur als “Sprungbrett” betrachten.

Hat’s geklappt? Hab ich Dir den ersten Schrecken nehmen und ein paar Tipps geben können? Hast Du Erfahrungen mit Behörden, Arbeitsvermittlern und Unternehmen? Dann hilf anderen Lesern mit Deinen Tipps!

Foto: © Paul-Georg Meister / PIXELIO

Written by Frank Kerkau

July 23rd, 2009 at 8:24 pm

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Hugo Boss statt Pisa – So mogeln Männer sich in die Chef-Etagen

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Pisa hat nicht funktioniert. Jetzt versucht Man(n) seine Bildungslücken hinter glänzender Fassade zu verbergen. Gemäss einer Studie pflegen sich 89 Prozent der Männer vorrangig für ihre Karriere, meldet n-tv. Die Palette reicht vom Duftwässerchen über Anti-Faltencreme bis zu gnadenloser Anwendung von Kalt- oder Warmwachs gegen verschiedenste Körperbehaarungen.

Also ich hab ja nichts gegen ein gepflegtes Äusseres. Aber mir würde echt was fehlen, wenn ich mir für meinen Chef die Brust rasieren müsste. Wobei mir die smarten Handy-Typen mit ihrem Denglish schon immer sehr suspekt waren.

Written by Frank Kerkau

June 29th, 2009 at 6:12 pm

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Insolvenzgeld: Wer zahlt das Gehalt bei Banken-Pleite?

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Gerade äusserte sich bei Stern TV eine Finanztest-Mitarbeiterin, dass bei Insolvenz einer Bank deren Mitarbeiter ihr ausgefallenes Gehalt nicht mehr bekommen. Der Verweis auf das Insolvenzgeld (Konkursausfallgeld) blieb aus. Offenbar wissen die Tester doch nicht alles.

Das Insolvenzgeld wird bei der Agentur für Arbeit beantragt.

Written by Frank Kerkau

October 16th, 2008 at 12:07 am

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Zeitarbeit: 10 + 2 Tipps für Arbeitnehmer

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Zeitarbeit kann auch für Arbeitnehmer nützlich sein. Man lernt andere Unternehmen kennen, ist flexibel oder kann auf Weiterbildung durch eine Zeitarbeitsagentur hoffen.

Tipps für Arbeitnehmer

  • Zeitarbeitsfirmen als Arbeitgeber können oft nur eine Notlösung auf Zeit sein.
  • Nutzen Sie diese als Sprungbrett in eine normale unbefristete Anstellung.
  • Vergütungen durch Zeitarbeitsfirmen sind verhandelbar.
  • Übertarifliche Bezahlung ist möglich.
  • Das Auftragsrisiko trägt die Zeitarbeitsfirma.
  • Studieren Sie den Arbeitsvertrag genau.
  • Fragen Sie nach Möglichkeiten einer Weiterbildung.
  • Bestehen Sie auf ein Arbeitszeugnis bei Wechsel.
  • Sprechen Sie bei Personalüberhängen rechtzeitig mit ihrem Arbeitgeber, ob sich die Auftragslage künftig wieder verbessert und derweil eine Arbeitnehmerüberlassung an eine andere Filiale oder einen anderen Betrieb in Frage kommt.
  • Seien Sie Ihre eigene Zeitarbeitsfirma und kassieren Sie die Margen der Zeitarbeitsunternehmen selbst. Der Gesetzgeber hat nicht verboten, dass Sie selbständig befristete Jobs annehmen.
  • Schiebt Ihr Arbeitgeber Sie in eine Zeitarbeitsfirma ab und Sie arbeiten an Ihrem alten Arbeitsplatz weiter (Outplacement), dann ist es Zeit für einen neuen fairen Arbeitgeber.
  • Im Zweifel entscheidet das Arbeitsgericht.

Written by Frank Kerkau

September 24th, 2008 at 2:21 am

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Definition Zeitarbeit

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Eine amtliche Definition, was Zeitarbeit nun wirklich ist, gibt es nicht. Behörden, Lobbyisten und Zeitarbeitsfirmen (Zeitarbeitsagenturen) verdrehen den Begriff “Zeitarbeit” schnell zur “Arbeitnehmerüberlassung”. Verständlich, da ja Zeitarbeitsunternehmen mit ihrer Version der Zeitarbeit daran verdienen wollen. Die Margen dürften so bei mehreren hundert Prozent liegen. Rechnen Sie’s nach! Nach meiner Erfahrung bezahlen Zeitarbeitsunternehmen gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften nach Zeitarbeitstarif 9,00 Euro die Stunde brutto. Bewirbt sich der Arbeitnehmer selbst, kann er 35,00 Euro die Stunde brutto oder mehr aushandeln, ebenfalls nach Tarif. Die Differenz stecken sich Arbeitgeber und Zeitarbeitsfirma gemeinsam in Tasche.

Was ist also Zeitarbeit? Da es keine Definition gibt und auch Wiki dazu nichts weiss, nehmen wir das zusammengesetzte Substantiv einfach auseinander: Zeit und Arbeit.

Arbeit
Im Berufsleben ist die Arbeit eine zielgerichtete, zweckgebundene menschliche Tätigkeit mit der man seinen Lebensunterhalt bestreitet. Das ist zu weich formuliert. Probieren wir’s mit

Beschäftigungsverhältnis
Ein Beschäftigungsverhältnis besteht gemäss dem deutschen Sozialrecht bei nichtselbständigen Personen, die gegen Arbeitsentgelt oder zu ihrer Berufsausbildung tätig sind.

Zeit
Die Zeit im Alltag definiert sich als vom menschlichen Bewusstsein wahrgenommene und scheinbar kontinuierlich fortschreitende Ordnung im Auftreten von Ereignissen. Das hilft uns nicht weiter. In der Physik wird die Zeit als fundamentale Grösse definiert, über die sich die Dauer von Vorgängen und Reihenfolge von Ereignissen bestimmen lassen. Schon besser!

Führen wir die Erkenntnisse aus Berufsleben, Sozialrecht und Physik zusammen
Zeitarbeit ist demnach eine Folge zweckgebundener menschlicher Tätigkeiten in einem Beschäftigungsverhältnis von definierter Dauer mit denen man seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Testen wir die Definition
Eine unbefristete Festanstellung ist keine Zeitarbeit, da die Dauer nicht definiert ist.
Auf eine befristete Anstellung trifft die Definition zu.
Die Definition trifft nur auf gewerbliche Arbeitnehmer zu.

Geht man davon aus, dass im Dreiecksverhältnis “Arbeitnehmerüberlassung” (Arbeitgeber – Zeitarbeitsfirma – Arbeitnehmer) der Arbeitnehmer befristete Jobs in Unternehmen ausübt, dann wäre dies aber nur eine Form der Zeitarbeit.

Geht man weiter davon aus, dass alle Unternehmen ihre Arbeitnehmer einem anderen Unternehmen befristet überlassen dürfen, wie es der Gesetzgeber ermöglicht, bekommen wir die dritte Form der Zeitarbeit.

Damit wird deutlich, dass Zeitarbeitsfirmen weder Zeitarbeit noch Arbeitnehmerüberlassung für sich allein gepachtet haben.

Jetzt haben wir drei Formen der Zeitarbeit:

  • befristeter Arbeitsvertrag zur Überbrückung von Personalengpässen
  • Arbeitnehmerüberlassung durch Unternehmen zur Überbrückung von Personalengpässen und -überhängen
  • Arbeitnehmerüberlassung durch Zeitarbeitsfirmen zum Zwecke der Gewinnerzielung

Die beiden ersten Punkte sind für Arbeitnehmer und Arbeitgeber wirtschaftlich sinnvoll. Der dritte Punkt scheint für Arbeitnehmer und Arbeitgeber wirtschaftlich sinnvoll. In Wirklichkeit verlieren beide an die Zeitarbeitsfirma, denn, wie obiges Beispiel zeigt, könnte der Arbeitnehmer mehr verdienen und der Arbeitgeber seine Personalkosten senken. Einen Vorteil hätten beide. Die Zeitarbeitsfirma lässt das jedoch bei dem Dreiecksverhältnis “Arbeitgeber – Zeitarbeitsfirma – Arbeitnehmer” nicht zu. Sie will ja mitverdienen.

Written by Frank Kerkau

September 24th, 2008 at 1:59 am

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HAYS: Dampfplauderer gesucht

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“Ihre Qualifikationen:
Idealerweise verfügen Sie über ein abgeschlossenes Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen oder ein vergleichbares Studium/ vergleichbare Ausbildung. Besonders wichtig ist die Kombination von wirtschaftlichen/ kaufmännischen im Vordergrund sowie technischen Inhalten, sowie bis zu 5 Jahre Berufserfahrung. Wenn Sie ein wirtschaftswissenschaftliches Studium/ wirtschaftliche Ausbildung absolviert und ihre anschließende Berufserfahrung in einem Automobil-, Luftfahrt-, Schifffahrts-, Sondermaschinenbau-Unternehmen gemacht haben, sind Sie ebenfalls sehr geeignet und interessant für unseren Kunden. Hervorragende Erfahrung im Einsatz der MS-Office-Palette, speziell sollten Sie alle Raffinessen von Excel (wünschenswert Makroprogrammierungskenntnisse), Powerpoint und mindestens ein Projektplanungstool (z.B. MS- Project) aus Ihrer praktischen Tätigkeit kennen. Verhandlungssicheres Englisch, wünschenswert sind gute Französischkenntnisse. Ausschlaggebend für den erfolgreichen Eintritt in das Projekt sind vor den fachlichen Qualifikationen ihre “Softskills”: Stark kommunikative Fähigkeiten, eigenverantwortliches, organisiertes Arbeiten, besonderes Durchsetzungsvermögen und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen; Fähigkeit mit hohen Belastungen, unterschiedlichen Mentalitäten und Zielgruppen im Unternehmen sowie mit Zeitdruck umgehen zu können.”

Typisch, man sucht die “Eierlegende Wollmilchsau”. Das kann nicht mal ein gut ausgebildeter Mensch leisten. Entweder ich habe einen Top-Techniker, dann kann ich die betriebswirtschaftliche Seite vergessen oder ich habe einen Ökonom, dessen Know How beschränkt sich jedoch lediglich auf die vier Grundrechenarten mit a bissle Prozentrechnung. Sobald die zweite Klammerebene überschritten wird, ist es mit der Übersicht vorbei. Und wenn ich schon “Zeitdruck” lese. Zeitdruck tötet jede Kreativität und programmiert Fehler. Hinzu kommt der Schwerpunkt auf “Softskills”, sollen Probleme gelöst oder oder eine Selbsthilfegruppe aufgebaut werden? HAYS sollte bei seinem Kunden nachfragen, was für die Stelle wichtig ist. Und der Kunde sollte sich über eines im Klaren sein, wenn sich alle nur lieb haben, wird das Unternehmen die nächsten Jahre nicht überstehen.

In den USA – zum Beispiel – erfolgen Bewerbungen ohne Lichtbild. Warum? Weil ein Bild lediglich auf emotionaler Ebene – also völlig nutzlos – zu einer Entscheidung beiträgt und niemandem stehen seine Kenntnisse und Fertigkeiten auf der Stirn. Ein Bild lenkt nur vom Wesentlichen, nämlich dem harten Know How, ab.

via ccwelt

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Written by Frank Kerkau

January 28th, 2006 at 12:23 am

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Kündigungsfrist immer sinnvoll?

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Shopblogger Bjoern Harste legte einer Mitarbeiterin keinen Stein in den Weg sich beruflich zu verbessern und verzichtete auf Einhaltung der Kündigungsfrist. Dies kritisierte eine andere Kollegin ob des daraus entstandenen Personalengpasses.

Nun, hätte Bjoern in diesem Fall auf die Einhaltung der Kündigungsfriste bestanden, was wäre damit erreicht? Gar nichts. Die Folge wäre entweder ein Krankenschein oder mindestens eine demotivierte Mitarbeiterin gewesen, also eher hinderlich als nützlich. Der Personalengpass entstand genau zu dem Zeitpunkt als seine Mitarbeiterin kündigte, nicht als Bjoern sie gehen liess. In dem Fall war die Entscheidung richtig.

Um böses Blut unter den übrigen Kolleginnen und Kollegen zu vermeiden, hätte Bjoern diesen vielleicht seine Beweggründe erklären können. Als Führungskraft muss er dies jedoch nicht.

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Written by Frank Kerkau

January 5th, 2006 at 2:18 pm

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idw – MBA ermöglicht Ingenieuren den Karrieresprung -Internationale Managementerfahrung gefragt

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Der Master of Business Administration, kurz MBA, gewinnt für Ingenieure einen immer höheren Stellenwert. Die Wirtschaft benötigt heute nicht nur Forscher oder Entwickler. Im Zeitalter der Globalisierung werden marktorientierte Fach- und Führungskräfte gesucht, die neben ihrer naturwissenschaftlich-technischen Tätigkeit über solide Managementkenntnisse und ein hohes Maß an Internationalität verfügen.

Zu diesem Unsinn fällt mir nur ein:

Schuster bleib bei Deinen Leisten!

oder

Ein guter Konstrukteur ist ein schlechter Ökonom und umgekehrt!

Fakt ist, wenn sich ein Ingenieur, der ganz sicher keine Ader für BWL-Themen hat, sich neben komplexen technischen Dingen auch noch mit Ökonomie beschäftigen soll, wo bleibt dann der Focus auf das Wesentliche?

Unsinn gefunden bei idw

Written by Frank Kerkau

November 17th, 2005 at 12:35 pm

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