August 2006

Währungsrisiko: US-Dollar-Einnahmen absichern?







by Frank Kerkau on August 30, 2006

Wer im Euro-Raum Einnahmen in US-Dollar generiert, ärgert sich im Moment, weil der Dollar schwächelt. Robert fragt jetzt die Devisenhändler und Finanzprofis, wie er damit umgehen soll. Ist ein Dollar-Konto sinnvoll, um einen günstigeren Euro-Dollar-Kurs abzuwarten? Ist es sinnvoll die Zahlungen zeitweilig auszusetzen? Gibt es eine Möglichkeit sich gegen einen noch schwächeren US-Dollar abzusichern?

Das kommt natürlich auf die Höhe der Zahlungen und auf die Erwartungshaltung an. Ich sehe es so. Wenn nicht so hohe Zahlungen monatlich erfolgen, dann kann man den so genannten Cost-Average-Effekt nutzen. Das bedeutet, dass durch die Wechselkurs-Schwankungen ein günstigerer Durchschnittskurs erzielt wird, als wenn man sich beinhart verspekuliert. Daher würde ich hier auf die monatlichen Auszahlungen setzen. Wobei ich nicht weiss, ob die jeweilige US-Firma oder die Bank die Devisen-Transaktion vornimmt. Wenn es die Bank macht, könnte man hier hinterfragen, welche Gebühren bei der Umrechnung und welche für ein Dollar-Konto anfallen würden und dann entscheiden.

Bei höheren Einnahmen – zum Beispiel 10.000 Dollar pro Monat – würde es sich lohnen über eine Absicherung derer über einen gewissen Zeitraum nachzudenken. Das kann über Optionsscheine, Futures, also Finanzderivate (Innovative Finanzinstrumente) erfolgen. Wie gesagt, es kommt auf die Erwartungshaltung an, um hier eine Berechnung durchzuführen.

Beispiel:
10.000 US-Dollar werden jeden Monat verdient. Auf ein Jahr gerechnet, wären das 120.000 US-Dollar. Wird der Dollar schwächer (zum Beispiel EUR100,00 = $140,00), sinken die Einnahmen in Euro. Wird der Dollar stärker (zum Beispiel EUR 100,00 = $116,00), erhöhen sich die Einnahmen.

Jetzt kann ich bei schwächelndem Dollar sagen, am Ende der Laufzeit von einem Jahr erwarte ich, dass ich für $120.000, die per heute EUR 93.736 (1,28) wert sind, nur noch EUR 85.714 (1,40) erhalten würde. Die monatlichen Schwankungen lassen wir jetzt mal wegen dem besseren Verständnis ausser Acht. Welcher Optionsschein wäre angemessen? Ein Call auf den Euro-Dollar-Kurs gewinnt, wenn der Dollar schwächelt. Er muss den Differenzbetrag

    EUR 93.736
./. EUR 85.714
    EUR   8.022

annähernd erwirtschaften können. Und er sollte schon „am Geld“ oder „im Geld“ sein, das heisst der Basiswert sollte dem erwarteten künftigen Euro-Dollar-Kurs entsprechen oder sogar niedriger sein.
Der EUR/USD-Kurs stand Anfang November 2005 bei 1,17 und steht heute bei 1,28. Wenn wir Anfang November 2005 den EUR/USD-Call der Commerzbank (ISN DE000CZ23986) für EUR 5,00 gekauft hätten, könnten wir ihn heute für EUR 9,00 verkaufen, mit 80 Prozent Gewinn.

EUR 8.022 / 80 x 100 = EUR 10.027
EUR 10.027 / EUR 5,00 = 2005 Stück

Wir hätten also EUR 10.027 aufwenden und 2005 Stück kaufen müssen, um unseren erwarteten Währungsverlust in Höhe von EUR 8.022 zu kompensieren. Aber so einfach ist das nicht. Ein Optionsschein ist ein so genanntes „Schwein mit tausend Ohren“ auf das Unmengen von Faktoren wirken und nicht zuletzt die Liquidität, die bei diesem Schein im Moment nicht gegeben ist. Wir könnten ihn also gar nicht zum Kurs von EUR 9,00 verkaufen. Daher Vorsicht! 😉

Folglich lässt sich die Frage nach der Reduzierung von Währungsrisiken nicht so ohne weiteres beantworten. Es kommt immer auf den individuellen Fall, die Erwartung an den Markt und die Risikofreudigkeit an. 😉

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