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Banking: Wie ruft man eine Überweisung zurück?

Entgegen mancher Behauptung durch selbsternannte Experten können natürlich auch Überweisungen zurückgerufen werden. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass der Überweisungsbetrag noch nicht dem Empfängerkonto gutgeschrieben wurde. Jedoch bleibt für einen Rückruf von Fehlüberweisungen in Zeiten des Electronic Banking sehr wenig Zeit.

Hintergrundwissen
Eine Überweisung im Inland benötigt in der Regel zwei bis drei Bankarbeitstage. Der Überweisungsauftrag kann über Einzelbeleg am Schalter, über Eingabe am Serviceterminal oder durch Dauerauftrag erfolgen. Eine Sammelüberweisung wird elektronisch oder früher per Datenträger direkt von der Buchhaltung zur Bank übermittelt. Im Internetbanking wird ein Überweisungsauftrag über das Formular im Browserfenster eingegeben und über die Internetverbindung verschickt. Gleiches gilt für das HBCI-Home-Banking, nur dass hier eine Software auf dem eigenen PC benutzt und die Internetverbindung nur zum Datentransfer benötigt wird.

Überweisungen innerhalb derselben Bank werden in der Regel sofort ausgeführt und dem Empfängerkonto gutgeschrieben. Hier ist ein Rückruf nur durch Kontakt mit dem Zahlungsempfänger möglich. Nach Abgleich von Forderung und Geldeingang sollte eine Rücküberweisung kein Problem darstellen.

Überweisungen außerhalb des eigenen Instituts benötigen in der Regel eine Banklaufzeit von zwei bis drei Bankarbeitstagen. Zudem werden sie nicht sofort ausgeführt. Die Bearbeitung folgt einem Zeitplan. So werden Buchungsläufe (Gutschriften und Abbuchungen) in der Regel nachts durchgeführt. Die Bearbeitung von Überweisungen beginnt meist am späten Nachmittag. Die Bank sammelt zuerst die Aufträge und bearbeitet sie in einem Rutsch. Bei der Empfängerbank angekommen, wandert die Überweisung erst auf ein allgemeines Konto und wird durch die Buchhaltung mit dem nächsten Buchungslauf dem Empfängerkonto gutgeschrieben.

Welche Möglichkeiten des Überweisungsrückrufs gibt es?
Aus dem Weg einer Überweisung von ihrer Eingabe am PC oder Serviceterminal bis zur Gutschrift auf dem Empfängerkonto ergeben sich Möglichkeiten des Rückrufs. Der Kunde ist jedoch zum Teil auf das Wohlwollen seiner Bank angewiesen, was oft von der Höhe des Betrages abhängt. Ein Rechtsanspruch besteht leider nicht.

So kann der Kontoinhaber bis zum Nachmittag des Tages der Eingabe seinen Online-Überweisungsauftrag stornieren. Vielen Banken bieten das via Internetbanking an. Handelt es sich um einen Überweisungsbeleg oder ist der Buchungslauf bei der überweisenden Bank bereits erfolgt, so kann ein Bankmitarbeiter der Kontoführung am nächsten Morgen über die Buchhaltung der Empfängerbank noch eine Gutschrift verhindern und die Rücküberweisung anstossen, weil der entsprechende Buchungslauf bei der Empfängerbank erst Stunden später erfolgt. In Abhängigkeit von der Höhe des Überweisungsbetrages funktioniert das auch.



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