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6 Absicherungsstrategien gegen Turbulenzen an den Aktienmärkten

Seit 2003 haben sich die Aktienmärkte in den USA und Deutschland schön entwickelt. Aber die Luft wird dünner, auch wenn die Volatilität sinkt, so nimmt auch das Handelsvolumen derzeit ab. Der August ist statistisch der schlechteste Börsen.Monat und die Immobilienkrise in den USA sorgt für weitere Unsicherheit. Wie aber sein Depot gegen Kurseinbrüche absichern? Die Strategien gelten sowohl für Bären als auch für Bullen:

Anlage-Positionen glatt stellen
Man könnte einen Teil oder alle Positionen verkaufen, also glattstellen. Dann jedoch laufen künftige Kursgewinne am Anleger vorbei. Dividenden usw. entfielen dabei. Spekulationsfristen würden verletzt.

Stop-Loss Order
Eine Stop-Loss-Order bietet die Chance, an weiteren Kurssteigerungen zu partizipieren. Sie kostet nichts, solange sie nicht ausgeführt wird. Ihr Risiko ist allerdings, das der Anleger ausgestoppt werden könnte, also dass durch Kursrückgänge die Order ungewollt ausgeführt wird. Dann wäre zwar der aktuelle Gewinn weitestgehend in trockenen Tüchern, käme nach dem kurzen Tal jedoch wieder ein weiterer Kursanstieg, so wäre der Investor aus dem Spiel. Auch gilt, dass dann natürlich Dividenden etc. entfielen.

Hedging
Eine weitere Möglichkeit zur Kursabsicherung wäre, eine adäquate Gegen-Position einzugehen. Das Depot bleibt unangetastet. Der Anleger kauft entsprechend seinen Erwartungen zum Beispiel einen Put-Optionsschein (Short), wenn er auf Kursgewinne zurückblicken kann oder halt einen Call-Optionsschein (Long), wenn er seine vorherigen Short-Gewinne sichern möchte. Hierbei muss ein bisschen gerechnet werden. Dabei sollte der Anleger nur seine Kursgewinne berücksichtigen, weniger das gesamte Vermögen. Die Gegen-Position sollte so eingegangen werden, dass sich ziemlich genau durch ihre Kursgewinne eventuelle Verluste im Depot ausgleicht. Durch den Hebel des Optionsscheines ist dieser weitaus billiger und erzielt einen grösseren Effekt. Wichtig erscheint mir, dass er liquide ist, also jederzeit handelbar. Haben Sie richtig gerechnet, dann erfahren Sie mit Hedging zwei Möglichkeiten: Ihre Risiko-Erwartungen treffen nicht ein, dann wird der Optionsschein wertlos, aber die Depot-Gewinne gleichen das aus. Ihre Risiko-Erwartungen treten ein, dann gewinnt der Optionsschein, während ihr Depotwert ebenfalls ausgleichend sinkt. Verlieren tun Sie nichts oder weit weniger, als wenn Sie gar nichts getan hätten.

Nachkaufen
Der schlaue Anleger ist selten vollständig investiert. Er hält immer eine Cash-Position und kann im Zweifel bei Kursrückgängen billig nachkaufen. Das setzt jedoch voraus, dass die fundamentalen Daten stimmen und sich nicht zum Negativen geändert haben.

Umschichten
Wer tatsächlich glaubt, dass der Markt dreht und die Milchmädchen schon eine sogenannte Fahnenstange, also eine exorbitant starke und nicht nachvollziehbare Kursentwicklung , ausgelöst haben, wie zum Beispiel zur Einführung des Euro, der könnte sein Depot komplett umschichten. Er könnte seine aktuellen Positionen verkaufen und Gegenpositionen aufbauen oder auch nur in relativ sicherer Geldmarktfonds oder festverzinsliche Wertpapiere gehen. Aber das ist schwer, da die meisten Anleger in eine Richtung eingestellt sind, heisst sie sind von Natur aus “bullish” oder “bearish”.

Klare Strategie und Disziplin
Vielleicht kennen Sie das. Die Börse entwickelt sich entgegen Ihren Erwartungen und Sie hoffen, hoffen und hoffen nochmals, dass der Trend sich endlich wieder umkehren möge. Aber er tut es einfach nicht. Hier hilft nur klare Strategie gepaart mit Ihrer Disziplin. Nutzen Sie die oben genannten Möglichkeiten zur Risiko-Minimierung konsequent und lassen Sie sich nicht durch tagesrelevante Emotionen aus der Ruhe bringen. Sollte trotzdem etwas schief gehen, so ist es an der Börse nun mal. Sonst wären wir ja alle reich.

Keine Finanzberatung! Sprechen mit ihrer Bank, die weiss was in ihrem individuellen Fall zu tun ist.

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Dieser Artikel ist Teil 1 von 30 der Serie Ratgeber Geld: Vermögensaufbau



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