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Abgeltungssteuer und Börsenrisiko

Abgeltungssteuer beeinträchtigt den Aktien- und Options-Handel
Spekulanten und Trader sind das Öl der Börsen. Ohne die geht gar nichts. Denn sobald alle Investoren ihre Wertpapiere nur noch langfristig halten, kommt der Handel zum Erliegen. Mit Einführung der Abgeltungsteuer ab 01. Januar 2009 kommen auf Trader und Spekulanten immense Mehrkosten zu. Die bislang einjährige Spekulationsfrist entfällt. Wird eine Aktie mit 10 Prozent Kursgewinn veräussert, rutscht der Ertrag durch Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer auf nur noch 7 Prozent, auf das Rendite-Niveau der festverzinslichen Wertpapiere. Das riskante Geschäft lohnt nicht mehr, Spekulanten und Trader steigen aus, Börsenumsätze und Liquidität sinken, als Folge steigt die Volatilität am deutschen Aktienmarkt.

Abgeltungsteuer macht Marktpreise zunichte
Aktien-Spekulationen und Arbitrage tragen entscheidend zur fairen Preisbildung bei. Durch künftige Zurückhaltung von Spekulanten und Tradern besteht das Risiko stärkerer Kurs-Ungleichgewichte zwischen einzelnen Börsen. Durch geringere Umsätze wird zudem die Preisbildung von Aktien, Optionen und Futures verzerrt. Des Weitern werden Verkäufe unter Wert begünstigt, da es dem Markt an Liquidität fehlt.

Abgeltungssteuer fördert riskante Finanzinnovationnen
In unsicheren Börsenzeiten ist es üblich sein Wertpapierdepot durch Stop-Loss-Order gegen Kursverluste zu schützen. Greift die Sicherung und die Aktien waren im Plus, dann wird als netter Nebeneffekt die Abgeltungssteuer fällig. Es sei denn, der Anleger switcht auf riskante innovative Finanzinstrumente und hedgt sein Depot.

Wie dem auch sei. Hobby-Trader werden wohl ab 2009 Geschichte sein.



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