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Börsen-Crash: Anleger in Panik wegen Schuldenkrise

Die Bären sind außer Kontrolle. Seit acht Tagen befindet sich der DAX im freien Fall. Anleger reagieren mit Panikverkäufen auf neue Horror-Meldungen aus den Schuldnerstaaten in Europa und Amerika. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Weltweit trennen sich die Anleger von ihren Aktien. Nach dem Ausverkauf an Wall Street und Asiens Börsen brach auch der DAX erneut ein. Der deutsche Leitindex notierte am Freitag kurz nach Handelsbeginn mit 6206,02 Punkten 3,25 Prozent niedriger als am Vortag. Innerhalb von acht Tagen verlor er 1100 Punkte und fiel auf den tiefsten Stand seit Oktober zurück. Eine ähnlich historische Verlustserie gab es zuletzt im Jahr 1993. Allerdings fiel der Rückgang damals mit 4,1 Prozent vergleichsweise moderat aus.

Die mittleren Werte im MDAX verloren 4,59 Prozent und notierten bei 8802,00 Punkten. Auch der TecDax wurde durch Panikverkäufe schwer getroffen und verlor fast fünf Prozent auf 688,74 Punkte.

Gründe für die Angst an den Börsen sind wieder negative Meldungen aus den Schuldnerstaaten. So hatte Präsident Obama zwar den US-Schuldenstreit in letzter Minute beigelegt und die Zahlungsunfähigkeit der USA vorerst abgewendet. Aber das Schuldenproblem der weltgrößten Wirtschaftsmacht bleibt. Hinzu kommen schlechte Nachrichten seitens der US-Konjunktur. So zeigt der ISM-Konjunkturindex USA als wichtiger Wirtschaftsindikator seit Anfang dieses Jahres steil nach Süden und sackte um rund 10 auf 50,9 Punkte ab.

In Europa sieht es ebenfalls nicht gut aus. Kaum hatte sich die EU auf ein zweites Rettungspaket für das hochverschuldete Griechenland geeinigt. Könnte Italien der nächste Kandidat sein, der finanzielle Unterstützung braucht. So forderte der Präsident der Europäischen Kommission José Barroso gestern in einem Brief an 17 EU-Mitgliedsstaaten die erneute Aufstockung des 440 Milliarden Euro schweren Rettungsfons (EFSF), was die Finanzmärkte in helle Aufregung versetzte.

Foto: Dontworry / CC



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