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Börsengang: Facebook-Aktien zeichnen?

Facebook drängt an die Börse. Doch deutsche Anleger müssen sich gedulden.

Facebook hatte am Mittwoch Abend mit der Veröffentlichung seines Börsenprospekts den Sprung aufs Parkett gestartet. Der Termin steht noch nicht fest. Klar scheint aber, dass die Zielgruppe aus institutionellen Anlegern und Großinvestoren vor allem aus den USA besteht.

Ein Konsortium von fünf Investmentbanken und einem Vermögensverwalter begleitet den Börsengang. Morgan Stanley, J.P. Morgan, Goldman Sachs, Bank of Amerika Merrill Lynch und Allen & Company sitzen in den USA, Barclays Capital in Großbritannien.

Wie viel Aktien Facebook anbieten wird, steht noch nicht fest. Wilde Spekulationen rechnen jedoch mit einem Unternehmenswert von bis zu 100 Milliarden US-Dollar und Einnahmen aus dem Börsengang in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar. In diesem Fall würde Facebook nur 5 Prozent seiner Anteile verkaufen.

Entsprechend begrenzt wird daher das Aktien-Angebot sein. Die Nachfrage dürfte allein aufgrund des Bekanntheitsgrades deutlich darüber liegen. Die Banken werden daher – wie in diesem Geschäft üblich – zuerst ihre besten Kunden bedienen. Deutsche Anleger ohne direktem Draht zu einem der Geldhäuser werden sich wohl bis zum ersten Handelstag gedulden müssen.

Anleger brauchen starke Nerven

Facebook ist ein Schwergewicht. Sollte das Unternehmen erwartungsgemäß im NASDAQ 100, dem Index mit den nach ihrer Marktkapitalisierung 100 größten in- und ausländischen Nicht-Finanzunternehmen, gelistet werden, sind heftige Kursschwankungen zu erwarten. Index-Fonds würden Facebook kaufen müssen, was die Kurse in Bewegung bringt.

In der Vergangenheit haben Spekulanten zudem oft die ersten Handelstage von Neuemissionen genutzt, um Zeichnungsgewinne mitzunehmen. Das drückt auf den Aktien-Kurs. Vorsichtige Investoren warten in der Regel ein oder zwei Wochen auf eine Beruhigung des Aktien-Kurses und steigen dann erst ein.



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