Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Kursbewegungen immer erst im Nachhinein durch Börsenmagazine erklärt werden, aber niemand vorher die Gründe kennt?
Hier die Top 10 der Ausreden für Kursgewinne oder -verluste:
- Positive Unternehmensdaten lassen oft eine Aktie einbrechen, denn die Börsianer wussten das schon vorher und nehmen gern Gewinne mit.
- Steigt im Gegenzug eine Aktie trotz schlechter Unternehmensdaten, dann mussten sich Shortys wieder eindecken.
- Tritt der oberste Währungshüter der FED ohne seine Aktentasche vor die Presse, dann steigen die Kurse, denn die gefürchtete Leitzinserhöhung bleibt offenbar aus.
- Wiedersetzt sich eine Aktie dem allgemeinen Abwärtstrend, dann könnten Übernahmegerüchte daran Schuld sein.
- Fällt dagegen eine Aktie entgegen dem allgemeinen Aufwärtstrend, sind ganz sicher Shortys am Werk.
- Bricht eine Währung ein, liegt das nie an nachlassender Wirtschaftskraft des Landes sondern meinst an den Hedge-Fonds.
- Jüngstes Beispiel: Deutschlands Verbot von ungedeckten Leerverkäufen handverlesener DAX-Werte lässt weltweit die Börsen einbrechen, obwohl die Händler einem Verbot zustimmen und die betroffenen Aktien sogar steigen müssten. Die allgemeine Angst vor stärkerer Regulierung der Finanzmärkte geht um.
- Es ist Weihnachten, die Zeit der Kurspflege. Nun steigen die Kurse aller Aktien, auch die von maroden Unternehmen, weil Fondsmanager am Jahresende gut dastehen wollen. Böse Zungen sprechen von einer Jahresend-Rallye.
- Gerät der Transportsektor unter die Räder liegt das todsicher am Ölpreis.
- Schwächelt der Export, ist entweder der schwache Dollar oder der starke Euro schuld.