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Euro-Sondergipfel: Bank-Aktien schießen durch die Decke

Kann der Euro-Gipfel Griechenlands Schuldenproblem lösen? Auf erste Gerüchte reagierten die Anleger heute positiv. Vor allem Bankaktien legten kräftig zu.

So schön kann Spekulation in Junk-Bonds sein. An den Finanzmärkten knallen die Sekt-Korken, wenn Deutschbanker Josef Ackermann und Branchen-Gefährten auf höchster Ebene mit schwachen Politikern verhandeln. Und ganz sicher droht – wie in HRE-Zeiten – die “Kernschmelze”, sollte Griechenland zu Lasten seiner privaten Gläubiger gerettet werden.

Daher einigten sich noch gestern Nacht Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und EZB-Chef Jean-Claude Trichet auf einen Kompromiss, der laut Spiegel eigentlich was beinhaltet? Wir wissen es nicht. Aber er soll gut sein, zumindest für die Finanzmärkte.

Als sich dann heute Ackermann und Kollegen ebenfalls in den geheimen Euro-Gipfel einmischten, waren die Anleger nicht mehr zu halten.

Die Aktie der Commerzbank zog denn auch infolge einer noch unbekannten Einigung um fast 10 Prozent an, die der Deutschen Bank konnte ein Plus von rund drei Prozent verbuchen.

Laut Medienberichten soll Griechenland entlastet werden. Das Handelsblatt meldet unter Berufung auf diverse Nachrichtenagenturen, dass die Laufzeit der Hilfskredite für Griechenland von derzeit 7,5 auf 15 Jahre verlängert würde. Neue Kredite soll der Europäische Rettungsfonds (EFSF) zu einem sehr günstigen Sonderzins von 3,5 Prozent vergeben. Das hochverschuldete Mittelmeerland zahlt derzeit um die 15 Prozent.

Zudem könnte der Rettungsfonds künftig nicht nur bei akuten Krisen, sondern auch vorbeugend tätig werden. So soll der Fonds Regierungen mit Krediten unterstützen, die von Finanzinstitutionen, wie privaten Banken, Schrottanleihen zurückkaufen wollen. Des Weiteren wird der EFSF vermutlich künftig auch selbst am sogenannten Sekundärmarkt tätig, um wertlose Staatsanleihen aufzukaufen.



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