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HRE-Aktionäre – Recht auf Schadensersatz?

Im Bericht der Hypo Real Estate über das 2. Quartal 2008 finden sich Aussagen bezüglich Liquiditätssteuerung und Refinanzierung, die offenbar nicht der finanziellen Situation der HRE und der Depfa zum Berichtszeitpunkt entsprechen. Die Prüfer der BaFin wiesen schon im ersten Quartal 2008 auf riskante kurzfristige Refinanzierungen bei der Depfa hin.

Von der Auswertung der BaFin konnten die Aktionäre nichts wissen. Was sie aber sehr wohl wussten, ist, dass ihr Unternehmen über Jahre hinweg mit einer Eigenkapitalquote von nur 2 Prozent wirtschaftete und dass diese mit der Depfa-Übernahme trotz Kapitalerhöhung sogar auf nur noch 1,5 Prozent sank. Da können Vorstand und Wirtschaftsprüfer im Lagebericht schreiben, was sie wollen. Bei solch niedrigem Eigenkapital stellt sich mir die Frage, ob die HRE-Aktie nicht eher eine Spekulation als ein vernünftiges Investment war. Hinzu kommt, dass die Aktionäre durch Dividenausschüttungen die Stärkung ihres Unternehmens verhinderten. Sich jetzt hinzustellen und irgendwen auf Schadensersatz für Kursverluste verklagen zu wollen, halte ich für sehr mutig. Bezeichnend ist, dass die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) selbst in Krisenzeiten von Dividendenverzicht nichts wissen will und Kapitalerhöhungen kritisch betrachtet, wie FTD berichtet.


Dieser Artikel ist Teil 17 von 37 der Serie Hypo Real Estate - HRE - pbb Deutsche Pfandbriefbank



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