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Krise: Fast 10.000.000 Euro für Ackermann

geldsaecke money bagsDeutschlands umstrittenster Banker Josef Ackermann kassiert für das Jahr 2009 rund 9,6 Millionen Euro. Mit diesem Jahresgahalt ist der Deutsche-Bank-Chef von den Managern deutscher Unternehmen am besten durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) in ihrer Vorstandsvergütungsstudie 2010 aufdeckt. Auch der Gesamtvorstand der Deutschen Bank schlägt mit einem Durchschnittssalär von 5,6 Millionen Euro je Vorstandsmitglied sämtliche deutsche Konzerne um Längen. Schlusslicht in der Bezahlung der Vorstände unter den DAX-Unternehmen die teilstaatliche Commerzbank mit rund 600.000 Euro pro Vorstandsmitglied.

Im DAX-Vergleich folgen auf den Plätzen
2. Dr. Jürgen Großmann (RWE) mit 7,162 Millionen Euro,
3. Peter Löscher (Siemens) mit 7,119 Millionen Euro,
4. Leo Apotheker (SAP) mit 6,7 Millionen Euro und
5. Martin Winterkorn (VW) mit 6,6 Millionen Euro.

Im Vergleich mit den gesamten Personalaufwendungen machen Managementausgaben in 2009 jedoch nur 0,5 Prozent aus.

Bezüge noch immer am kurzfristigen Erfolg ausgerichtet
Bei den Boni dominieren leider immer noch die kurzfristigen Anreize“, erklärt Professor Dr. Gunther Friedl, Mitautor und Lehrstuhlinhaber an der TU München. Erst das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) dürfte diesen Umstand ab kommendem Jahr ändern. Zudem stellten die Autoren der Studie fest, dass die Boni sich nicht am tatsächlichen Erfolg der Unternehmen orientieren. So scheint bei vielen Unternehmen der Jahresbonus unabhängig von der Gewinnentwicklung zu fliessen.

Foto: Rojer / CC



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