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Mit Futures und Zertifikaten auf Lebensmittel spekulieren?

Lebensmittel werden teurer. Ein Ende ist nicht in Sicht, da die Nachfrage aus Fernost steigt und sich die Ernährung zunehmend am westlichen Lebensstil orientiert. Die Landwirtschaftsflächen bleiben begrenzt, Preise für Agrarrohstoffe steigen und Überangebote aus der Vergangenheit sind weitestgehend abgebaut. Es liegt daher nahe, sich nach Spekulations- oder Anlageprodukten auf Lebensmittel als Beimischung für das Wertpapier-Depot umzuschauen.

Futures
Futures als Derivate sind eher kein Problem, die gibt es schon länger. Sie kommen ursprünglich aus der Landwirtschaft. Durch ihre Hebelwirkung eignen sie sich als zeitlich befristetes Spekulationsobjekt mit überdurchschnittlichen Gewinnaussichten, da der Investor lediglich einen Bruchteil gegenüber einer Investition in den Basiswert aufwenden muss. Hebel heisst aber auch, dass nicht nur eine überdurchschnittliche Chance auf Gewinn sondern auch ein erhöhtes Verlustrisiko besteht. Futures sind daher eher etwas für erfahrene Spekulanten.

Zertifikate
Auch Zertifikate sind Derivate, können zeitlich befristet und mit allen möglichen Zusätzen zur Gewinnerzielung ausgestattet sein. Da sie jedoch in der Regel keine Hebelwirkung haben, die Rechtsform einer Anleihe verkörpern und nur die Preis-Entwicklung eines Warenkorbes, Indexes oder des beliebten “Schweinebauches” abbilden, fällt zwar der Gewinn schmaler aus, dafür ist das Verlustrisiko auch geringer. Wichtig dabei ist jedoch, dass der Anleger sich nicht die tausend Liter Milch in der Garage kalt stellen muss, um sie nach Wochen oder Monaten mit Gewinn zu verkaufen. Das macht das Zertifikat interessant.

SG-Zertifikate auf den CME-Milch-Future
Die Société Générale hat zum Beispiel gerade zwei neue Zertifikate (ISIN DE000SG05X18/ WKN SG05X1; ISIN DE000SG05X00/ WKN SG05X0) auf den CME-Milch-Future emittiert. Beide sind Open End und partizipieren von der Preisentwicklung des CME 3-Monats-Milch-Futures. Da Milch jedoch in US-Dollar gehandelt wird, besteht ein Währungsrisiko. Das heisst für Optimisten, dass gleichzeitig auf einen Anstieg des Dollar-Kurses spekuliert werden könnte. Da aber nicht alle Anlager an einen Anstieg des Dollars glauben, hat die Société Générale zwei Varianten aufgelegt, eine mit Währungsabsicherung (Quanto) und eine ohne. Wobei der US-Dollar-Kurs bei der abgesicherten Variante eins zu eins in Euro umgerechnet wird.

via Zertifikate Check

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