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Risiko der Stop-Loss-Order

Die Stop-Loss-Order gilt allgemein als Absicherungsinstrument, gerade wenn man sich nicht täglich um sein Wertpapier-Depot kümmern möchte oder kann. Eine Stop-Loss-Order ist ein Verkaufsauftrag, der sofort zum nächsten entstehenden Börsen-Kurs ausgeführt wird, wenn ein Wertpapier den in der Order festgelegten Kurs unterschreitet. Das klingt vorteilhaft, birgt jedoch zwei Risiken.

Zum einen empfiehlt sich diese Order nur, wenn das Wertpapier in ausreichender Stückzahl gehandelt wird, also liquide ist. Denn Limit-Order und Stop-Loss-Order schliessen sich aus. Das heisst, Sie können nicht in einem Zug beauftragen, dass ein Wertpapier zum Mindest-Kurs “Y” verkauft werden soll, wenn es unter den Kurs “X” fällt. Das geht leider nicht. Bei weniger liquiden, vielleicht sogar hochspekulativen Wertpapieren in Verbindung mit hoher Volatilität kann es bei einer Stop-Loss-Order daher passieren, dass der nächste zustande kommende Verkaufskurs weit unter dem liegt, den selbst der normale Markt widerspiegeln würde. Ein einmaliger kurzfristiger Kurs-Ausschlag mit erheblichen Verlusten für den Verkäufer wäre die Folge. Der selbe Fall tritt ebenfalls ein, wenn sogar bei liquiden Wertpapieren – wie hier bei der Fraport-Aktie – eine grössere Order ohne Limit aufgegeben wird, die den Börsen-Kurs in einem Augenblick um sechs bis sieben Prozent purzeln lässt, ohne dass man diesen Einbruch selbst verschuldet hätte.

Zum anderen könnte der Anleger sozusagen ausgestoppt werden. Das heisst, dass seine Stop-Loss-Order ausgeführt wird, ohne dass er es eigentlich wollte, weil sie zu nahe am aktuellen Kurs platziert wurde.

Daher im Zusammenhang mit einer Stop-Loss-Oder immer mit einem Auge auf das Handelsvolumen im Verhältnis zu seiner für den Verkauf geplanten Stückzahl und mit dem anderen Auge auf den aktuellen Börsen-Kurs schielen.

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