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Teurer Urlaub mit Börse und Optionsscheinen

1997 lief die Börse gut. Unter anderem war natürlich auch ein grosser deutscher Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware gefragt. Ich bin also “long” gegangen und hatte mir einige Call-Optionsscheine auf diese Firma ins Depot gelegt und über dem Sommer ein dickes Plus – so um die 300 Prozent – erwirtschaftet. Im September kam der Urlaub und ich war drei Wochen in der Karibik. Nun bin ich nicht der Typ, der braungebrannt mit Handy auf einer Yacht seinen Börsengeschäften nachgeht. Und so kam das böse Erwachen, als ich auf dem Rückflug erstmals wieder eine deutsche Wirtschaftszeitung aufschlug. Die Aktien waren auf dem Rückzug, die meines Softwareanbieters auch und der Hebel meiner Optionsscheine tat das Übrige. Das Minus gegenüber dem Kaufkurs war zwar nicht gravierend, aber die satten Buchgewinne waren weg. Nun ja, da ich immer noch Vertrauen in Firma hatte, die Scheine im Geld waren und noch kein Fälligkeitstermin drückte, entschied ich, das Tal auszusitzen und verkaufte meine Optionsscheine ein paar Wochen später ohne Verlust. So kann’s gehen. Also Optionsscheine immer schön eng führen und vor dem Urlaub riskante Positionen entweder glatt stellen oder zumindest eine Stop-Loss-Order setzen. Dann wird der Urlaub nicht gar so teuer.

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