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US-Börsenaufsicht SEC nimmt Spekulanten an die kurze Leine

Das Geschäft mit der Information

Es ist nicht wichtig, ob eine Börsen-Information richtig oder falsch ist. Wichtig ist nur: Wie kann sie zu Geld gemacht werden. Als vor einigen Tagen die US-Investmentbank Morgan Stanley ihre durchaus positiven schwarzen Zahlen veröffentlichte, ja sogar die Analysten-Prognosen übertraf, folgten prompt Gerüchte über eine Schieflage und Aktie rauschte in Keller. Die Zeiten sind günstig für Betrug und Spekulation. Die Anleger sind auf negative Schlagzeilen sensibilisiert. Spekulanten machen sich dies zu Nutze. Ein Leerverkauf, dann eine medienwirksame negative Falsch-Information und der gewinnträchtige Rückkauf zum niedrigeren Kurs funktioniert.

Sicherheiten für Leerverkäufe
So sieht sich die US-Börsenaufsicht SEC unter Druck und erliess gestern zum Schutze der ehrlichen Investoren gegen den Marktmissbrauch durch sogenanntes “Naked Short Selling” neue Regelungen:

“The Commission adopted, on an interim final basis, a new rule requiring that short sellers and their broker-dealers deliver securities by the close of business on the settlement date (three days after the sale transaction date, or T+3) and imposing penalties for failure to do so.”

Unter Androhung empfindlicher Strafen müssen Sicherheiten für Leerverkäufe nunmehr drei Tage nach der Transaktion tatsächlich vorliegen.

Wem noch glauben?
Es scheint, dass Investoren niemandem mehr glauben sollten. Jetzt könnte ich die Story von fundamentalen Daten, von Pflichtmeldungen der Unternehmen, Geschäfts- und Quartalsberichten, Zukunftstechnologien oder künftigen Marktentwicklungen herunterbeten. Aber dabei fallen mir gleich mehrere Beispiele ein, wo Unternehmen ihre hauseigenen Risiken ihren Geldgebern ebenfalls vorenthielten.

Es wird wohl immer eine gewisse Unsicherheit über den Finanzmärkten kreisen.



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