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US-Rettungspaket abgeschmettert – 777,68 Strafpunkte beim Dow

Ganz grosses Kino an der Wall Street. Der Dow Jones verlor gestern 777,68 Punkte. Laut Medienberichten sei dies der grösste Punktverlust in der Geschichte. Zuvor hatten die Republikaner im US-Repräsentantenhaus das 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket der Bush-Regierung überraschend abgeschmettert. Die Regierung solle sich nicht in den Markt einmischen, bedeutet das Signal.

Der Rettungsplan für die Banken sah vor, in drei Tranchen faule Kredite von den Banken aufzukaufen, welche in einer auf den Kopf gestellten Auktion möglichst viel Darlehen pro US-Dollar anbieten sollten.

Die US-Regierung hat jetzt wieder den Ball und muss nach einer Lösung suchen, wie die derzeit ausgetrockneten Liquiditätsströme zwischen den Banken sowie Banken und Wirtschaft ins Laufen gebracht werden könnten.

Derweil geht das Rennen um die Poleposition zum nächsten “edlen Retter in der Not” weiter. Experten meinen, dass es jetzt nur noch kleinere US-Banken treffen könnte. Grössere gibt’s ja kaum noch. Gestern übernahm die schwankende Citigroup die angeschlagene US-Regionalbank Wachovia. JP Morgan Chase konnte sich am Freitag die Rosinen der Sparkasse Washington Mutual (Wa-Mu) herauspicken. In Europa nimmt der Zug gerade erst Fahrt auf. So wurden gestern die britische Hypothekenbank Bradford & Bingley verstaatlicht, die deutsche Hypo Real Estate gerade noch durch Banken und Staat gerettet und die niederländisch-belgische Fortis zum Teil unter öffentliche Fitiche genommen.



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