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Was nützt ein Alleingang bei Leerverkäufen?

Endlich kommt Schwung in die Party, könnte man meinen. Gemäß einer FTD-Meldung plant Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble das Verbot weiterer ungedeckter Leerverkäufe – auf Aktien und Währungen.

Netter Versuch! Ein Verbot von ungedeckten Leerverkäufen an inländischen Börsen im Alleingang kann nur ein Signal sein – an wen auch immer. Wer bei einem Online-Broker handelt, weiß das. Spekulanten werden auf ausländische Handelsplätze ausweichen, ebenso die Käufer, die nach günstigen Papieren Ausschau halten. Das geschieht in Bruchteilen von Sekunden durch Auswahl per Mausklick. Im Gegenzug wirken sich Effekte durch Leerverkäufe immer auch auf den Handel im Inland aus. Durch Arbitrage gleichen sich die Preise einander an.

Dennoch ist ein Verbot richtig. Nicht nur, weil der Staat das Wettspiel-Monopol für sich beansprucht. Irgendwer muss ja mal als Erster zur Vernunft kommen und den Zockern signalisieren: Wenn Ihr nicht spurt, stutzen wir Euch die Flügel! Dieses Signal ist bei den Finanzmärkten angekommen.



{ 1 comment… add one }

  • Finanzierung Juni 13, 2010, 12:08

    Der deutsche Vorstoß geht in die richtige Richtung und setzt ein Signal. Ein Signal, dem hoffentlich viele andere Länder folgen. Es kann ja eigentlich nicht sein, dass Spekulanten Einfluss darauf haben, ob und wie sich die wirtschaftliche Lage eines Staates entwickelt.

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