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Deutschland: Vier Milliarden Euro Schulden mit Profit

Rendite deutscher Staatsanleihen dreht erstmals ins Minus. Investoren zahlen Prämie für Deutschlands Schulden.

Deutschland verkaufte heute unverzinsliche Schatzanweisungen, sogenannte Bubills, erstmals mit Gewinn. Fast 40 Banken hatten im Bieterwettbewerb bis zum Auktionsende um 11.30 Uhr den Kurs über 100 Prozent getrieben. Im Durchschnitt lag die Rendite der Geldmarktpapiere mit sechsmonatiger Laufzeit bei Minus 0,0122 Prozent, teilte die Bundesfinanzagentur mit.

Insgesamt flossen 3,9 Milliarden Euro in die Kassen des Bundes. Die Emission war 1,8-fach überzeichnet.

Keine Verbindung zur Schuldenkrise

Eine Verbindung zwischen der Negativ-Rendite und der Euro-Krise könne jedoch nicht hergeleitet werden, hieß es aus Kreisen der Finanzagentur, die Deutschlands Schulden managt. Ursache sei das niedrige Zinsniveau. Deutschland besitzt beste Bonität. Die Investoren sind bereit, für die Sicherheit ihres Geldes eine Prämie zu zahlen.

Käufer können auf Profit hoffen

Die Papiere können in den nächsten sechs Monaten am Sekundärmarkt an der Börse gehandelt werden. Vielleicht freuen sich die Investoren trotz Negativ-Zinsen dann über steigende Kursgewinne.

Letzte Bubill-Auktion noch mit Mini-Plus für Anleger

Bei der Auktion von sechsmonatigen Geldmarktpapieren am 05. Dezember 2011 hatten sich Investoren noch über ein kleines Zins-Plus von 0,001 Prozent gefreut. Die Emission war damals 3,8-fach überzeichnet.



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