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Asset Backed Securities: Kredit-Sanierung gestern und heute

Früher als die Finanzmärkte noch überschaubar waren wurden notleidende Kredite möglichst saniert oder bei Ausfall wert berichtigt und ausgebucht. Risiko und Verantwortung blieben bei der kreditführenden Bank.

Heute wo die Finanzmärkte exponential an Komplexität zunehmen, werden Fehler immer häufiger auf Dritte abgewälzt. Da es den Banken selbstverschuldet an Zeit und Kapazitäten fehlt, schnürt man in den Kreditabteilungen schlechte Kredite zu Paketen und verkauft diese. Der Investor in solche geldmarktnahen Fonds erfährt nicht, dass diese sogenannten “Asset Backed Securities” innerlich faul sind, zumindest teilweise. Die angebotene überdurchschnittliche Rendite solcher “Forderungsbesicherter Wertpapiere” sollte jedoch zum Nachdenken anregen. Je höher die Rendite, desto höher das Risiko einer Geldanlage! Der einzige gute Zweck ist, dass die Banken sich ihrer Kredit-Risiken entledigen, was wiederum den Aktionären gut tut. Aber auch diese Zeit scheint langsam vorbei. Ein solches Geschäft funktioniert nämlich nur, solange ausreichend Liquidität am Markt ist. Wird diese jedoch mit der Zeit verbrannt, so geraten immer mehr beteiligte Kreditinstitute in Schieflage. Dabei hilft es auch nicht, dass eine Europäische Zentralbank ihr gutes Geld dem schlechten hinterher wirft. Dass die EZB daraus nicht lernt, liegt an ihrer Aufgabe die Integrität des Finanzmarktes zu sichern. Das heisst die EZB kann gar nicht anders. Das hat so langsam auch das letzte Kreditinstitut begriffen und handelt in seinem Risiko-Management nach der Devise:”Die EZB richtet es sowieso.” Auf der Strecke bleiben wieder einmal die unaufgeklärten Anleger.

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