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Banken vs Kreditgeschäft

Die Banken lernen das Kreditrisiko-Management nie. Ende der 90iger brach das Immobiliengeschäft in Deutschland weg und deutsche Banken gerieten in Schieflage. Daraus folgte neben einer Bayerischen Bankenfusion unter anderem das Kredit-Engagement in Ost-Europa, mit fliegenden Fahnen natürlich und ohne allfällige Risiken zu beachten. Nach der Devise “First Profit, then Profile!” wurde erst Geschäft geschaufelt und danach halbherzig gefragt, ob denn auch alles mit rechten Dingen zugeht, Basel II als Wundermittel umgesetzt und sich zufrieden zurückgelehnt. Jetzt, da US-Immobilien wegbrechen und US-Banken in Schieflage gerieten, bricht auch bei deutschen Kreditinstituten wieder einmal der Aktionismus aus. Aber so allgemein möchte ich das nicht sagen. Denn die Institute, welche aus der deutschen Immobilienkrise Ende der 90iger lernten, sind heute nicht in den Schlagzeilen. Derzeit sind Postbank mit einem bezifferten Risiko in Höhe von 600 Millionen Euro und die IKB mit 7,5 Milliarden Euro im Gespräch, wobei die Ausfallwahrscheinlichkeit bei der IKB auf “nur” 3,5 Milliarden Euro geschätzt wird. Na ja, bei einer solchen Summe standen schon ganz andere Kreditinstitute mit dem Rücken zur Wand und die IKB gilt sowieso als angeschlagen. Wobei sich mir wieder einmal die Frage stellt: Was machen die Banken eigentlich? Es gibt eine BaFin, es gibt eine “Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung”, es gibt Revisionen, teure Wirtschaftsprüfer, erst die MAK, dann die MARisk und nichts ändert sich. Sie lernen es nie, das Kreditgeschäft, weder selbständig noch von ihren Mitbewerbern.

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