≡ Menu


Baufinanzierung: Keine Vorfälligkeitsentschädigung bei Schuldnerwechsel

Wie test.de mitteilt, verurteilte das Landgericht München I in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil vom 24. Juli 2008 die Commerzbank zur Erstattung einer Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 360.000 Euro. Eine Kundin hatte einen Teil ihrer Immobilien verkauft. Die Bank lehnte den angebotenen Eintritt des Käufers in die bestehenden Darlehensverträge ab, finanzierte jedoch aufgrund seiner guten Bonität einen Teil des Kaufpreises neu.

Ich stimmt dem Urteil des LG zu:
Kreditabteilung und Juristen der Commerzbank hätten erkennen müssen, dass ein klassischer Schuldnerwechsel vorliegt.

Dabei bleiben die Baufinanzierungen mit ihren Immobilien als Sicherheiten bestehen. Nach erfolgter Bonitätsprüfung des Käufers und der Kreditgenehmigung, hätten lediglich die Darlehensverträge und Sicherheitendokumentationen auf den neuen Kreditnehmer umgeschrieben werden müssen. Der Bank wäre dadurch kein Schaden entstanden.

Selbst wenn die Commerzbank der Meinung ist, die Bonität des Käufers genügte nur für eine teilweise Finanzierung des Kaufpreises im eigenen Hause, hätte sie die Darlehen so ordnen können, dass ihr lediglich ein Schaden den abgelösten Kreditbetrag entstanden wäre.


Dieser Artikel ist Teil 10 von 23 der Serie Ratgeber Geld: Haus kaufen und finanzieren



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner