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Baukredit: Vorfälligkeitsentschädigung vermeiden

Eine Vorfälligkeitsentschädigung kann während der Festschreibungszeit nur vermieden werden, wenn der Kredit nicht zurückgezahlt sondern weitergeführt wird:

Schuldnerwechsel
Sollte ein Haus – aus welchen Gründen auch immer – verkauft werden müssen, dann macht es Sinn, dass der Käufer durch einen sogenannten Schuldnerwechsel in den Kreditvertrag als neuer Kreditnehmer einsteigt. Diese Lösung wird noch begünstigt, wenn die Zinsen gesunken sind, da in dem Fall die Vorfälligkeit sehr hoch ist. Das Pfandobjekt also das Haus bleibt Sicherheit der Bank. Die Grundschuld ist nicht betroffen. Voraussetzung ist , dass der Käufer einen Kredit benötigen würde und die entsprechende Bonität besitzt.

Pfandtausch
Wenn der Kreditnehmer nicht in einer Notlage ist und sein Wohneigentum zum Beispiel durch Umzug verkaufen will, dann könnte der Kauf eines anderen Pfandobjektes am neuen Wohnort, dem unberührten Kredit als Sicherheit dienen. Es würden also lediglich die Sicherheiten getauscht. Da der Kredit nicht zurückgezahlt wird, entsteht auch keine Vorfälligkeitsentschädigung.

Vermietung
Eine Alternative zur drohenden Vorfälligkeitsentschädigung bei Wechsel des Wohnortes wäre die Vermietung. Damit blieben Kreditvertrag und Sicherheit unangetastet. Lediglich die Nutzung der Immobilie ändert sich. Dies wäre jedoch unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Steuer zu kalkulieren.

Absicherung gegen Vorfälligkeitsentschädigung
Neuerdings bieten Kreditvermittler – wie zum Beispiel “Interhyp” – eine Absicherung gegen Vorfälligkeitsentschädigung durch Einmalzahlung eines relativ geringen Betrages an. Wer durch Scheidung sein Wohneigentum verkaufen muss und sich im Vorfeld durch Zahlung von 500 Euro abgesichert hat, braucht eine Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von mehreren Tausend Euro nicht zu fürchten.

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Dieser Artikel ist Teil 6 von 23 der Serie Ratgeber Geld: Haus kaufen und finanzieren



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