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Inhalt Kreditvertrag – Was gehört rein? Was nicht?

Es gibt unzählige Kreditinstitute. Genauso unzählige Varianten für Kreditverträge kann man finden. Viele sind falsch.

Was gehört rein?

  • Alle Vertragspartner und deren Haftung – ggf. Quotierung
  • Konditionen und Laufzeit – Bei Verbrauchern kommt gemäss PAngV noch der Effektivzins, der Abschnittsgesamtbetrag, berechnet nach der Festschreibungszeit, und der Gesamtbetrag über die gesamte Kreditlaufzeit hinzu.
  • Kreditzweck – Vor allem, wenn Sicherheiten betroffen sind.
  • Sicherheiten – Sie müssen konkret definiert werden. Sind keine verlangt, dann muss auch dies schriftlich vereinbart sein.
  • Auflagen – Welche Auflagen sind durch wen periodisch zu erfüllen, z.B. Einreichung von Bonitätsunterlagen.
  • Rechte und Pflichten beider Partner
  • Covenants – An welche wirtschaftlichen Regeln sollen sich Kreditnehmer halten?
  • Salvatorische Klausel – Ist ein Vertragspunkt gesetzlich ungültig, dann bleiben alle anderen in Kraft.
  • Rechtsverbindliche Unterschriften beider Vertragspartner; auch durch Vertretungsberchtigte gemäss Handelsregister oder Vollmacht
  • Datenschutzerklärung und Widerrufsbelehrung müssen durch alle Verbraucher als Kreditnehmer rechtsverbindlich unterschrieben sein.
  • Anlagen – z.B. die Kalkulation einer Investition auf deren Basis der Kredit ausgereicht wird. Auch die AGB gehören dazu.

Der Inhalt ist übersichtlich, wenn durch Auflistungen klar gegliedert wird.

Was gehört nicht rein?

  • Fliesstext ist out! – Es sei denn der Kreditgeber will den Kreditnehmer bewusst über den Tisch ziehen.
  • Verweise auf Paragraphen und Gesetzestexte – Die gesetzliche Grundlage, warum eine Vereinbarung im Kreditvertrag enthalten ist, interessiert keinen Menschen. Wichtig ist nur, dass die Vereinbarung dem Gesetz entspricht.
  • Juristische Formulierungen – Die versteht kein Mensch und Juristen neigen dazu, finanztechnische Aspekte zu ignorieren! Die Kreditabteilung ist der Profi. Sie weiss, was Kreditgeber und Kreditnehmer wünschen. Sie kennt den Inhalt der Kreditentscheidung. Die Rechtsabteilung prüft nur. Sind die Formulierungen rechtlich sauber? Wurde die aktuelle Rechtssprechung im Kreditvertrag umgesetzt?
  • Auflagen, die Dritte betreffen. – Oft werden Personen (Bürgen, Gesellschafter, verbundene Unternehmen), die nicht Vertragspartner sind, im Kreditvertrag zu irgend etwas verpflichtet. Der Kreditgeber hat dadurch jedoch keine rechtliche Handhabe zur Durchsetzung. Das ist also Unsinn. Entweder diese Personen werden Kreditnehmer oder der Kredit wird erst zugesagt, wenn die Auflagen im Vorfeld erfüllt sind.

Die Punkte sind eine grobe Orientierung und ohne Gewähr. Sie dienen der Sensibilisierung.

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