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Leihäuser hui! Banken pfui!

Das Geschäft der Pfandhäuser brummt. Die Branche erzielte heuer 20 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Vor allem der Mittelstand sei auf den Service Pfandleihe angewiesen, wie das Abendblatt berichtet.

Warum ist des so? Die Unternehmen kämpfen mit der Zahlungsmoral ihrer Kunden. Liquidität und Forderungsmanagement sind die Stichworte. Der Weg zur Bank setzt solide Unternehmensführung einschliesslich Kenntnis und Offenlegung der Unternehmensdaten voraus. Banken betreiben keine Pfandleihe. Kreditgeschäft funktioniert anders. Das Risiko der Geldverleihung trägt die Bank und daher will sie als Gläubigerin auch einiges wissen, gewisse Sicherheiten haben. Dies ist sie ihren Anlegern schuldig. Ein Pfandhaus hingegen fragt nicht. Das Risiko bleibt beim Kunden. Hat er das Geld zur Auslösung im vereinbarten Zeitraum nicht beisammen, so kommt der Pfandgegenstand unter den Hammer. Jedoch nicht immer. Bei bestimmten Leihgaben, wie edle Uhren zum Beispiel, sogar selten. Dies zeigt, dass eine gewisse Kreditwürdigkeit schon vorhanden sein muss. Liegt es also doch an den Unternehmern selbst, wenn die Bank einen Kredit ablehnt? Egal! Pfandleihe hat einen grossen Vorteil, wenn der Kunde richtig kalkuliert. Die Liquidität steht von jetzt auf gleich zur Verfügung, während Banken eine gewisse Zeit der Bearbeitung und Entscheidung benötigen. Die Preise sind bis zu einer bestimmten Höhe gesetzlich vorgeschrieben. Eine Unterbewertung gibt’s nicht, da der Preis sich auch nach dem Wert des Pfandgegenstandes richtet. Warum sollte ein Pfandhaus dann also die Werte zu niedrig ansetzen? Ich denke das Geschäft ist fair und es lohnt sich über diese Alternative der kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung nachzudenken, sollte Not am Mann sein.

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