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Reicht Zahlungsverzug für Kreditkündigung?

Ja natürlich! Wenn sich die Bank an die Regeln des Mahnverfahrens hält. Grundsätzlich muss der säumige Kunde ausreichend Zeit bekommen und auf die Folgen bei Nichtzahlung hingewiesen werden. Die erste und zweite Mahnung beinhalten Zahlungsaufforderung und -frist von jeweils 14 Tagen und Kontaktmöglichkeit für den Kunden. Zahlt er dennoch nicht und kommt es zu keiner Einigung, so muss die Bank ein drittes und letztes Mal mahnen und wieder eine Frist von 14 Tagen setzen. Dazu muss die Bank in der dritten Mahnung den Kunden konkret auf rechtliche Schritte und die Kreditkündigung hinweisen. Erst wenn der Kunde dann nicht zahlt, darf die Bank den Kredit kündigen. Aus dem Urteil – Az.: 3 W 126/06 – des Oberlandesgerichts Celle ein pauschaliertes “Zahlungsverzug allein reicht nicht für Kündigung von Kredit” herzuleiten, ist schlicht Unsinn. Die betroffene Bank ist selbst schuld. Sie sollte sich nach Fachleuten umsehen. Azubis und Callcenter haben zwischen notleidenden Krediten nichts zu suchen. Btw., das Mahnverfahren gilt auch für den Kontokorrentkredit (Dispo).

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