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Stiftung Warentest: Kredit und Restschuldversicherung

Kritiker sprechen gerne schon mal von einer “sprudelnden Einnahmequelle”, wenn ein Gläubiger – im Nachfolgenden Bank genannt – eine Restschuldversicherung anbietet.

Nun nein! Zunächst einmal ist eine Restschuldversicherung ein Versicherungsprodukt und wenn es überhaupt eine Provision für die Bank gibt, dann ist sie eher gering. Des Weiteren steht nirgendwo geschrieben, dass Banken ihre Kredite blanko – also ohne Sicherheiten – ausreichen müssen. Im Gegenteil, der Gesetzgeber verlangt dies zum Schutze der Anleger, natürlich im angemessenen Rahmen (siehe KWG). Damit wäre die Restschuldversicherung im Rahmen einer Immobilienfinanzierung schon vom Tisch. Und natürlich ist die Restschuldversicherung eine Kreditsicherheit, wobei es dem Kreditnehmer frei steht, alternative Sicherheiten zu stellen. Und ja, spätestens seit “Basel II” verhalten sich Kreditkosten indirekt proportional zur Bonität und direkt proportional zum Ausfallrisiko.

Ah jo, wer profitiert eigentlich im “worst case” mehr von einer Restschuldversicherung, die einspringt, sobald der Kreditnehmer seine regulären Einkünfte verliert, die Bank oder der Kreditnehmer selbst?

Die Restschuldversicherung ist ein relativ junges Produkt. Sie sichert die Rückzahlung eines Kredites bei Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Tod des Kreditnehmers. Also mir wäre solch eine Versicherung viel lieber, als im “worst case” der Kuckuck an der Tür als “sprudelnde Einnahmequelle” für Rechtsanwälte und Notare, was die Qualität einer Finanzberatung durch Juristen bei “Stiftung Warentest” relativieren dürfte.
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