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Weniger Kredite in den USA

Der Kunde ist schuld!

Wie n-tv.de mitteilt, haben die US-Banken als Reaktion auf die Finanzkrise ihre Regeln für Kreditvergabe sowohl für Verbraucherkredite als auch für Firmenkredite verschärft.

Das ist wieder typisch Finanzsektor. Der Kunde ist schuld, wenn die Banken ihr Kreditgeschäft nicht im Griff haben, sich in Forderungen verspekulieren, bei ihren eigenen Finanz-Konstrukten nicht mehr durchsehen und glauben, kurz vor einer Marktbereinigung ihrer Immobilienwerte noch den letzten Hypothekenkredit platzieren zu können. Volumen schlägt Qualität, im Sinne der Aktionäre natürlich!

Eine Verschärfung der Kreditvergaberegeln wird das Problem nicht lösen. Der Kunde soll schon seinen Kredit bekommen, so er denn kreditwürdig ist. Nur, der Kredit und die Bewertung seiner Sicherheiten müssen natürlich während der gesamten Laufzeit überwacht werden. Was eine vorausschauende Marktbeobachtung einschliesst. Man kann halt im Kreditgeschäft nicht darauf vertrauen, dass sich der Preis einer Immobilie als Kreditsicherheit immer auf hohem Niveau hält oder ständig höher klettert.

Des Weiteren existiert im internationalen Immobiliengeschäft und gerade in den USA die Unsitte, Immobilienspekulationen zu finanzieren, also Haus kaufen und nach 2 Jahren mit Gewinn teuer weiterverkaufen. Womit sich Immobilienpreise sehr schön aufschaukeln, ohne dass eine tatsächliche Nachfrage oder Substanzverbesserung zu Gunde liegt. Wenn Banken derartiges Treiben unterstützen, müssen sie damit rechnen, dass ihr Finanzierungsobjekt auch mal ausgereizt ist, nicht mehr weiterverkauft werden kann und sie auf ihrer Finanzierung sitzen bleiben.



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