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Börsen-Wette: Bonus-Zertifikat

Wundersame Dinge passieren an turbulenten Börsen-Tagen. Jeder Anleger macht, was er will, kein Basiswert, was es soll und Bonus-Zertifikate machen mit. Die Folge: Bonus-Zertifikate brechen aus ihrer Range, in der bei Ablauf eine Prämie gezahlt werden soll, aus und der Anleger hält nur noch ein sogenanntes Tracker-Zertifikat, welches zwar dem Kurs des Basiswertes folgt, aber das war’s auch schon.

Bevor man sich solch ein “Innovatives Finanzinstrument” ins Wertpapierdepot legt, muss man sich im Vorfeld eine Frage stellen und beantworten:

Wann war die letzte Insolvenz eines Emittenten?

Was der eine gewinnt, muss der andere verlieren. Seien Sie versichert, dass sich die Finanzmathematiker sehr genau überlegt haben, welche Chancen bei solch einer Emission bestehen und wie deren Risiken abzusichern sind. Letztlich kommt es immer auf die künftige Kursentwicklung des Basiswertes an, welche von fundamentalen Daten, aber auch von der Stimmung der Börsianer abhängt. Nur, wer kennt die Zukunft? Bonus-Zertifikate sind nichts weiter als eine Wette, bei der der Emittent sagt: “Ich wette, dass der “Basiswert X” in einem bestimmten Zeitraum dieses und jenes nicht tut. Liege ich, lieber Anleger, falsch und der Basiswert tut es doch, dann bekommst Du von mir eine Prämie, aber nur dann.” Schauen Sie sich ruhig die lange Liste an Zertifikaten auf Ihren ausgewählten Basiswert an. Sollten die alle gewinnen wollen und wenn nicht, welche dann? Gehen Sie also nie davon aus, dass ein Emittent mit seinem Angebot zeigt, wie sich ein Basiswert in Zukunft entwickeln wird. Er kann es nicht wissen und Basiswerte sind oft sehr eigenwillig. Der Emittent hat nur gut gerechnet und sein eigenes Risiko minimiert oder vielmehr auf die Schultern vieler Anleger verteilt. Und wie heisst es im Casino so schön: “Die Bank gewinnt immer.”
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