≡ Menu


Geldanlage Teakholz – Chancen und Risiken

TeakbaumTeakholz gehört zu den Edelhölzern. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften wächst die weltweite Nachfrage ständig. Da der Teakbaum nur in wenigen Regionen gedeiht, bleibt das Angebot knapp. Ein Investment liegt daher nahe. Bis vor wenigen Jahren war eine Investition in Teak nur Grossinvestoren vorbehalten. Heutzutage drängen auch immer mehr Angebote für Privatanleger auf den Markt. Aber lohnt sich Teak als Geldanlage und was sollte der Anleger dabei beachten?

Warum ist Teak so begehrt?
Das Kernholz ist relativ resistent gegen Wasser, Schädlingsbefall und Feuer. Diese Eigenschaften machen das Holz wertvoll für Wasserbauten, Schiffsbau oder Gartenmöbel. Es lässt sich gut verarbeiten. Seine hohen Stämme sind weitgehend astfrei. Zudem trocknet Teak ohne zu reissen. Eine Nachbehandlung zum Schutze der Oberfläche ist in den meisten Fällen nicht nötig.

Warum ist Teak ein knapper Rohstoff?
Der Teakbaum wächst nur in den Tropen. Die Aufforstungsfläche wird auf rund 1,1 Millionen Hektar weltweit geschätzt. Die wilde Abholzung der natürlichen Teakbaum-Bestände ist durch Umweltinitiativen rückläufig. Der Zeitraum zwischen Aufforstung und Abholzung in Plantagen beträgt rund 80 Jahre.

Wie entsteht der Wertzuwachs?
Der Teakbaum gewinnt durch sein Wachstum von der Aufforstung bis zur Abholzung substanziell an Wert.

Welche Rendite ist möglich?
Will man den Plantagen-Betreibern glauben, so soll Teak eine jährliche Rendite von 10 Prozent oder mehr abwerfen.

Chancen
– Wachstumsmarkt
– überdurchschnittliche Rendite (Teakholz verteuerte sich seit 1970 um durchschnittlich 7,5 % p.a.)
– ökologisch saubere Geldanlage
– interessantes Ertrags-Risiko-Verhältnis (riskanter aber höhere Rendite-Chancen als Staatsanleihen oder Immobilien; sicherer als internationale Aktien)
– Schutz vor Inflation
– von Börsenschwankungen unabhängig

Risiken
– mittel bis langfristige Kapitalbindung je nach Anlageform und Produkt
– keine Rendite-Garantie
– Feuer, Klimaänderungen, Schädlingsbefall o.ä. während des Wachstums
– Marktpreisrisiko durch Preisschwankungen bei Holzprodukten
– Investition in Schwellen- und Entwicklungsländer (wirtschaftliche, finanzielle, politische und rechtliche Unsicherheit)
– Währungsrisiko (Investition erfolgt ausserhalb der Euro-Raumes)
– Totalverlust möglich

Möglichkeiten eines Investments in Teak
Will der Anleger von diesem Wachstumsmarkt profitieren, so kann er die gesamte Palette von Anlageprodukten vom einzeln definierten Baum bis zur Fondsbeimischung nutzen. Nur um einige Beispiele zu nennen:

Life Forestry Group
Schweizer Gesellschaft; Geldanlage ab 5.000 Euro

Sharewood
Schweizer Gesellschaft; Geldanlage ab 2.200 Euro

Forest Finance
Hauptsitz in Panama; deutsche Tochter sitzt in Bonn; Teak-Investment ab 24.000 Euro; weitere Wald-Finanz-Produnkte ab 30 Euro monatlich

Für Mischwald-Fans der DWS Global Timber
Geschlossener Wald-Fonds der DWS mit Mindesteinlage 10.000 US-Dollar plus 5% Agio und globaler Ausrichtung.

Fazit
Mag man Anbietern und Medien glauben, so stellen Edelhölzer eine attraktive Beimischung zum Depot dar. Der Anleger sollte sich jedoch bewusst sein, dass er nur indirekt in den Rohstoff investiert. Die meisten dieser Anlageprodukte sind Firmenbeteiligungen mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken. Hinzu kommt, dass solche Investments aufgrund ihrer mittel und langfristigen Kapitalbindung nicht mal eben so nebenbei getestet werden können. Aber gut, wer sich mit dem Gedanken trägt, den Schutz des Regenwaldes zu sponsern, kann auch in eine Holz-Plantage investieren und hat dabei eine Chance auf Rendite.

Keine Anlage-Empfehlung!

Foto: Forest & Kim Starr


Dieser Artikel ist Teil 9 von 30 der Serie Ratgeber Geld: Vermögensaufbau



{ 6 comments… add one }

  • Andreas Baldham April 7, 2010, 09:25

    Der DWS Global-Timber-Fonds ist bereits seit Januar 2009 geschlossen. Er beinhaltete zudem auch keine Mischwälder, sondern Monokulturen.
    Mischwald-Beteiligungen bietet hingegen die Forest Finance an. Die hat ihren Sitz in Bonn, die Tochtergesellschaft (nicht die Muttergesellschaft) sitzt in Panama.
    Finanztest berichtete in der Oktober 2009-Ausgabe relativ positiv über verschiedene Waldinvestment-Anbieter. Selbstverständlich sind Waldinvestments lang laufende und relativ illiquide Investments, so das man nicht mehr als 15 Prozent seines Vermögens hierin investieren sollte.
    Historisch betrachtet ist die Wertentwicklung und die geringen Wertschwankungen jedoch herausragend attraktiv. Waldinvestments sind daher ein Sachwert-Investment, das sehr gut für die Risiko-Diversifikation geeignet ist.

  • Jens April 7, 2010, 17:26

    Teakholz ist in der Tat eine interessante Anlage, Edelholz performt auch stabiler, als Index-basierte Holzunternehmen. Trotzdem sollte bei den meisten Holzsorten beachtet werden, dass der Zeitraum zwischen Anpflanzung und Ernte recht lang ist (siehe http://www.holz-investment.net/edelholz ), also Anlageprodukte mit kurzfristigen entsprechend hohen Gewinnversprechen kritisch betrachtet werden sollten.

  • Holger Halfmann März 22, 2012, 02:11

    Wen 80 Jahre von Anpflanzung bis Ernte vergehen – wie soll ein 45-jähriger davon Profitieren??

  • Christoph April 12, 2012, 13:20

    Sehr geehrter Herr Holger Halfmann,

    bei idealen Bedingungen, die man auf Plantagen mit Monokulturen erreichen kann, wächst beispielsweise Teakholz (tectona grandis) in 20 Jahren vom kleinen Setzling aus der Baumschule bis zu 30 – 35 m. Diese Stämme haben schon ein beachtliches Volumen, sind dank der zuerst engen Pflanzung sehr gerade, weil die Pflanzen zum Licht wollen, durch die regelmäßigen Ausforstungen haben sie auch genügend Licht und Platz und während der Laufzeit gibt es schon mehrere Ausforstungen, bei denen das ausgeforstete Holz gewinnbringend verkauft werden kann.

    Im Vergleich zu einer Lebensversicherung sind die maximal 20 Jahre Laufzeit (wenn die Plantagen gepflanzt sind, kann man ja auch später noch einsteigen, dann ist die Laufzeit dementsprechend kürzer) sehr kurz. Außerdem gibt es schon während der Laufzeit zu garantierten Zeitpunkten Rückzahlungen ohne Verluste, was bei einer Lebensversicherung mit derart hoher Rendite wie bei diesem Direktinvestment in einen wachsenden Rohstoff m.W. nicht zu finden ist.

    Darum ist diese Art der Investition – zumindest mit einem Teil des Vermögens, man soll ja immer sein Vermögen aufsplitten – eine sehr interessante und gewinnbringende Art der Diversifikation.

    Dazu kommt der Schutz vor Inflation und der quasi natürliche Zinseszins von 6 % durch das Volumenwachstum zusätzlich zu der Preissteigerung des Festmeterpreises.

    MfG

    Christoph Josef Humpf
    Financial Consultant

    Anm. d. Red.: Kommentare mit gewerblichem Hintergrund sind kostenpflichtig.

  • ludmila Juli 21, 2012, 08:23

    Kennt jemand woodsource aus der Schweiz?

  • Dietmar Wohlleben November 10, 2013, 14:41

    Woodsource AG ist die neue Firma des langlangjährigen Marketingsvorstands der insolventen Prime Forestry AG, Nubu Migmar. Nach dem Konkurs der Prime Forestry kam heraus, das keine Rücklagen existierten, die Teakflächen großteils ungeeignet und die Marketingaufwendungen extrem hoch waren. Das Migmar das als langjährige Führungskraft nicht mitbekommen hat, halte ich für ausgeschlossen.

    An Teakinvestmentangebote gibt es noch die Aktien der österreichischen “Teak Holz International AG”, die auch in Deutschland gehandelt werden. Und zum zweiten den Teak-Waldfonds Pure Forest.
    Bei der THI wird ein Hektar ca. 5-16 Jahre alter Teakplantagen mit rd. 40.000 Euro bewertet, beim Pure Forest -Waldfonds mit rd. 20.000 Euro. Beide haben FSC-zertifizierte Teakplantagen, bei investierten in sehr ähnlichen Ländern (Costa Rica und Nachbarland Panama).
    Infos zu den beiden findet man unter http://www.teakholzinternational.com bzw. http://www.pure-blue.de

Leave a Comment

banner