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Tagesanleihe oder Tagesgeldkonto?

Die Bundesrepublik Deutschland emittiert zum 1. Juli 2008 seit 30 Jahren erstmals wieder neue Tagesanleihen. Den Sparkassen, Volksbanken und privaten Banken gefällt diese neue Konkurrenz nicht. Die Tagesanleihe verbindet die Vorteile eines von der Bonität des kontoführenden Geldinstitutes abhängigen Tagesgeldkontos – nämlich tägliche Verfügbarkeit bei akzeptabler Verzinsung – mit der höchstmöglichen Sicherheit, die ein Anleger in Deutschland bekommen kann, die Bonität des deutschen Staates. Der Anleger hat also ab Juli die Wahl: Entweder er vertraut seiner Bank mehr als dem Staat und nutzt weiterhin sein Tagesgeldkonto oder er setzt in Zeiten der Bankenkrise lieber auf die Bonität des Bundes und kauft dessen Tagesanleihen.

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