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Berechnung von Grundschuldzinsen

Der Text im Darlehensvertrag könnte so lauten:

Sicherheiten: Vollstreckbare Buchgrundschuld ohne Brief in Höhe von EUR 200.000 (i.W. Zweihunderttausend) mit 16 Prozent Zinsen p.a.”

Kunden fragen nun immer wieder: “Was sind das für ein Zinsen? Warum sind die so hoch und wann muss ich die bezahlen?”

Das sind Grundschuldzinsen. Sie werden nur im Verwertungsfalle wirksam.

Beispiel
Darlehensbetrag: EUR 200.000
Tilgung: 1,0 Prozent pro Jahr
Zinsen: 5,0 Prozent pro Jahr
Grundschuld ohne Brief: EUR 200.000
Grundschuldzinsen: 16 Prozent pro Jahr

Nach drei Jahren hätte die Grundschuld mit Zinsen ihren maximal möglichen Wert von EUR 296.000 erreicht, welcher danach über die gesamte Zeit des Bestehens der Grundschuld konstant bliebe:

EUR 296.000 = EUR 200.000 x (1+16/100 x 3)

Der Darlehensrest würde zu dem Zeitpunkt noch EUR 193.541 betragen. Gerät jetzt der Schuldner mit seinen Raten in Verzug, stellt die Bank das Darlehen fällig, geht ins Mahnverfahren, berechnet Verzugszinsen mit 5 Prozent über dem jeweiligen Diskontsatz, lässt die Grundschuld zustellen und betreibt die Zwangsvollstreckung. All diese Massnahmen benötigen Zeit, Behörden, Anwälte und kosten Geld, so dass in dem Falle schon bald Haupt- und Nebenforderungen auf EUR 210.000 angewachsen sein könnten. Die Grundschuld allein würde in dem Falle jedoch nur EUR 200.000 absichern. Daher wird sich die Bank aus Grundschuld und aufgelaufenen Grundschuldzinsen befriedigen, natürlich nur in Höhe der Forderungen.

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