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Immobilien: Bald fünf Prozent Grunderwerbsteuer!

Immobilienkäufer sollen öffentliche Haushalte sanieren. Sieben Bundesländer planen offenbar eine massive Erhöhung der Grunderwerbsteuer. Die Lobby der Eigenheimbesitzer vermutet Abzocke und protestiert gegen höhere Steuersätze.

Apartments mit Grundstueck

Alle Immobilienkäufer müssen bald tiefer in ihre Taschen greifen. Gleich fünf Bundesländer erhöhen ab 01. Januar 2011 die Grunderwerbsteuer von 3,5 bis auf fünf Prozent. Weitere Landesregierungen sollen folgen.

Die “Aktion pro Eigenheim” protestiert und fordert eine bundesweit einheitliche Grunderwerbsteuer in Höhe von 3,5 Prozent.

“Die geplante Erhöhung ist für eine junge Familie, die sich beispielsweise in Brandenburg 2011 ein Haus kauft, kein Pappenstiel”,

kritisiert Jürgen Dawo, Präsident der Aktion pro Eigenheim

und weiter

“Auf der einen Seite wollen Bund und Länder alles tun, um die Eigentumsquote in Deutschland zu erhöhen, auf der anderen Seite legen sie gerade jungen Familien mit kleinem Einkommen immer mehr Steine in den Weg”.

Grunderwerbsteuer steigt stetig
Bis zum Jahr 1997 galt für Grunderwerb ein Steuersatz von zwei Prozent. Ab da wurde die Grunderwerbsteuer bundesweit auf 3,5 Prozent festgelegt.

Durch die Förderalismusreform dürfen die Bundesländer ab dem 01. September 2006 höhere Steuersätze für Grundstückskäufe selbst bestimmen.

Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt haben ihre Sätze bereits von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent erhöht. Im Jahr 2011 werden Bremen, Niedersachsen und das Saarland folgen. Brandenburg will seine Grunderwerbsteuer sogar auf fünf Prozent festsetzen. Schleswig-Holstein plant seine Erhöhung für das Jahr 2013 und die CDU in Baden-Württemberg ist sich ebenfalls einig, bei der Gewerbesteuer nachzuschieben.

Bundesländer kassieren dreistellige Millionenbeträge an Mehreinnahmen
Die Erhöhungen spülen den Ländern satte Mehreinnahmen in die Kassen. Baden-Württemberg erzielte zum Beispiel im Jahre 2009 allein durch die Grunderwerbsteuer rund 700 Millionen Euro. Würde das Land den Steuersatz nur um 1,5 auf fünf Prozent erhöhen, entspräche das rund 300 Millionen Euro an Mehreinnahmen.

ots
Foto: Paragon Apartments / CC



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