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Arbeitskräfte in Ostdeutschland noch immer billig

So liegen die Arbeitskosten auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern mit 21,09 Euro pro Stunde rund 28 Prozent unter denen der alten Bundesländer (29,25 Euro), teilt das Statistische Bundesamt mit.

Den geringsten Abstand in der tariflichen Bezahlung wiess dabei der öffentliche Dienst im Jahre 2008 mit nur 7,7 Prozent aus. Dagegen klaffte im verarbeitenden Gewerbe eine Ost-West-Lücke von 40 Prozent. Während es 1992 noch 53,4 Prozent waren, schrumpfte der Abstand bis zum Jahr 1996 auf 42,7 Prozent und stagniert seitdem nahezu.

Grosse Unternehmen zahlen besser als kleine. Hier nehmen sich Ost und West nicht viel. Im verarbeitenden Gewerbe lagen die Arbeitskosten von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern im Jahr 2008 doppelt so hoch wie die von Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten.

Am teuersten sind deutschlandweit die Arbeitskräfte in der Eröl- und Erdgasgewinnung (55,28 Euro) sowie die in der Luftfahrt (53,50 Euro). Die niedrigsten Kosten verursacht eine Arbeitsstunde bei Wach- und Sicherheitsdiensten (13,32 Euro), in der Gastronomie (13,86 Euro) und bei der Gebäudebetreuuung (13,89 Euro).

Erstmals wurden der Auswertung internationale Standards zu Grunde gelegt und die Arbeitskosten von Auszubildenden sowie Lohnsubventionen berücksichtigt.



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