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Die große Lüge vom Anstieg der Reallöhne

Der Reallohn ist nur eine statistische Größe und bildet nicht die tatsächliche Lohnentwicklung ab, was die zunehmende Verarmung der Bevölkerung verschleiert.

Statistiker ermitteln den Reallohn durch Abzug des Verbraucherpreisindexes vom Nominallohn. Weil der Verbraucherpreisindex aber auch langlebige Konsumgüter, wie Autos, Computer und Handys, enthält, deren Wichtung in der Statistik insgesamt höher liegt, als die der kurzlebigen Konsumgüter, wie Tomaten, Gurken oder Blumenkohl, bleibt die reale Entwicklung der Kaufkraft hinter der von der statistisch ermittelten zurück.

So kletterten die Preise für Heizung und Gemüse im Dezember 2010 um bis zu 50 Prozent, während die Preise für Unterhaltungselektronik um bis zu 25 Prozent in den Keller purzelten. Aber wer kauft sich täglich einen neuen Fernseher oder aller fünf Jahre mal etwas zu essen?

Ein weiteres Problem: Der Warenkorb berücksichtigt nicht das Kaufverhalten verschiedener sozialer Schichten der Bevölkerung. Während 80 Prozent der Verbraucher das meiste ihres Einkommens sofort für kurzlebige Konsumgüter ausgeben und für langlebige Anschaffungen erst sparen müssen, legen die restlichen 20 Prozent nicht nur einen erheblichen Teil sofort zur Seite, sondern leisten sich weitaus häufiger langlebige und teure Konsumgüter, was die Statistik zusätzlich verfälscht.



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