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Einfluss der Zinsen auf die Konjunktur

Hat der Greenspan seine Tasche dabei oder nicht? Das war die essenzielle Frage vor jeder Notenbank-Sitzung der FED zwischen 1987 und 2006. Denn sobald Chef-Notenbanker Alan Greenspan ohne seine Tasche aus dem Auto stieg, blieben die Leitzinsen unverändert und die Wall Street brach ein oder feierte, weil je nach Zinsniveau die US-Wirtschaft zu kollabieren oder zu expandieren drohte.

So einfach sind Börsianer gestrickt. Sie richten ihre Aktiennachfrage an einer unschuldigen Tasche aus, weil jeder unter ihnen zu wissen glaubt, dass hohe Zinsen Unternehmen im Besonderen belasten und das Wirtschaftswachstum im Allgemeinen bremsen.

Was Börsianer oft vergessen, Zinsen spielen bei Investitionen zwar eine kalkulatorische Rolle. Sie sind jedoch keineswegs ein Entscheidungskriterium. Sie dürfen es gar nicht sein, weil steigende Zinsen sonst das Aus der Firma bedeuten können. Die kaufmännische Vorsicht gebietet, sicher zu stellen, dass Schulden auch im ungünstigsten Fall, im “worst case”, bezahlbar bleiben. Demnach taugt eine Investition nur dann etwas, wenn sie sich auch bei hohen Zinsen rechnet und die Hütte nicht gleich Feuer fängt, sobald ein Notenbanker zündelt. Niedrige Zinssätze sind ein Gewinn-Bonus. That’s it!



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