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Euro-Rettung: Jetzt wackelt auch Deutschlands Top-Rating

Die US-Ratingagentur Moody’s warnt mit der Ratingabstufung von ESM und EFSF jetzt auch Deutschland.

Die US-Ratingagentur Moody’s hat am Freitag dem Euro-Rettungsschirm ESM und dem Euro-Rettungsfonds EFSF die Top-Ratingnoten “Aaa” aberkannt und um eine Stufe auf “Aa1” herabgesetzt.

Offiziell begründen die Amerikaner ihren Schritt mit der verschlechterten Bonität Frankreichs.

Finanztechnisch müssten ESM und EFSF aber ihre Bestnoten weiterhin behalten, solange die Euro-Zone – darunter auch Deutschland mit seinem Top-Rating – gesamtschuldnerisch für die unvorstellbare Billionen-Euro-Schuldenlast in den beiden Euro-Rettungsschirmen haftet.

Gesamtschuldnerisch bedeutet, dass die Staaten der Euro-Zone bei Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunwilligkeit eines Mitglieds dessen Anteil mitfinanzieren müssen und den letzten in der Runde – sehr wahrscheinlich Deutschland – dann die Hunde beißen.

Moody’s bezweifelt aber offenbar, dass die Top-Bonität Deutschland die immense Schuldenlast der Euro-Rettung im schlimmsten Fall – zum Beispiel bei einer Griechenlandpleite mit gleichzeitigem Ausfall von Mitgliedern der Euro-Zone – bezahlen könnte.

Die Ratingabstufung der Euro-Rettungsschirme ist somit ein klares Warnsignal auch an Deutschland.



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