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EZB-Leitzinserhöhung: Wirtschaft warnt vor rascher Zinstreppe

Die EZB hat heute aus Furcht vor einer Inflation ihren Leitzins von 1,0 auf 1,25 Prozent angehoben. Jetzt warnen führende deutsche Wirtschaftsinstitute vor einer schnellen Zinstreppe, die eine Erholung der Konjunktur in Europa gefährden könnte.

Führende deutsche Wirtschaftsinstitute mahnten heute in ihrem in Berlin vorgestellten Frühjahrsgutachten die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihren Zinsanhebungen zur Vorsicht. Die Ökonomen gehen davon aus, die EZB werde bis Ende 2012 den Leitzins auf 2,00 Prozent anheben. Eine restriktive Geldpolitik aber wirke sich auf Deutschland weniger stark aus als auf andere EU-Länder. Aufgrund der Unterauslastung in einigen Euroländern, den Währungsindikatoren und den Inflationserwartungen sehen die Wirtschaftsexperten derzeit keine “unmittelbaren Gefahren für die Preisstabilität”.

Die Ökonomen glauben, dass die Inflationsrate im Euroraum in diesem Jahr bei 2,4 Prozent und im nächsten Jahr bei 1,6 Prozent liegen werde. Die Institute warnten heute vor schnell aufeinanderfolgenden Erhöhungen des Leitzinses, weil die Lage noch engespannt sei. Gleichzeitig zeigten sie Verständnis für die heutige Zinsanhebung.



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