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FED: Zinssenkung pusht Euro Richtung 1,43 US-Dollar

Zum ersten Mal seit November 2002 hat die Federal Reserve mit 50 Basispunkten eine aggressive Senkung des Leitzinses vorgenommen, auf 4,75 Prozent. Der Diskontsatz wurde ebenfalls um 50 Basispunkte auf 5,25 Prozent zurückgenommen. Das hatten die Märkte so nicht erwartet. Entsprechend schossen mit dem Dow Jones auch die Indizes weltweit in die Höhe. Hintergrund für die Entscheidung von Notenbank-Chef Ben Bernanke sind Probleme des US-Finanzmarktes sowie das erstmals seit vier Jahren sinkende Jobangebot. Offenbar befürchtet die FED, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession abrutschen könnte. Die FED hat mit ihrer Zinssenkung das Signal gesetzt, dass einem solchen Szenario entgegentreten will. Wie die US-Notenbank dabei gehen wird, bleibt noch offen.

Derweil drückt der Zinsschritt erwartungsgemäss auf den Dollar. Aktuell kostet ein Euro 1,397 US-Dollar (DAB Bank). Die magische Marke 1,40 rückt damit gefährlich nahe. Experten befürchten der Dollar könnte in Richtung 1,43 marschieren. Der US-Export-Wirtschaft hilft das, der europäischen jedoch nicht. Das Wachstum der Wirtschaft Europas droht an Dynamik zu verlieren. Der Bundesverband des deutschen Groß- und Außenhandels wird seine Wachstumsprognosen für das Jahr 2008 um einige Zentelprozent zurücknehmen müssen. Der deutsche Export in die USA sank in diesem Jahr um fünf Prozent, auch in 2008 wird die Lage nicht bessern. Also eher kein Grund für die Aktienmärkte in Euphorie zu verfallen.

via FAZ und CNN

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